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FC Augsburg

05.11.2019

FCA-Trainer Schmidt: "Machen immer noch zu viele Fehler"

Zwei Mal lag Augsburg vorne. Trotzdem steht am Ende eine Niederlage gegen Schalke auf der Anzeigentafel.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Weil der hohe Aufwand gegen Schalke nicht belohnt wird, steht der FCA nun in der Bundesliga gewaltig unter Druck. Martin Schmidt versucht dennoch, Positives hervorzuheben.

Als die Spieler und die Verantwortlichen des FC Augsburg über das Geschehene sprechen sollten, war ihnen die Enttäuschung anzumerken. Alles andere hätte verwundert, derart bitter war die Begegnung mit Schalke 04 verlaufen. Einmal mehr hatte der FCA einen engagierten Auftritt hingelegt, der Hoffnungen im Abstiegskampf schürte. Während der Fußball-Bundesligist in der Anfangsphase dieser Spielzeit einen maladen Eindruck hinterlassen hatte – nichts passte zusammen, weder Spielweise noch Ergebnisse –, beweist er nun wöchentlich seine Konkurrenzfähigkeit. Zu beobachten gegen ein Schalker Team, das letztlich nicht wirklich erklären konnte, warum es Augsburgs Arena als 3:2-Sieger verließ.

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FCA-Trainer Martin Schmidt versucht, das Positive hervorzuheben

Entsprechend ernüchtert wirkte FCA-Trainer Martin Schmidt, der sich bemühte, das Positive hervorzuheben. So schwer es ihm an diesem verregneten Novemberabend auch fiel. Traurig sei er, dass man solche Spiele noch nicht gewinnen könnte, so der Schweizer. Verantwortlich machte er ein Stück weit das „Nichtglück“, das man auch hätte Pech nennen können. Stephan Lichtsteiner hatte den Ball per Kopf ins eigene Tor bugsiert, beim dritten Schalker Treffer legte Reece Oxford den Ball perfekt in den Lauf des Torschützen Amine Harit. Schmidts treffende Erkenntnis: „Wir machen immer noch zu viele Fehler, die uns Punkte kosten.“

Die Belohnung für eine engagierte Leistung blieb aus. In der ersten Hälfte begeisterte die Augsburger Mannschaft, erspielte sich Torchancen, verteidigte konsequent. Spürbar war der Wille, endlich den zweiten Saisonsieg zu holen, dem befreiende Wirkung im Kampf um den Ligaverbleib nachgesagt wurde. Statt gegen die potenten Teams aus München, Wolfsburg sowie Schalke unterzugehen, hatten die Augsburger erstaunlich ebenbürtig in den Partien mitgehalten.

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Schnelles, kraftvolles Spiel des FC Augsburg kostet ungemein Kraft

Dass es dennoch jeweils zu keinem dreifachen Punktgewinn reichte, bedingte indes nicht nur besagtes „Nichtglück“. Augsburgs Spielweise mit Gegnerdruck, Balleroberung und schnellem Gegenangriff kostet ungemein Kraft. Fehlt diese, wird es schwer. Und als die Spieler in der Halbzeit in der Kabine verschnauften, kündigten Daniel Baier und Marco Richter wegen Verletzungen an, in Bälde das Spielfeld verlassen zu müssen. In der ersten Hälfte waren es just diese beiden Akteure, die für das Augsburger Übergewicht standen.

Als Schmidt die beiden Protagonisten aus dem Spiel nahm – unter anderem beorderte der Trainer den Engländer Oxford aufs Feld, der später folgenschwer patzen sollte – und das System veränderte, verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Philipp Max sah einen Bruch im Spiel, den er nicht so recht erklären konnte. „Auf einmal fehlt die Zuordnung, wir geben das Spiel aus der Hand und verlieren.“

Der FCA verpasst gegen Schalke den Anschluss ans Tabellenmittelfeld

Augsburg verpasste somit das Erfolgserlebnis. Statt den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen, verharrt der Bundesligist bei sieben Punkten. FCA-Sportgeschäftsführer Stefan Reuter beschrieb seine Gefühlslage als Mischung aus Zuversicht, aber auch Besorgnis. „Wenn du ordentlich spielst und nicht punktest, ist das immer schwierig“, sagte er. Nach Begegnungen mit Teams aus der oberen Tabellenhälfte stehen nun Duelle gegen vermeintlich leichtere Kontrahenten an, nacheinander trifft der FCA auf Paderborn, Hertha BSC, Köln und Mainz. Reuter ist bewusst, dass die Erwartungshaltung in diesen Partien eine andere ist. Doch er warnt, indem er auf die Statistik gegen Aufsteiger verweist. Diese sei miserabel, so Reuter. Mit Blick auf die Partie in Paderborn betont FCA-Profi Max: „Wir wissen, dass wir dort gewinnen müssen. Das steht außer Frage.“

Lesen Sie auch den Kommentar zum 2:3 gegen Schalke: Nicht die Mannschaft, sondern der FCA-Trainer hat das Spiel verloren

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05.11.2019

30.000 Zusaxhauer im Stadion sind bei Schmidtchen Schleichers Einwechselung bei so einer umkämpften Partie erschrocken, und das spürt der Oxford. Es gibt Spieler die halten Druck aus, und andere nicht. Oxford ist keine coole Socke, sondern ein nervöseres sensibler , deswegen ungeeigneter Bundesligaprofi. Der Danso, Richter war und sind viel weiter.

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05.11.2019

„Wir machen immer noch zu viele Fehler, die uns Punkte kosten.“
In einem Wir-Satz ist normalerweise der Sprecher mit enthalten. Ich fürchte nur, Martin Schmidt meint mit "wir" nur die Spieler. An dieser Stelle wäre es für alle sehr hilfreich gewesen zuzugeben, dass die Einwechslungen der entscheidende Faktor für die Niederlage waren.

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05.11.2019

„Wir machen immer noch zu viele Fehler, die uns Punkte kosten.“
In einem Wir-Satz ist normalerweise der Sprecher mit enthalten. Ich fürchte nur, Martin Schmidt meint mit "wir" nur die Spieler. An dieser Stelle wäre es für alle sehr hilfreich gewesen zuzugeben, dass die Einwechslungen der entscheidende Faktor für die Niederlage waren.

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05.11.2019

Immer das gleiche Geschwätz nach einem verlorenen Spiel. Man sei ja konkurrenzfähig und es sei eben nur Pech gewesen dass man verloren hat. Dass man ja eine gute Leistung gezeigt habe und eigentlich zufrieden sein könnte... Liebe FCA-Verantwortliche wacht endlich auf! Spätenstens nach der nächsten Niederlage wird es Zeit den Trainer zu wechseln da dieser offensichtlich nicht in der Lage ist seine eigenen Fehler zu erkennen!

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05.11.2019

Ja es wurden Fehler gemacht und sicherlich kann man sich hinstellen und sagen, hätte man die Chancen in der 1. HZ konsequenter genutzt, dann hätte man Schalke besiegt. Aber den gravierendsten Fehler hat eindeutig der Trainer gemacht, indem er ein funktionierendes System durch falsche Einwechslungen komplett zerlegt hat. Hätte er Systemgerecht gewechselt, wäre die Mannschaft nicht zerfallen und Schalke hätte nicht Oberwasser bekommen, weil die durch diese Hereinnahme merkten wir bekommen Angst! Die Angst bekamen wir aber nur, weil Oxford es leider bislang noch nie geschafft hat, die Defensive zu stabilisieren sondern immer nur geschwächt hat (mit Ausnahme von 1-2 Spielen)

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05.11.2019

Warum sucht Herr Schmidt immer die Fehler bei den anderen und nicht bei sich selbst?????Er soll sich doch mal nach so einem Spiel hinstellen und zugeben, dass ER sich total vercoacht hat!!!!(und das leider nicht zum 1. Mal)

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