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FC Augsburg

03.12.2014

FCA-Chef Seinsch tritt zurück - Hofmann wird Nachfolger

Walther Seinsch (rechts) ist als Präsident und Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg zurückgetreten. Sein Nachfolger Klaus Hofmann (links) wurde einstimmig gewählt.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Walther Seinsch ist als Präsident und Vorstandsvorsitzender des FC Augsburg zurückgetreten. Sein Nachfolger Klaus Hofmann wurde einstimmig gewählt.

Walther Seinsch ist als Präsident und Vorstandsvorsitzender es FC Augsburg zurückgetreten. Dies teilte der 73-Jährige in seiner Begrüßungsrede bei der Jahreshauptversammlung den FCA-Mitgliedern mit. "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für mich als jetzt, mein Amt niederzulegen", sagte Seinsch.

Hofmann einstimmig gewählt

Da der Präsident den Aufsichtsrat bereits am Wochenende über seine Rücktrittspläne informierte, ernannte dieser Seinschs Stellvertreter  Klaus Hofmann einstimmig zum Nachfolger im Amt des  Vorstandsvorsitzenden. Der 47 Jahre alte Hofmann ist Unternehmer und seit zwei Jahren im Club. "Alles was wir hier tun, muss im Schulterschluss mit Verein und Fans getan werden. Dann sind wir erfolgreich", sagte Hofmann vor insgesamt 600 stimmberechtigten Mitgliedern. 

Seinsch hatte den Verein seit über 14 Jahren angeführt. In dieser Zeit bewerkstelligte der Club den Aufstieg in die Bundesliga und den  Bau der neuen Arena.

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Als Gründe für den Rücktritt nannte Seinsch Gesundheit und Alter: "Ich bin schon ein alter Sack." Seinsch sagte über Hofmann, dass er ein idealer Nachfolger sei. "Mich seid ihr jetzt los, ihr kriegt einen jungen, gut aussehenden Mann", sagte Seinsch weiter.

Seinsch seit 2000 Vorstandsvorsitzender des FCA

Walther Seinsch war seit dem Jahr 2000 Vorstandsvorsitzender des FCA. Er stieg beim Traditionsverein ein, nachdem er sich aus seinem ursprünglichen Metier, der Textilbranche, zurückgezogen hatte.

Unter seiner Führung und mit seinen Investitionen stieg der Verein innerhalb eines Jahrzehnts bis in die erste Liga auf und konnte sich den Traum von einer neuen Fußballarena erfüllen. Am Bau der SGL-Arena war Seinsch maßgeblich beteiligt

Kurz nach dem Aufstieg 2011 hatte Seinsch schon einmal über einen Rücktritt wegen Depressionen nachgedacht, damals entschied er sich aber für einen Verbleib.

Seinsch begann mit 14 Jahren seine erfolgreiche berufliche Karriere in der Bekleidungsindustrie mit einer Lehre beim Kaufhof-Konzern. Später machte er sich selbstständig. Er war Mitbegründer des Textildiscounters Takko und bis 1998 Geschäftsführer bei Kik. 1998 verkaufte er seine Anteile an beiden Unternehmen und verabschiedete sich aus dem Berufsleben. Er zog mit seiner Familie an den Bodensee.

Die Ruhe hielt jedoch nur, bis der FC Augsburg Seinsch um Hilfe rief. Damals war der Traditionsverein finanziell angeschlagen und spielte in der vierten Liga. Ende 2009 wurde offiziell, dass sich Seinsch eine „Auszeit“ nimmt. Dem Verein den Rücken gekehrt hat er allerdings nie. Er zog sich zwar zurück, vornehmlich nach Münster, einem seiner Wohnsitze. Aber er hielt – meist per Fax – immer die Verbindung nach Augsburg.

Walther Seinsch ist verheiratet und hat neun Kinder. Sechs davon sind adoptiert.

Applaus für Weinzierl und Reuter

Die Spieler und die sportliche Führung um Weinzierl und Manager Stefan Reuter erhielten für das abgelaufene Jahr großen Applaus. Das vergangene Jahr beendeten die Schwaben auf Rang acht - zur  Europa-League-Teilnahme fehlte lediglich ein einziger Punkt. 

Auch finanziell konnte der FC Augsburg Positives vermelden. Der kaufmännische Geschäftsführer Peter Bircks meldete für das vergangene Jahr einen Gewinn von 2,028 Millionen Euro. "Es war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der KGaA", sagte Bircks. Mit einer deutlichen Mehrheit beschlossen die Mitglieder zudem, die Jugendmannschaften U17, U19 und U23 aus dem "Eingetragenen Verein" auszugliedern und in der "Kommanditgesellschaft auf Aktien" einzugliedern. Diese habe "vor allem steuerliche Gründe", erklärte  Bircks. AZ/dpa

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