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FCA-Funktionär
05.10.2016

Steigt Walther Seinsch bei Drittligist Preußen Münster ein?

Walther Seinsch, Förderer des FC Augsburg, berät den Drittligisten Preußen Münster.
Foto: Silvio Wyszengrad

Den FC Augsburg machte er wieder erfolgreich, nun berät Walther Seinsch Preußen Münster. Steigt er auch bei dem westfälischen Drittligisten ein?

Beim FC Augsburg steht Walther Seinsch für sportlichen und wirtschaftlichen Aufstieg. 14 Jahre lang stand er an der Spitze des Bundesligisten, investierte in diesem Zeitraum rund 50 Millionen Euro und führte den Klub aus der Tristesse der Bayernliga auf die glitzernde Bühne Bundesliga.

Ende 2014 hatte Seinsch überraschend seinen Rücktritt als Vorstandsvorsitzender erklärt und sein Amt an seinen Stellvertreter und jetzigen Präsidenten Klaus Hofmann übergeben. Im Dezember 2015 wurde Seinsch auf der Jahreshauptversammlung des FCA zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Seinsch: Strebe keinen Sitz im Präsidium oder Aufsichtsrat an

Seinsch hat in der Textilbranche viel Geld verdient und kann sich für Fußball begeistern. Dass er mit dem FCA seine Ziele erreicht hat – unter anderem den Stadionneubau an der B17 –, scheint seinen Tatendrang nicht gestoppt zu haben. Die Westfälischen Nachrichten berichten jedenfalls, dass der Einstieg des 74-Jährigen beim Drittligisten Preußen Münster unmittelbar bevorsteht.

Unlängst hatte Seinsch im Gespräch mit der Zeitung erklärt, er strebe keinen Vorsitz oder eine Stellvertretung in Präsidium oder Aufsichtsrat an, sehe sich aber in der Rolle des Beraters. Und: Eine Mannschaft würde er gerade zusammenstellen. In diesem Kontext fallen die Namen von Joachim Terhaar, der von 1989 bis 1991 54 Partien in der 2. Bundesliga für Preußen Münster absolvierte, sowie der von Rechtsanwalt Frank Westermann. Letztgenannter leitete die letzte Jahreshauptversammlung im Dezember 2015 beim SC Preußen.

Preußen Münster steht in der dritten Liga derzeit auf dem vorletzten Platz

Der Verein kommt in der jüngsten Vergangenheit nicht zur Ruhe. Klub-Chef Georg Krimphove hat Anfang Juli seinen Rückzug zum Jahresende bekannt gegeben, auch Mike Schmitz (Finanzen) wird aus dem fünfköpfigen Gremium ausscheiden. Mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden Thomas Bäumer sagt auch der mächtigste Mann im Kontrollgremium „Ade“. Mit Fabian Roberg soll dessen Nachfolger bereit stehen. Zudem hinkt Preußen Münster hinter den sportlichen Erwartungen hinterher, in der 3. Liga steht der Klub mit sieben Punkten aus zehn Spielen auf dem vorletzten Platz. Am Dienstag trennte er sich daher von Trainer Horst Steffen.

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Im Preußen-Umfeld wird davon ausgegangen, dass die potenziellen Entscheider von morgen bereits in Prozesse wie die Trainerentlassung eingebunden wurden. Einer von ihnen soll Seinsch sein.

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