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Stimmen zum Spiel

14.06.2020

FCA-Stürmer Niederlechner: "Darum lieben wir diesen Sport so"

Florian Niederlechner war beim 1:0-Sieg des FCA der Matchwinner.
Bild: Sven Hoppe, dpa (Archiv)

Nach dem Sieg in Mainz ist dem FC Augsburg der Klassenerhalt kaum noch zu nehmen. Dementsprechend erleichtert waren die Akteure nach der Partie. Die Stimmen.

Der FC Augsburg kämpft sich zu einem Auswärtssieg in Mainz, hat nun sieben Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Beim 1:0-Erfolg trifft Florian Niederlechner schon nach 43 Sekunden und beendet seine seit Februar andauernde Torflaute. Was er, seine Teamkollegen und die Verlierer aus Mainz zum Spiel sagen, lesen Sie hier.

Reaktionen FC Augsburg

Heiko Herrlich (Trainer): "Man hat ja gesehen, dass es ein richtiges Abstiegsduell war. Von der Psychologie war es wichtig, ein schnelles Tor zumachen. Dann hat man etwas zu verteidigen, da wird der Druck immer größer. Trotzdem haben Mainz und wir gleich viele Großchancen gehabt. Wir haben mit allem verteidigt, was wir auf dem Platz hatten. Wir hatten das Glück, das uns in Köln nicht vergönnt war."

Florian Niederlechner: "Das war ein unglaublich gutes Gefühl. Letzte Woche war ich noch der Depp, diese Woche bin ich der Held - das ist einfach das Schöne am Fußball, und darum lieben wir diesen Sport so. Wir sind positiv geblieben und haben heute alles reingeworfen. Mainz hat ein gutes Spiel gemacht. Der glückliche Sieger sind wir heute - aber das nehmen wir gerne mit. Ich glaube, dass es ein großer Schritt (zum Klassenerhalt) war. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen jetzt. Am Mittwoch ist ein wichtiges Spiel gegen Hoffenheim daheim - und da wollen wir es dann endgültig schaffen!"

Der Siegtreffer: Florian Niederlechner beendet seine Torflaute und trifft nach 43 Sekunden zum 1:0 gegen Mainz.

Felix Uduokhai: "Dieser Sieg ist enorm wichtig für unser Gefühl. Es war kein Glanz, aber das ist heute egal. Das Ziel war drei Punkte, das haben wir geschafft. Flo weiß, dass er ein guter Stürmer ist, es war nur eine Frage der Zeit, wann er wieder trifft. Für ihn freut es mich total. Ich hoffe, dass Taiwo Awoniyi nichts Schlimmeres passiert ist und dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Wir gehen in der Szene beide zum Ball und prallen dann unglücklich ineinander."

Jeffrey Gouweleeuw: "Es war ein ganz wichtiges Spiel. Es zählt nicht die Art und Weise, sondern nur die drei Punkte. Wir hatten in einigen Situationen das nötige Glück, aber wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Ich freue mich besonders für Flo, dass ihm nach langer Zeit wieder ein Treffer gelungen ist."

Philipp Max: "Die Brisanz dieses Spiels war vor der Partie allen klar. Es galt aus dem Herzen heraus Fußball zu spielen, das ist uns gelungen. Man muss der ganzen Mannschaft ein Kompliment machen, denn wir haben die frühe Führung konsequent verteidigt. Als Mainz zum Schluss alle großen Stürmer aufs Feld gebracht hat, gab es nochmal enge Situationen, aber wir haben den Sieg verdient über die Runden gebracht."

Reaktionen von Mainz 05

Achim Beierlorzer (Trainer): Nach nicht einmal 60 Sekunden sind wir 0:1 zurückgelegen. Das ist der denkbar schlechteste Start in einem Spiel, in dem so viele Emotionen sind. Wir müssen aus der Vielzahl der Torchancen, wir sprechen von 17 Torschüssen, etwas machen. Natürlich ist auch das Glück nicht dabei gewesen. Insgesamt ist es für uns brutal enttäuschend, weil wir viel mehr wollten. Man muss sich belohnen für so ein Spiel. Wir sind heute enttäuscht, doch dann blicken wir auf Mittwoch zum Spiel beim BVB. Es ist unheimlich wichtig, dass wir eine gute Leistung gezeigt haben, dass jeder es mit jeder Pore mache wollte. Wir sind noch drei Punkte vorneweg und haben es in der Hand. So eine Situation ist dennoch extrem schwierig, weil jeder gewinnen will, ob er im Abstiegskampf oder im Kampf um die Champions League steckt. Wichtig ist, dass wir ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert haben."

Mainz-Trainer Achim Beierlorzer war nach der Niederlage "brutal enttäuscht".
Bild: Odd Andersen, dpa

Karim Onisiwo: "Wir sind mit dem Gegentor in der ersten Minute schlecht reingekommen, wollten eigentlich von Anfang an da sein, das haben wir nicht geschafft. Dann haben wir erst einmal durchatmen müssen. Später haben wir uns langsam gefangen und auch Fußball gespielt und Chancen kreiert, aber wir haben es einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken. Es lang nicht an der einen Unaufmerksamkeit, dass wir hier heute verloren haben. Wir hatten genug Chancen nach dem Gegentor, wir haben in der zweiten Halbzeit noch versucht so viele Chancen wie möglich zu kreieren, aber wir haben den Ball einfach nicht drübergebracht. Und wenn du kein Tor schießt, kannst du nicht gewinnen."

Jeremiah St. Juste: "Dieses frühe Gegentor ist einfach unglaublich. Es ist nur eine Berührung. Aber sowas passiert. Wir waren in dem Moment nicht wach genug in der Abwehr, da müssen wir besser sein. Und wenn man dann auf die andere Seite schaut, müssen wir einfach eine dieser Chancen nutzen. Wir müssen Tore schießen. Wir hatten uns vorgenommen hinten die Null zu halten und das hat leider nicht geklappt. Wir müssen das in den nächsten Spielen besser machen. Wir wollten das Spiel für Taiwo gewinnen, aber leider haben wir das nicht geschafft."

Florian Müller: "Wir klären beim Gegentor den Ball, rücken aber nicht schnell genug raus und vergessen dabei Flo Niederlechner im Rücken. Er trifft den Ball nicht richtig, aber genau so, dass er reingeht. Bitter, dass wir diese Situation am Anfang verpennt haben. Wir haben danach ein gutes Spiel gemacht, alles reingehauen und viele Torchancen erspielt, uns aber nicht belohnt. Deswegen ist es extrem bitter."

Daniel Brosinski: "Wir hatten das Spiel im Griff und es ist eigentlich Wahnsinn, dass wir heute kein Tor schießen. Wir haben drei, vier richtig gute Torchancen gehabt, aber leider das Ding nicht über die Linie gebracht. Der Wille war da, man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, außer, dass wir kein Tor geschossen haben." (Quellen: mainz05.de, fca.de, dpa, AZ)

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