1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. FCA-Siegtreffer gegen Paderborn: Ein Traumtor, das für Ärger sorgt

FC Augsburg

10.11.2019

FCA-Siegtreffer gegen Paderborn: Ein Traumtor, das für Ärger sorgt

Mit einem Freistoß wie aus dem Bilderbuch schiss Philipp Max den FCA zum Sieg gegen Paderborn.
Bild: David Inderlied, dpa

Plus Der FCA gewinnt in Paderborn durch einen Freistoß wie aus dem Bilderbuch - mit einem Schönheitsfehler. Das Tor hätte nicht zählen dürfen, ist man sich in Paderborn sicher.

Dass der Ball nach seinem perfekt geschossenem Freistoß in 41. Minute nach einer Berührung mit einer Hintertor-Kamera sofort wieder aus dem Tor des SC Paderborn flog, war Meisterschütze Philipp Max herzlich egal. Er wollte einfach zusammen mit seinen Kollegen vom FC Augsburg sein wichtiges 1:0 feiern. Doch als er jubelnd abdrehte, fühlte er sich doch ziemlich allein gelassen. "Ich war am Anfang der Einzige, der gesehen hat, dass er drin war. Ich hab erst gedacht, was ist denn passiert. Dass der Ball an die Kamera geflogen ist, war mir ziemlich egal. Hauptsache, der Ball war drin."

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Finnbogason und Khedira standen zu nah an der Mauer

Aus FCA-Sicht war das sicher richtig. Denn es blieb der einzige Treffer beim hart umkämpften 1:0 (1:0)-Sieg in Paderborn. Es war der erste Auswärtssieg seit dem 14. April, als der FCA zum Amtsantritt von Martin Schmidt mit 3:1 in Frankfurt gewonnen hatte. Aus Paderborner Sicht war das erste Saisontor von Philipp Max aber schlichtweg irregulär. Sie monierten, dass Alfred Finnbogason und Rani Khedira unerlaubterweise in der Mauer gestanden seien, was seit dieser Saison verboten ist. In der Regel 13 des DFB-Regelwerkes "Freistöße", steht: "Bilden drei oder mehr Spieler des verteidigenden Teams eine Mauer, müssen alle Spieler des angreifenden Teams einen Abstand von mindestens einen Meter zur Mauer einhalten, bis der Ball im Spiel ist."

Was Steffen Baumgart, den Paderborner Trainer, besonders aufregte, war, dass der Video-Assist nicht eingegriffen hatte. Generell sei er ein Befürworter der Technik, sagte der 47-Jährige. Er mache den Fußball in vielen Situationen gerechter. Er könne aber nicht verstehen, warum das Tor nach seinen Informationen nicht überprüft worden sei. "Dass nicht geguckt wird, das stört mich. Es kann ja sein, der Schiedsrichter sagt, es ist alles korrekt, dann ist es ok. Aber es fällt ein Tor und wir gucken nicht mal."

FCA-Siegtreffer gegen Paderborn: Ein Traumtor, das für Ärger sorgt

Schiedsrichter Marco Fritz: "Das kann ich auf dem Platz nicht wahrnehmen"

Doch genau das durfte der Video-Assistent nach den offiziellen Auslegungen nicht. Der Schiedsrichter musste in diesem Fall selbst entscheiden und Schiedsrichter Marco Fritz entschied auf Tor. "Die Technologie gäbe es her, aber das Protokoll gibt es nicht her. Da darf der Videoschiedsrichter nicht eingreifen", erläuterte er später in der Mixed-Zone, nachdem er sich die Szene auch noch einmal angeschaut hatte. Warum er auf Tor entschieden hatte, begründete er so: "Ich habe eigentlich zwei Mauern zu begutachten. Ich muss auf die komplette Mauer schauen, dann schaue ich auf die zwei Spieler von Paderborn, die versetzt stehen, die aber regeltechnisch keine Mauer bilden. Dort dürfen sich die Augsburger Spieler also aufhalten." Er gab aber zu: "Ob sich dann ein Spieler zu früh zur Hauptmauer hinbewegt hat, das mag sein, dann war er vielleicht 60 Zentimeter weg, da kann man sich aufregen. Aber das kann ich auf dem Platz nicht wahrnehmen, das übersteigt meine Ressourcen."

FC Augsburg gegen SC Paderborn: Das sagen die Trainer um umstrittenen Tor

Der Paderborner Sport-Geschäftsführer Martin Przondziono hatte zuvor heftige Vorwürfe gegen den vierten Offiziellen Martin Thomsen erhoben. "Man kann ja einen Fehler machen als Schiri, aber wenn mir der vierte Offizielle – und das muss man echt mal in die Öffentlichkeit bringen – sagt, 'dann spielt ihr Blinden doch besser Fußball' in der Halbzeit, dann ist jetzt das Maß voll", sagte Przondziono und stampfte wütend davon.

FCA-Trainer Martin Schmidt nahm, wen wundert es, die ganze Diskussion gelassen hin: "Man wusste doch schon im Sommer, als man diese Regeländerung gelesen hat, wie willst du denn den Meter messen. Es ist eine Regel, die schwierig zu überprüfen ist." Allerdings nütze man schon aus, "dass man sich einen Meter weiter hinten hinstellen darf." Aber man spreche das nicht explizit vor dem Spiel an.

Lesen Sie dazu auch die Einzelkritik zum Spiel: Der FCA in der Einzelkritik: Note 1 für Torhüter Koubek

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

10.11.2019

Also jetzt findet also der Sportmann der AZ wieder das Haar in der Suppe, danke schön Herr Götz, endlich gewinnt der FCA und unser Heimatzeitungs Reporter hat nix besseres zu tun, als sich des Paderborner Zweifel an einem regulären Tor, laut Hauptschiedsrichter, anzuschließen! Herzlichen Glückwunsch!!

Permalink
10.11.2019

„Net g‘schimpft isch g‘lobt gnua.“

Permalink
10.11.2019

Meiner Meinung nach gibt es da eine Anweisung von oben nicht mehr so positiv über den Fca zu berichten....Negative Schlagzeilen verkauft sich halt besser als Positive

Permalink
10.11.2019

Es leben die "Verschwörungstheorien"
Im wohligen Biotop des "gallischen Dorfes" lebt es sich leichter - alle, die bösen Schiedsrichter, die unfailen Gegner, die DFL, der DFB, die Presse, der Sky-Kommentator, etc., einfach alle sind gegen uns.
Wie auf der Autobahn - lauter entgegenkommende Geisterfahrer.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren