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FC Augsburg

09.07.2019

FCA-Manager Reuter: So half Jan Moravek beim Transfer von Marek Suchy

FCA-Manager Stefan Reuter geht fest davon aus, dass Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch beim FC Augsburg bleiben.
Bild: Annegret Hilse (dpa)

Plus Stefan Reuter geht zur Zeit davon aus, dass Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch beim FC Augsburg bleiben. Was der FCA-Manager über Neuzugang Suchy sagt.

Er ist der wohl prominenteste Neuzugang des FC Augsburg in dieser Transferperiode: Marek Suchy. Der 31-Jährige war zuletzt sowohl Kapitän in  der tschechischen Nationalmannschaft als auch bei seinem vorherigen Klub, dem FC Basel. Der Innenverteidiger kommt mit der Erfahrung von 41 Länderspielen für sein Land, lief zudem 102 Mal in Champions League und Europa League auf. Deutsch spricht er wegen seiner vorherigen Station in Basel bereits.

Jan Moravek, hier beim Trainingsauftakt des FCA, hat dem Klub bei der Verpflichtung seines Landsmannes Marek Suchy geholfen.
Bild: Ulrich Wagner

Stefan Reuter: Jan Moravek hat dem FCA beim Suchy-Transfer geholfen

Dementsprechend glücklich ist FCA-Manager Stefan Reuter über das Zustandekommen des Transfers: "Wir sind super happy, dass das geklappt hat. Er ist ein sehr erfahrener Innenverteidiger und auch als Typ eine richtige Persönlichkeit. Er wird uns gut tun." Erfreulich an dem Deal: Suchy kam ablösefrei aus Basel, weil sein Vertrag bei dem Schweizer Top-Klub auslief. Das bedeutet auch: Suchy konnte sich frei aussuchen, wo er unterschreibt. Dass er sich für den FCA entschied, liegt auch am FCA-Spieler Jan Moravek, der wie Suchy Tscheche ist. Das sagte FCA-Manager Stefan Reuter unserer Redaktion.

Reuter verriet: "Jan Moravek hat mit Suchy ein Gespräch geführt, in dem er ihm erzählt hat, wie wohl er sich in Augsburg fühlt. Moravek hat ihm unheimlich viel Positives über die Stadt berichtet." Tschechische Werbung für den FCA sozusagen! Seit Januar 2012 spielt Suchys Landsmann Moravek beim FC Augsburg und erst kürzlich bis 2022 verlängert. Wichtig für den Familienmensch Suchy, der eine siebenjährige Tochter mitbringt, sei es auch gewesen, dass es in Gersthofen eine internationale Schule gibt, sagt Reuter.

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Reuter: "Es war ein Rucksack der österreichischen Nationalmannschaft"

Suchy ist da, wenn auch noch nicht im Training, doch zwei Spieler stehen, von außen betrachtet, kurz vor dem Absprung: Martin Hinteregger und Michael Gregoritsch.

Bei Eintracht Frankfurt scheint man von einer Rückkehr des Österreichers überzeugt zu sein. Die Eintracht hält seine bisherige Rückennummer  frei.  Für Reuter  ist das "Geplänkel".  Auch als er von der  angeblichen "Rucksack-Provokation" von Hinteregger erfuhr, blieb der Manager gelassen. Die Bild hatte berichtet, dass Hinteregger mit einem Eintracht-Rucksack am Montag zum ersten Training nach seinem Urlaub erschienen sei. Reuter fragte aber erst einmal selbst bei  Hinteregger nach und gab Entwarnung. Reuter gegenüber unserer Zeitung: "Hinti hat mir gesagt, dass es ein Rucksack der österreichischen Nationalmannschaft war. Auch der hat einen Adler hinten drauf."

Dennoch würde Hinteregger wohl gerne nach Frankfurt zurückkehren. Mit Eintracht ist er sich wohl einig. Genau das wird auch bei  Michael  Gregoritsch  und  Werder Bremen lanciert.  Doch der Weser-Kurier  sieht das ganz anders. Es gäbe keine Einigung. Über Zahlen sei zwar grob gesprochen worden, es gäbe aber kein ausgearbeitetes Vertragswerk. Stand jetzt sei es sehr unwahrscheinlich, dass der Wechsel bis zum Ende der Transferperiode überhaupt zustande kommt.
Spekulationen hin oder her, Knackpunkt in beiden Fällen ist die Ablöseforderung des FCA. Bei beiden Spielern stellt sich der FCA eine Ablöse von etwa 15 Millionen Euro vor, doch Bremen und Frankfurt wollen jeweils deutlich weniger  lockermachen.

FCA
8 Bilder
So lief das erste Training von Martin Hinteregger beim FCA
Bild: Ulrich Wagner

Zu beiden Spielern befragt, sagt Reuter: "Da gibt es keinen neuen Sachstand." Mit Frankfurt herrscht in Sachen Hinteregger gerade "Funkstille". Die Vertragssituation ist klar: "Hinti ist ein Spieler von uns." Dass der Österreicher wieder für den FCA wichtig werden kann, davon ist Reuter überzeugt: "Er muss sich wohlfühlen, und er hat sich bei uns auch wohlgefühlt."

Manuel Baum, mit dem sich Hintereggger verkracht hat, ist nicht mehr beim FCA. Reuter betont, dass die Differenzen mit dem 26-Jährigen ausgeräumt sind. Auch FCA-Präsident Klaus Hofmann betonte im Interview mit unserer Redaktion: "Martin ist ein erstklassiger Spieler. (...)  Von daher kann ich mir es sehr gut vorstellen, dass er wieder eine Säule des FC Augsburg wird."

Immerhin: Sollte Hinteregger gehen, könnte auch Rechtsfuß Suchy auf die linke Innenverteidiger-Position rücken. Reuter: "Das hat er in der Nationalmannschaft auch schon gespielt."

Auch Michael Gregoritsch (dritter von rechts) trainiert wieder beim FCA.
Bild: Robert Götz

Bei Gregoritsch, an dem Werder Bremen baggert, sieht Reuter keinen Handlungsbedarf: "Er ist ein Spieler von uns und hat wie Hinteregger einen langfristigen Vertrag."

Zur Frage, ob Gregoritsch und Hinteregger gedanklich noch zu 100 Prozent beim FCA sind, antwortete Reuter, der beide Spieler am Dienstag beim Vormittagstraining beobachte, klipp und klar: "Ja. Sie machen einen guten Eindruck." (eisl, ötz)

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