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FC Augsburg

22.07.2019

FCA-Trainer Schmidt: "Über Hinteregger entscheiden andere"

Martin Hinteregger ist das Dauer-Thema beim FC Augsburg.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Der Transfer des Österreichers ist immer noch in der Schwebe. FCA-Coach Martin Schmidt sagt, wie er mit dem Dauertheater um den Spieler umgeht.

Nach der ersten Trainingseinheit im Trainingslager in Bad Häring sprach FCA-Trainer Martin Schmidt darüber…

… warum er den gewaltigen Unterschied zwischen der Teambuildingmaßnahme in den Schweizer Bergen mit Übernachtungen in einer einfachen Berghütte und dem Trainingslager in einem 4-Sterne-Hotel mit allem Komfort bewusst gesucht hat:

"Das ist Absicht. Man muss mal aus der Komfortzone raus und wieder so etwas erleben: kein Wasser, ein Plumpsklo als Toilette, mit 24 Leuten in einem kleinen Räumchen schlafen. Dann schätzt man so ein Trainingslager wie hier wieder, bekommt richtig Lust, in so einer Umgebung zu arbeiten. Das ist nicht nur bei Fußballern so. Wenn man die Sachen einfacher hält, kann man sich an etwas Schönen wieder freuen. Deshalb ist es wichtig, dass man solche Gegensätze erlebt und miterlebt."

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… warum Felix Götze (Hüft-OP), Sergio Cordova (Reha nach Schambeinentzündung), Jeffrey Gouweleeuw (Reha nach Adduktorenproblemen), Jan Moravek (Haarriss im großen Zeh) und Rani Khedira (Entzündung der Patellasehne) nicht mit ins Trainingslager gereist sind:

"Ins Trainingslager kommen bei mir nur Spieler mit, die auf dem Platz mit und ohne Ball trainieren können. Die anderen lassen wir lieber in einem professionellen Umfeld und weiter mit einem gezielten Rehaplan arbeiten. Bei Rani kann es sogar sein, dass er noch nachkommt, wenn er so belastbar ist."

… wie er mit dem Thema Martin Hinteregger umgeht:

"Es nervt nicht, aber ich möchte nicht dauernd über ihn reden. Ich bin sein Trainer, er ist mein Spieler. Ich trainiere ihn und ich mache ihn bereit für das erste Spiel gegen Verl. Alles andere entscheiden andere."

… warum Martin Hinteregger nicht in den Bergen dabei war:

"Wenn einer ein Rippenproblem hat, dann braucht man mit ihm nicht mit der Luftseilbahn von 1200 auf 2200 Meter hochfahren. Jeff war übrigens auch nicht mit dabei. Aber das ist jetzt nicht tragisch. Wir haben ja noch vier Wochen Vorbereitung."

… warum er mit den Spekulationen über seine Spieler relativ gelassen umgeht:

"Wir lesen nicht immer alles, was ihr schreibt. Und manchmal frage ich mich, ob ihr das alles auch glaubt, was ihr da schreibt. Außerdem ist es ein Kompliment an den FCA, wenn so viele Spieler auf dem Markt begehrt sind. Das sehe ich auch als Kompliment an die Spieler. Komplimente tun gut, aber die Spieler wissen auch, dass die tägliche Arbeit das Entscheidende ist, um weiter zu kommen in der Karriere. Deshalb liegt ihr Fokus auch auf dem nächsten Training morgen Früh um 10 Uhr."

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Bild: Klaus Rainer Krieger

… warum er derzeit auch ohne eine neue Nummer eins gut leben kann:

"Wir haben hier drei sehr gute Torhüter. Ich träume nicht, ich arbeite mit den Spielern, die da sind. Es gibt kein einziges Team in der Bundesliga, das jetzt komplett ist. Vielleicht kommt etwas mehr Ruhe rein, wenn Ende Juli die Engländer die Türen zu machen. Bis dahin wird noch einiges gehen. Wenn die dann eingekauft haben, sind die anderen Vereine am Zug."

… warum er mit der jetzigen Transferperiode (1. Juli bis 2. September) unzufrieden ist:

"Ich meine, das Transferfenster sollte von Saisonschluss bis Ende Juli geöffnet sein. Warum darf man nicht ab dem Champions-League-Finale Ende Mai reden und verhandeln. Ich sage immer, es gibt eine Zeit zum Reden und eine zum Fußballspielen. Aber wenn man Fußball spielt, dann sollte man nicht mehr über Wechsel diskutieren. So geht die Verhandlungszeit in die Fußballzeit hinein. Aber damit müssen wir umgehen. Es gibt kein Team, das da verschont ist. Ob die Besten der Besten oder ein Siebtligist - alle haben Angst, dass ihnen noch ein Spieler weggeholt wird."

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