Newsticker
Corona-Gipfel: Arbeitgeber müssen Homeoffice ermöglichen, Maskenpflicht wird bundesweit verschärft
  1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. FCA gegen Mainz: Niederlechners Einsatz ist fraglich

FC Augsburg

31.10.2020

FCA gegen Mainz: Niederlechners Einsatz ist fraglich

Unklar ist gegen Mainz der Einsatz von FCA-Stürmer Florian Niederlechner. Er hatte am Freitag nach dem Training Beschwerden und musste zum Arzt.
Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Plus Der FCA-Stürmer verletzt sich im Training vor dem Spiel gegen Mainz, doch es gibt auch eine gute Nachricht für die Augsburger Offensive. Corona bleibt ein Thema.

Der Platz neben FCA-Trainer Heiko Herrlich auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05 (Samstag 15.30 Uhr/Sky) blieb leer. Der ebenfalls angekündigte Florian Niederlechner fehlte überraschend. Doch nicht etwa, weil der Stürmer auf noch mehr Abstand zu seinem Coach gehen wollte, als es die Corona-Regeln eh schon erfordern, sondern weil er nach dem Vormittagstraining zum Arzt geschickt worden war.

Niederlechner hatte nach einer unglücklichen Bewegung über Probleme im Bauchbereich berichtet, die nach Ansicht des Trainerteams abgeklärt werden sollten. „Wir müssen die Untersuchung abwarten und schauen, wie er sich Samstag früh fühlt“, wollte sich Herrlich denn auch nicht festlegen, ob der 30-Jährige gegen Mainz zum Einsatz kommen wird. Sein Ausfall „wäre ein herber Verlust. Aber es bringt nichts, drüber zu klagen. Das müssten andere kompensieren“, sagte Herrlich.

Allerdings trifft kaum einer seiner Spieler gegen die Rheinländer so gern wie Florian Niederlechner. Im FCA-Trikot erzielte er in seinen beiden Spielen gegen Mainz jeweils ein Tor. In bester Erinnerung ist wohl allen Fans noch sein rasantestes im Juni dieses Jahres: 43 Sekunden nach dem Anpfiff knallte der Oberbayer – perfekt bedient von Carlos Gruezo – den Ball in den Mainzer Kasten. Damit sicherte sich der FCA nicht nur einen 1:0-Sieg, sondern auch einen „Big Point“ im Kampf um den Klassenerhalt. Im Heimduell im Dezember 2019 schlug Niederlechner ebenfalls zu. Erst lieferte er die Vorlage für Marco Richter zum 1:1, dann machte er mit einem verwandelten Foulelfmeter den 2:1-Sieg des FCA perfekt. Und weil im Februar 2019 auch noch seinem Sturmkollegen Alfred Finnbogason ein Dreierpack gegen Mainz gelang, spricht die aktuelle Bilanz mit drei Siegen in Folge deutlich für die Augsburger.

Buergerrecherche 

Ersatz für Niederlechner: FCA-Stürmer Finnbogason ist einsatzbereit

Umso mehr dürfte es Heiko Herrlich freuen, dass er zumindest wieder auf Alfred Finnbogason zählen kann. Der fühle sich fit für einen Bundesliga-Einsatz, berichtete der Trainer. Der isländische Nationalspieler hatte sich bei seinem Länderspieleinsatz vor zwei Wochen am Oberschenkel verletzt und fehlte dem FCA gegen Leipzig und Leverkusen. Allerdings ist Finnbogasons Genesung nun schneller vorangeschritten als zunächst erwartet. „Letzte Woche hat sich bei einer Kontrollaufnahme herausgestellt, dass sich alles sehr gut entwickelt hat. Er hat in Absprache mit den Ärzten darauf gedrängt, mehr zu wagen“, freut sich Herrlich über Finnbogasons Einsatzwillen. Auch wenn er mit Blick auf seinen verletzungsanfälligen Stürmer vorsichtig bleibt: „Jetzt muss man schauen, wie man damit umgeht, damit man nicht gleich wieder was Neues provoziert.“

Heißt, dass Finnbogason wohl nicht die komplette Partie gegen Mainz durchspielen wird. Doch besonders viele Alternativen im Angriff hat Coach Herrlich aktuell nicht. Da wären zwar noch die offensiv-orientierten Mittelfeld-Kräfte Michael Gregoritsch, Daniel Caligiuri und Fredrik Jensen, ihre Torjäger-Qualitäten hängen aber schwer von der Tagesform ab. Vermutlich wird in der Startelf dennoch wieder der Däne Fredrik Jensen mit der Aufgabe als Sturmspitze betraut sein. Zudem will Herrlich gegen das Tabellenschlusslicht die eigene Defensive stärken und warnte vor der durchaus vorhandenen Klasse der Mainzer Einzelspieler, wie etwa die von Angreifer Jean-Philippe Mateta, der in seinen fünf Einsätzen bereits drei Tore erzielt hat. „Für uns geht es auch darum, die Qualität des Gegners gut zu verteidigen. Natürlich wollen wir bei eigenem Ballbesitz Chancen erspielen. Wir haben einen Plan. Das wird sicherlich nicht leicht. Mainz wird mit allen Mann dagegenhalten und will etwas mitnehmen“, betonte Herrlich.

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich steht an der Seitenlinie.
Bild: Rolf Vennenbernd, dpa

Sohn von FCA-Trainer Heiko Herrlich ist in Quarantäne

Da wird es für den FC Augsburg nicht einfacher, dass aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen keine Zuschauer mehr in den Stadien zugelassen sind. Doch beklagen will sich Herrlich nicht. „Die Situation ist so. Da bringt es nichts, sich zu ärgern. Stattdessen gibt es Dankbarkeit, dass wir überhaupt spielen dürfen. Ich hoffe, dass das so lange wie möglich geht.“ Auch wenn er selbst als Vater im Privatleben gerade die Folgen der Pandemie spüre. Ein Mitschüler seines Sohnes sei infiziert, der Sohn nun in Quarantäne. „Das sind Situationen, die einen natürlich auch im familiären Umfeld betreffen“, berichtet der Coach und sprach von einer schwierigen Gesamtsituation. Für die Jugend seien die Einschränkungen doppelt schwer.

Lesen Sie dazu auch: FCA-Trainer Herrlich warnt vor Mainz 05

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit Florian Niederlechner von September 2020 an:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren