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FC Augsburg

03.07.2019

FCA holt Carlos Gruezo: Das ist der Konkurrent von Baier und Khedira

Carlos Gruezo (rechts) spielte vor einer Woche noch bei der Copa America für Ecuador gegen Japan.
Bild: Getty Images

4,5 Millionen Dollar soll der FCA für den Nationalspieler Ecuadors gezahlt haben. Bislang spielte Gruezo für den FC Dallas. Ende der Woche soll er in Augsburg beginnen.

Es hatte sich schon länger abgezeichnet, am Dienstagnachmittag vermeldete der FC Augsburg dann Vollzug: Der Bundesligist hat Carlos Gruezo unter Vertrag genommen. Der 24-jährige ecuadorianische Nationalspieler wechselt aus der amerikanischen MLS vom FC Dallas und erhält in Augsburg einen Fünf-Jahres-Vertrag.

Die Ablösesumme beträgt laut amerikanischen Medien 4,5 Millionen Dollar (vier Millionen Euro), kann aber durch Boni auf 6,2 Millionen Dollar (5,5 Millionen Euro) steigen. Zudem soll Dallas mit 20 Prozent an einem möglichen Weiterverkauf beteiligt sein. Gruezo soll Ende der Woche beim FCA das Training aufnehmen.

Gruezo beansprucht einen Platz im zentralen defensiven Mittelfeld - wie Baier und Khedira

Mit Ecuador nahm Gruezo bis vor einer Woche noch an der Copa América teil. Ecuador war nach Niederlagen gegen Uruguay (0:4), Chile (1:2) und einem 1:1 gegen Japan nach der Vorrunde ausgeschieden. Der Rechtsfuß gilt als aggressiver, laufstarker, defensiver Mittelfeldspieler. Dies zeigte er unter anderem im Copa-Spiel gegen Chile, als er sich mit Raubein Arturo Vidal (früher FC Bayern, jetzt Barcelona) anlegte.

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In Augsburg wird er mit Daniel Baier und Rani Khedira um einen Platz in der Startelf konkurrieren. Gut möglich aber auch, dass der variabel einsetzbare Khedira auf eine andere Position rücken wird.

Warum Carlos Gruezo und FCA-Spieler Rani Khedira sich kennen

Khedira kennt Gruezo übrigens noch aus seiner Zeit beim VfB Stuttgart. Im Januar 2014 hatte ihn der VfB Stuttgart unter Vertrag genommen. Der damalige Manager Fredi Bobic überwies eine Million Euro an den ecuadorianischen Erstligisten Barcelona Guayaquil.

Doch der Wechsel kam für den damals 18-Jährigen zu früh. Gruezo kam auch zu einer Unzeit zum VfB. Der Traditionsverein wurde immer wieder durch heftige Turbulenzen erschüttert. Gruezo geriet nach einem guten Start, auch aufgrund von Verletzungen, ins Hintertreffen. Kein Wunder bei dem Trainerverschleiß.

Denn als Gruezo im Januar 2016 den VfB Richtung Dallas (Ablöse 1,5 Millionen Euro) verließ, hatte er nicht nur in 18 Bundesligaspielen ein Tor erzielt, sondern auch unter fünf verschiedenen Trainern trainiert.

Zweiter Anlauf in der Bundesliga: Was Carlos Gruezo mit dem FCA vorhat

Beim FC Dallas, dem texanischen Franchise der Major League Soccer (MLS), startete er durch, wurde zum Stammspieler und zum Top-Verdiener. Mit Boni kam er zuletzt auf rund eine Million Dollar (rund 900.000 Euro). Die Gehälter werden von der MLS veröffentlicht, dort stehen die Spieler aller Vereine auch unter Vertrag. Beim FCA wird er deutlich mehr verdienen, doch bei weitem nicht die kolportierten 2,7 Millionen Euro.

Dallas nützte auch jetzt die Chance, Gruezo noch mit Gewinn zu verkaufen, Ende des Jahres wäre sein Vertrag ausgelaufen. Die Ablösesumme wird in der MLS nach dem Abzug der Kosten des Spielers für den Verein im Verhältnis 2/3 (Verein) und 1/3 (MLS) aufgeteilt.

„Ich freue mich, dass der FC Augsburg mir die Chance gibt, einen zweiten Anlauf in der Bundesliga zu nehmen. Ich habe in Dallas wichtige Erfahrungen gesammelt, die ich nun in Augsburg zeigen möchte“, ließ Gruezo in der FCA-Pressemitteilung verlauten.

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