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FC Augsburg

03.10.2019

FCA-Trainer Schmidt wehrt sich gegen Kritik

Augsburgs Trainer Martin Schmidt (rechts) im Gespräch mit FCA-Spieler Stephan Lichtsteiner.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Augsburgs Trainer sieht trotz des jüngsten Ergebnisses Fortschritte. Er kündigt Veränderungen an und sagt, was er gegen Mönchengladbach verbessern will.

Nach dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen ist Ernüchterung eingekehrt. Nach vier Punkten aus den vorangegangenen zwei Begegnungen wähnte sich der FC Augsburg auf dem richtigen Weg, die guten Eindrücke aus den Trainingseinheiten sollten sich endgültig in der Leistung auf dem Rasen und Zählbarem widerspiegeln. Davon war indes beim 0:3 in der Bundesliga wenig zu sehen. Neben der Mannschaft in der Kritik: Trainer Martin Schmidt. Vor dem Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 13.30 Uhr) äußert sich der 52-jährige Schweizer zu...

...dem deutlichen Ergebnis gegen Leverkusen:

"Das nervt und macht einen sauer. 0:3 hört sich hart an. Aber außer viel Ballbesitz kam bis zur 75. Minute nicht viel für Leverkusen heraus. Es zeigt: Resultate haben eine ungeheure Wirkung. Kommentare sind legitim. Wir als Trainer dürfen uns nicht zu viel daran orientieren. Wir müssen Schlüsse ziehen, dürfen uns aber nicht zu lange damit befassen. Gewisse Dinge, die man sich unter der Woche erarbeitet, haben uns einen Schritt weitergebracht - auch wenn sie noch nicht zum Spiel beigetragen haben. Das ist ein stetiger Prozess." (Lesen Sie dazu: Der FCA feiert ein trauriges Jubiläum.)

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...Kritik an seiner Person:

"Vor zwei Wochen wurde man als Taktiker und für super Fußball gelobt. Zwei Wochen später ist alles schlecht. Daran merkt man, dass das etwas hinkt. Klar, nach einer Niederlage gibt man seiner Enttäuschung Ausdruck. Als Trainer darf ich dem nicht zu viel Wert geben, sondern muss immer bei der Thematik bleiben. Dort sehen wir, woran wir arbeiten müssen, sehen aber auch, was gut läuft und besser wird."

...den Vorwürfen, seine Mannschaft hätte ängstlich gespielt:

"Der Plan war: Gut stehen, gegen den Ball arbeiten und umschalten. Deshalb hatten wir die zwei schnellsten Spieler auf der Außenbahn und haben mit zwei Stürmern agiert. Unsere Analysen haben ergeben, dass wir im Anlaufen sehr mutig waren. Wir waren an diesem Spieltag die Mannschaft mit den meisten Pressingmomenten in der Gegnerhälfte, mit den meisten Balleroberungen. Unsere Offensivspieler haben diese Statistik angeführt. Die Defensivarbeit war also sehr gut. Der 0:1-Rückstand zur Pause hat allem einen negativen Anstrich gegeben, der Mut war aber stets da." (Lesen Sie dazu: Der FCA präsentiert sich gegen Leverkusen mutlos und blutleer.)

...fehlender Kreativität und Torgefahr in der Offensive:

"Wir haben nach Balleroberungen den Ball zu schnell verloren und konnten uns im Gegenpressing nicht rauskombinieren. Man merkt unserem Spiel an, dass wir in den vergangenen Wochen viel an der Defensive, am Blockverhalten sowie am Rausrücken gearbeitet haben. Darunter hat das Offensivspiel gelitten. Außerdem fehlt uns ein Kreativposten Wir brauchen spezielle Spielertypen, die unser Spiel verändern können."

...positiven und negativen Entwicklungen:

"Wir machen in der defensiven Stabilität Fortschritte, stehen gut in den Räumen und haben Balleroberungen. Das Umschaltspiel und der eigene Ballbesitz sind eine große Herausforderung in den nächsten Wochen. Wir müssen mehr Chancen kreieren, müssen mehr Linien überspielen. Das wird von Training zu Training besser. Wir werden unseren Fans wieder anderen Fußball liefern, davon bin ich überzeugt."

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Bild: Urich Wagner

...seiner Ankündigung, man werde sich gegen Leverkusen "einschießen" und hoffe auf einen "goldenen Oktober":

"Du kannst vor einem Spiel nicht sagen: Heute verlieren wir 0:3. Du gehst vor einem Spiel immer mit Mut und Wille rein, sonst hätten wir auch nicht gegen Frankfurt gepunktet. Dass der Plan nicht immer aufgeht, ist aber auch klar."

...den Erfolgsaussichten in Mönchengladbach:

"Wir wissen, dass es am Sonntag ein ganz anderes Spiel gibt. Gegner, Plan, Aufstellung - alles wird anders. Ist ein Spiel nicht gut gelaufen, bekommen andere Spieler eine Chance. Durch zwei, drei Spieler kann man einiges verändern, es wird taktische und personelle Anpassungen geben."

...der ungewöhnlichen Anstoßzeit am Sonntagmittag:

"Die Herangehensweise am Spieltag ist anders. Der Tag muss mit Frühstück und spazieren gehen früher beginnen. Bereits gegen 10 Uhr gibt es Mittagessen, damit man im Spiel Kraft hat. Wir orientieren uns an Zweitligisten, die das gewohnt sind."

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