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FC Augsburg

20.02.2021

FCA-Kapitän Gouweleeuw fordert dringend Punkte

Jeffrey Gouweleeuw (Mitte) im Gespräch mit Torwart Rafal Gikiewicz, links ist Reece Oxford zu sehen.
Bild: Timo Groothuis, Witters

Plus Jeffrey Gouweleeuw ist von der Qualität des FC Augsburg überzeugt. Um die schwache Bilanz gegen Leverkusen zu verbessern, braucht es Mut und Überzeugung.

Jeffrey Gouweleeuw hat sich das Spiel nicht angeschaut. Am Donnerstagabend lief beim Kapitän des FC Augsburg kein Fußball auf dem Bildschirm. Zumindest nicht die Partie von Bayer Leverkusen in der Europa League in Bern. 3:4 haben die Leverkusener in der Schweiz verloren, es war Anschauungsunterricht, wie die Mannschaft von Peter Bosz zu packen ist. Dem FC Augsburg ist das in der mittlerweile zehnjährigen Bundesliga-Geschichte noch nie gelungen. Am Sonntag (13.30 Uhr/DAZN) folgt der nächste Anlauf.

FCA-Kapitän rätselt über Negativserie gegen Leverkusen

Gouweleeuw steht nun seit fünf Jahren beim FCA unter Vertrag, 2016 war er von AZ Alkmaar nach Augsburg gekommen. Der Kapitän hat also schon viele Versuche miterlebt, gegen Leverkusen endlich zu gewinnen. Gelungen ist das noch nicht, Gouweleeuw kann sich auch nicht so recht erklären, warum. „Ein paar Mal war es knapp. Jetzt wird es Zeit, dass wir das am Sonntag ändern“, sagte der Niederländer. Gegen Bayern München oder Borussia Dortmund habe es ja auch schon mit Siegen geklappt. Warum also nicht auch gegen Leverkusen, das sich derzeit alles andere als stabil präsentiert. Wenngleich FCA-Trainer Heiko Herrlich nach wie vor von den Qualitäten seiner Ex-Mannschaft überzeugt ist. „Es werden schwierige Momente auf uns zukommen. Leverkusen verfügt über eine enorme Geschwindigkeit und technische Präzision“, sagte Herrlich. Da sei es wichtig, dass „wir versuchen, mit unseren Tugenden dagegenzuhalten und alles, was wir machen, zu 100 Prozent machen“.

Ein FCA-Sieg hätte mehrere positive Folgen

Eine Einstellung, die Gouweleeuw immer verinnerlicht hat. Der Kapitän ist ehrgeizig, aber auch kritisch. Ihm gefällt die aktuelle Phase mit sechs Niederlagen aus sieben Spielen natürlich nicht. Wie keinem beim FCA. „Wir sind natürlich nicht zufrieden mit den vergangenen Spielen“, sagte Gouweleeuw. Umso wichtiger sei es, am Sonntag zu gewinnen. Das hätte gleich mehrere positive Folgen: Die Sieglosserie gegen Bayer wäre zu Ende, der Negativlauf gestoppt und der große Druck erst einmal verschwunden. „Es wird Zeit, dass wir punkten“, forderte denn auch der Kapitän.

In der Schlussphase beim 1:2 in Leipzig habe die Mannschaft ihre Qualitäten gezeigt. Allerdings erst in der Schlussviertelstunde und nach einem 0:2-Rückstand. „Jetzt wird es Zeit, dass wir eine solche Leistung über 90 Minuten zeigen“, forderte Gouweleeuw. Und: „Wenn uns das gelingt, bin ich überzeugt, dass wir noch viele Punkte holen.“ Dabei sei es wichtig, weniger auf die Konkurrenz als vielmehr auf die eigenen Leistungen zu schauen. Denn noch haben die Augsburger vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und damit das Geschehen im Kampf gegen den Abstieg in den eigenen Händen. „Wir müssen von unseren Qualitäten und Stärken überzeugt sein. Wir dürfen nicht nur in den letzten 20 oder 30 Minuten gut spielen, das reicht nicht. Wir müssen von Anfang an den Glauben und das Selbstvertrauen haben“, sagte Gouweleeuw. Er machte unmissverständlich klar: „Wir brauchen Punkte, dessen muss sich jeder bewusst sein. Wir haben die Qualität in der Mannschaft.“

Der Druck darf beim FC Augsburg keine Ausrede sein

Der Druck auf die Mannschaft und den Trainer dürfe keine Ausrede sein. „Der Druck war schon immer da. Ich bin das beim FCA nicht anders gewohnt“, sagte der Kapitän. Das wichtigste sei nun, wieder erfolgreich zu sein. Defensive Stabilität wird dabei wohl wieder entscheidend sein. Das forderte auch Heiko Herrlich – ein weiteres Mal. Offensivaktionen scheinen bei ihm in der jetzigen Phase nicht den entscheidenden Charakter zu haben. Der Trainer ist sich dennoch bewusst, dass im eigenen Ballbesitz dringend Fortschritte nötig sind. „Gerade was technische Dinge wie Ballan- und mitnahme angeht, müssen wir uns verbessern, um mehr Gefahr auszustrahlen“, sagte Herrlich. Vor allem im Blick auf die bald anstehenden Partien in Mainz und bei Hertha BSC. Vornehmlich aber wird es wohl am Sonntag darauf ankommen, dass Gouweleeuw und seine Nebenleute den Leverkusenern den Weg zum eigenen Tor so schwierig wie möglich gestalten.

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20.02.2021

Die berechtigte Frage vorneweg: Kommt die Initialzündung ausgerechnet gegen den Angstgegner, im zweiundzwanzigsten Versuch?
Würde man einen Tipp gegen Bayer 04 abgeben dann wäre ein Sieg wohl der Kamikaze-Tipp, eine Niederlage das wahrscheinlichste Szenario.
Aber wie die jüngste Vergangenheit uns gezeigt hat machbar ist einiges, Leverkusen hat ausgerechnet gegen Mainz gepatzt, trotz einer Zweitoreführung. In der Euro League bekamen sie vier eingeschenkt, das sollte uns mutiger machen. Die Werkself steht richtig unter Druck, wir auch, mal schaun was mit Leidenschaft drin ist.
Für unsern Klub gilt immer noch, im Spiel nach vorne nichts Neues in Kummerland. Neuverpflichtung Benes bisher noch nicht angekommen.
Fakt ist, solange das Vakuum zwischen Abwehr und Angriff Bestand hat werden wir immense Probleme haben ein Spiel aufzuziehen. Was einigen Aktiven vor allem fehlt ist die Ruhe am Ball, die daraus resultierenden Ballverluste verstärken dann die Unsicherheit im Team.
Eines bleibt aber festzuhalten, wo soll das hinführen wenn ich ständig nur im Rückblick auf eine Halbzeit, da gute 20 Minuten, usw., verweisen muss und ansonsten bleibt die Mannschaft alles schuldig.
Gegen die Bayerelf erwarte ich endlich einen engagierten Auftritt und das vom Anpfiff weg. Was zählt sind Punkte, das ist die Realität.
DAZN titelt: Abstiegskampf statt Anfield Road, tja, es war einmal

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