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FC Augsburg

29.11.2020

FCA-Einzelkritik: Nur Vargas überzeugt in der Offensive

Der Ausgleich für den FC Augsburg: Ruben Vargas erzielt das 1:1 gegen den SC Freiburg.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Plus Gegen den SC Freiburg vollbringt der FC Augsburg in eigenem Ballbesitz selten Produktives. Diese Noten verdienen sich die Profis des Fußball-Bundesligisten.

Mit einem Erfolg hätte sich der FC Augsburg in der oberen Hälfte der Tabelle festsetzen können, gegen den SC Freiburg verpasst er diese Gelegenheit aber. Am Ende trennen sich beide Teams 1:1. Vor allem in eigenem Ballbesitz enttäuscht die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich. Die Profis in der Einzelkritik.

Rafal Gikiewicz: Erwies sich in den vergangenen Wochen als starker Rückhalt. Fiel in der ersten Hälfte vor allem dadurch auf, dass er den Ball nach Rückpässen unkontrolliert wegschlug. Mit den Armen hingegen sicher. Beim Gegentreffer traf ihn keine Schuld. Note 3,0

Robert Gumny: Rückte für den gesperrten Raphael Framberger in die Startelf. Wird diesen Platz aber wieder in Hoffenheim räumen müssen, nachdem er eine enttäuschende Leistung zeigte. Der erfahrene Freiburger Grifo narrte den U21-Nationalspieler Polens wiederholt. Weil ihm ein Platzverweis drohte, nahm ihn Herrlich in der Pause vom Feld. Note 5,0

Jeffrey Gouweleeuw: Sah sich in der ersten Hälfte starkem Gegnerdruck ausgesetzt, weil die Freiburger aggressiv anliefen. Selbst dem Ruhepol in Augsburgs Abwehr blieb nichts anderes übrig, als den Ball wegzuschlagen. Agierte in der zweiten Hälfte agiler und beteiligte sich nach dem Rückstand aktiver am Spielaufbau. Note 3,0

Felix Uduokhai: In Luftduellen ist der Hüne kaum zu überwinden, am Boden hatte der Innenverteidiger Probleme mit den wendigen Freiburger Angreifern. Zumindest hinderte er diese erfolgreich an gezielten Torabschlüssen. In Ballbesitz fehlt ihm mitunter der Mut, Pässe in die Tiefe zu spielen. Note 3,0

Iago: Kam in der ersten Hälfte nicht mit dem Freiburger System und dem Außenbahnspieler Jonathan Schmid zurecht. Sah sich unter Stress oft genötigt, den Ball wegzuschlegeln. Ließ wiederholt zu viel Platz zu seinen Gegenspielern, symptomatisch dafür war Freiburgs Treffer. Höfler rannte Iago einfach davon. Note 4,5

Rani Khedira: Zeigte einmal mehr, wo er seine Stärken und seine Schwächen hat. Überzeugte als Organisator bei gegnerischem Ballbesitz, enttäuschte als Spieleröffner. Suchte selten den Pass in die Spitze, beschränkte sich auf Quer- und Rückpässe. Impulse für das Offensivspiel blieb er schuldig. Note 4,5

Tobias Strobl: Hat sich im defensiven Mittelfeld festgespielt und spielt dort zunehmend selbstbewusster. Bemühte sich um den Spielaufbau und unterstützte bei Angriffen die offensiven Mitspieler. Behauptete Bälle unter Druck und verbuchte eine ordentliche Zweikampf- und Passquote für sich. Note 3,0

Daniel Caligiuri: Freiburgs Trainer Streich bedauerte vor dem Spiel, dass er sich nicht intensiver um Caligiuri bemüht hatte. Der Spieler blieb diesmal schuldig, warum er so begehrt war. Begann als Offensivspieler, dem selten Konstruktives im Angriff gelang. Übernahm in Hälfte zwei den Part als Rechtsverteidiger. Verschätzte sich entscheidend vor dem 0:1 und wurde obendrein getunnelt. Note 5,0

Ruben Vargas: Ein Branchenportal hat ihn jüngst mit einem Marktwert von 13 Millionen Euro als wertvollsten Spieler des FCA ausgewiesen. Als Bestätigung diente das Spiel gegen Freiburg. Mit seinem Tempo und seiner Technik sorgte er für offensive Lichtblicke. Bleibt einer der wenigen Augsburger, der sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen kann. Wer außer ihm hätte den Ausgleich erzielen sollen. Note 2,0

André Hahn: Stand zum siebten Mal in dieser Saison in der Startelf. Legte einen engagierten Auftritt hin und verbuchte zwei der wenigen Torchancen für sich. Seinen Abschlüssen fehlte allerdings Wucht und Präzision. Darüber hinaus selten ins Spiel eingebunden, weil die Freiburger ihm keine Räume ließen. Note 3,5

Florian Niederlechner: Wollte gegen seinen ehemaligen Klub seinen ersten Saisontreffer erzielen. War von diesem Erfolgserlebnis allerdings ebensoweit entfernt wie sein Torhüter Gikiewicz. Hatte eine schwache Zweikampfquote und war seltenst an Offensivaktionen beteiligt. Dass ihm Selbstvertrauen fehlt, war nicht zu übersehen. Note 5,0

Marco Richter (46. Minute für Gumny): Erstmals in dieser Saison ging seine Spielzeit über einen Kurzeinsatz hinaus. Sollte in der zweiten Hälfte das Offensivspiel beleben. Dies gelang dem ehemaligen U21-Nationalspieler. Bereitete mit einem abgefälschten Flankenwechsel den Ausgleich vor und verpasste ein paar Minuten später mit einem Linksschuss die Führung. Note 2,5

Michael Gregoritsch (73. für Khedira): In den ersten Saisonspielen zählte der Österreicher zum Stammpersonal, inzwischen ist er Ersatzspieler. Hätte Werbung in eigener Sache betreiben können, aber Mitspieler Uduokhai verhinderte unfreiwillig per Kopf den möglichen Ausgleich. Darüber hinaus keine gefährliche Aktion vor dem Tor.

Carlos Gruezo (82. für Niederlechner): Kam ins Spiel, um das defensive Mittelfeld wieder mit zwei Akteuren zu besetzen. Agierte gewohnt bissig in den Zweikämpfen, trat darüber hinaus in den verbleibenden zehn Minuten nicht in Erscheinung.

Benotet werden Spieler, die mindestens 30 Minuten im Einsatz waren.

Lesen Sie auch die Stimmen zum Spiel: Ruben Vargas: "Offensiv hätten wir es besser machen können"

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