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FC Augsburg

25.08.2019

FCA-Neuzugänge Lichtsteiner und Jedvaj: Zwei Debüts, ein Patzer

FCA / FC Augsburg - Union Berlin 1:1 in der WWK Arena in Augsburg. Bild: Ulrich Wagner Stephan Lichtsteiner, Tin Jedvaj und Rani Khedira

Stephan Lichtsteiner und Tin Jedvaj spielen gegen Union Berlin erstmals im Trikot des FCA. Beide bekommen nach der Partie Lob von Manager Reuter - trotz eines Fehlers.

So richtig Lust auf die Reporter hatte Stephan Lichtsteiner nicht. „Ja, kurz können wir das schon machen. So zwei oder drei Fragen“, entgegnete der 35-jährige Schweizer den wartenden Journalisten die vor ihm standen. Man sah dem Abwehrspieler an, dass er mit dem Verlauf des Nachmittags nicht ganz zufrieden war. Möglich, dass Lichtsteiner, der noch im Juli dieses Jahres für den FC Arsenal London spielte, bisher ein anderes Niveau gewöhnt war. Besonders hoch war dieses beim 1:1 zwischen dem FC Augsburg und dem Aufsteiger Union Berlin schließlich nicht.

Lichtsteiner war bei seinem Debüt für den FC Augsburg etwas eingerostet

„Ich bin enttäuscht, dass wir die drei Punkte nicht behalten konnten“, meinte Lichtsteiner. Der Verteidiger konnte auch erklären, warum das nicht geklappt hat: „Nach unserer Führung und nachdem wir die Chance zum 2:0 hatten, sah es lange gut aus für uns, aber dann haben wir den Faden verloren und das 1:1 bekommen und dann konnten wir nicht mehr umschalten.“

Dennoch - Lichtsteiner merkte man schon an, dass er bis vor der vergangenen Woche, mehrere Wochen an keinem Mannschaftstraining mehr teilgenommen hat. Von Trainer Martin Schmidt wurde er mehr oder weniger gleich ins kalte Wasser geworfen. „Das war für mich schon eine große Herausforderung. Die Beine waren noch nicht da, wie sie sein sollten, für so ein Spiel.“

Gefreut hat sich Lichtsteiner dennoch. Und zwar über seinen Teamkollegen Ruben Vargas, der das 1:0 erzielte. Dabei ist Vargas schon mehr als ein Teamkollege. Sowohl der 35-jährige Lichtsteiner, wie auch der 21-jährige Vargas stammen aus Adligenswil bei Luzern. Einem Ort mit 5343 Einwohnern. Die Eltern der beiden kennen sich und für den kleinen Ruben war der große Stephan, der für Klubs wie Juventus Turin oder Arsenal London spielte, immer ein Vorbild. „Natürlich freut es mich für ihn. Er hat ein gutes Match gemacht und sich diesen Treffer verdient. Das ist eine tolle Sache“, sagte der grinsende Lichtsteiner.

FCA-Neuzugänge Lichtsteiner und Vargas verbindet viel

Für Vargas, der vor dieser Saison vom FC Luzern kam, ist das schon etwas Besonderes, jetzt mit Lichtsteiner in einem Team zu spielen: „Unsere Eltern kannten sich ja. Das Dorf ist ja nicht sehr groß. Stephan kannte mich aber nicht. Als ich mit Fußball begann, war er ja schon bei Lazio Rom. Ich war schon etwas baff, als ich gehört habe, dass er auch nach Augsburg kommt.“ Für Vargas ist Lichtsteiner eine absolute Verstärkung: „Er tut mir und der Mannschaft gut.“

Ansonsten gibt sich Vargas eher demütig: „Ich freue mich über jede Minute Einsatzzeit, die ich bekomme. Für mich persönlich ist es gut, dass ich getroffen habe, aber die Mannschaft steht im Vordergrund.“ Für seine Auswechslung hat er Verständnis: „Ich war schon ein bisschen platt und wir haben ja auf der Bank Spieler, die einen weiteren Input reinbringen können.“

Nicht nur Lichtsteiner feierte seinen Einstand beim 1:1 gegen Union, auch Tin Jedvaj, der von Bayer Leverkusen ausgeliehen wurde, gab sein Debüt im Trikot des FCA. Lange Zeit bot er eine gute Vorstellung, doch in den letzten 20 Minuten verlor auch er den Faden. Ein „Patzer“ von ihm führte sogar zum 1:1. Dennoch gab ihm Trainer Martin Schmidt nicht die alleinige schuld: „Da hat dann schon die Absicherung auch gefehlt.“ Manager Stefan Reuter nahm Jedvaj ebenfalls in Schutz: „Das wird es immer geben. Da steht eine Mannschaft auf dem Platz. Wenn so ein Fehler passiert, muss eine bessere Restverteidigung da sein. Da darf dann nicht Union allein auf unser Tor laufen.“

Generell wollte Reuter sowohl über Jedvaj wie auch über Lichtsteiner nicht viel meckern: „Über weite Strecken haben beide sehr gut gespielt. Wir haben Qualität dazu bekommen und wir können glücklich sein, dass sich die beiden für den FCA entschieden haben.“

Dass dieses Duo relativ spät verpflichtet wurde, begründet Reuter wie folgt: „Wir wollten beide schon länger, aber wie Sie wissen geht es nicht immer so schnell, wie man es sich wünscht.“

Lesen Sie dazu auch unsere Einzelkritik: Nur ein Neuzugang des FCA hat geliefert

Lust auf noch mehr Fußball? Dann hören Sie sich hier unseren Podcast mit FCA-Kapitän Daniel Baier an: <

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26.08.2019

Das, nach der 1:5 Schlappe gegen Dortmund, von Trainer Martin Schmidt zum "richtigen Saisonstart" apostrophierte Heimspiel gegen Union Berlin, war letztlich genauso höchst durchwachsen, wie die beiden Debüts von Lichtsteiner und Jedvaj im FCA-Dress.

LICHTSTEINER:
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Der in die Jahre gekommene Schweizer Nationalspieler konnte froh sein, dass sein Nachtreten im Liegen gegen Bülter nicht mit einer möglichen roten Karte sanktioniert wurde.

Die vermeintliche Großchance des eingewechselten Sebastian Polter war letztlich ein Kopfball von Lichtsteiner, der beinahe zum Eigentor geführt hätte, wenn Koubek ihn nicht noch von der Linie "gekratzt" hätte.

Lichtsteiners Abwehrverhalten in der 78. Spielminute gegen Lenz, dessen Schuss nur den Pfosten traf, ist schon äußerst bedenklich. Außerhalb (!!) des Strafraums "verteidigt" er alibihaft mit hinter dem Rücken verschränkten Armen, indem er, anstatt den Schützen zu attackieren, ihm nur etwas entgegen läuft, um sich dann beim Schuss auch noch weg zu drehen.

Alles in allem nur ein sehr mäßiges Debüt von Stephan Lichtsteiner.


JEDVAJ:
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Die - lt. der Fußball Fachzeitschrift Kicker - bisherige Nummer 4 der Leverkusener Innenverteidiger konnte durch einen anfänglich recht souveränen und selbstbewussten Auftritt überzeugen.

Gegen Spielende ließ aber auch er erkennbar nach. Dies gipfelte in seinem "tödlichen Pass" im eigenen Mittelkreis direkt in die Füße des Unioners Andrich. Dieser böse Schnitzer leitete unmittelbar den Berliner Ausgleichstreffer ein.

Nicht nur aufgrund seines noch jungen Alters könnte der kroatische Nationalspieler eine sinnvolle Verstärkung der Augsburger Defensive werden. Es wäre durchaus wünschenswert, wenn Sport-GF Reuter es geschafft hätte, sich bei dem Leihgeschäft zusätzlich noch eine Kaufoption auf Tin Jedvaj zu sichern.







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25.08.2019

Vielleicht müssen sie aber wirklich erst einmal zusammenfinden, und von Niederlechner und Finnbogason - warum nicht auch mal als Doppelspitze? - ist doch sicher etwas zu erwarten.
Ich kann mir zum jetzigen Zeitpunkt noch kein Urteil über die Neuzugänge erlauben. Mit Ausnahme von Oxford, den ich letzte Saison schon live erleben "durfte". Es ist mir unverständlich, warum dieser Spieler gekauft wurde. Er steht mitunter auf dem Platz, als würde ihn das Ganze gare nichts angehen.

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25.08.2019

Die Abgänge von Stafi, Schmid, Danso, Hinteregger, Koo können die Neuzugänge bei weitem nicht kompensieren! Reuter meint, das wir Qualität hinzubekommen haben!
Ich denke, wir haben sehr viel Qualität verloren und mir tut der Trainer leid , weil er mit so einem schlechten Kader erfolgreich sein muss!
So eine „Baustelle“ hätten wir noch nie und ich befürchte in Bremen kann die angebliche neue Qualität auch keinen Blumentopf gewinnen!
Natürlich würde ich mich freuen wenn ich falsch liege mit meiner Sicht der Dinge...

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