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FC Augsburg

20.10.2019

FCA in der Einzelkritik: Koubek gibt Rätsel auf, Richter überzeugt

In der zweiten Halbzeit hielt Tomas Koubek den FCA mit erstklassigen Reflexen im Spiel.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Der FC Augsburg schafft gegen den großen FC Bayern ein Unentschieden. Das liegt auch am glücklichen Händchen von Trainer Schmidt.

Ein glückliches Händchen zeigte FCA-Trainer Martin Schmidt beim 2:2 gegen den FC Bayern München. Er hielt an Torhüter Tomas Koubek fest, beorderte Marco Richter in die Startelf und brachte dann auch noch die  Joker Finnbogason und Cordova ins Spiel, die am Ende stachen.

Tomas Koubek Der Torhüter packte in diesem Spiel wirklich alles rein. In der ersten Hälfte ein Nervenbündel, das keine Sicherheit ausstrahlte und immer wieder für Aufregung sorgte. Auch das zwischenzeitliche 1:1 schien nicht unhaltbar. Maximal  Note 4,5. In der zweiten Halbzeit hielt er den FCA mit erstklassigen Reflexen im Spiel und verdiente sich eine 1. Der Tscheche gibt aber weiter Rätsel auf. Note 2,5

In der zweiten Halbzeit hielt er den FCA mit erstklassigen Reflexen im Spiel und verdiente sich eine 1.
Bild: Ulrich Wagner

Stephan Lichtsteiner: Wenn der Routinier seinen jungen Konkurrenten Coman stellen konnte, dann zeigte er seine in Jahren angeeignete Zweikampfstärke. Wenn sein Gegenspieler Platz hatte und Geschwindigkeit aufnehmen konnte, hatte der 35-Jährige Probleme mit dem Hochgeschwindigkeits-Fußballer aus Frankreich. Note 3,5

Tin Jedvaj Der kroatische Nationalspieler klärte einmal auf der Linie. Versuchte im Spielaufbau mutig nach vorne zu spielen, was aber auch den einen oder anderen Fehlpass nach sich zog. Hatte gegen Lewandowski beim 1:1 das Nachsehen, weil der Pole aber auch unbedrängt Fahrt aufnehmen konnte. Note 3,0

Felix Uduokhai Der Leihspieler aus Wolfsburg ist derzeit als Kopf der Innenverteidigung unersetzbar. Mit gutem Stellungsspiel gewann er die meisten Zweikämpfe, hatte die meisten Ballkontakte und brachte die meisten Pässe an den eigenen Mann. Eine gute Partie gegen die Weltklasse-Offensive aus München. Note 2,5

Philipp Max Hatte mit Serge Gnabry seine liebe Mühe und Not. Ließ ihm vor beiden Toren zu viel Freiraum. Aber wenn Max auf Champions-League-Niveau spielen will, dann muss er auch solche Kaliber besser im Griff haben. Toll sein Schuss kurz vor Schluss, den Neuer nur mit viel Mühe parieren konnte. Note 4,5

Reece Oxford Verlor vor dem 1:1 Torschütze Robert Lewandowski und verhielt sich auch beim 1:2 durch Serge Gnabry nicht optimal, als Max ausgespielt war. Als Sechser spielte er den Abräumer vor der Abwehr. Muss mehr zeigen, wenn er seine Kritiker überzeugen will. Musste in der 63. Minute mit einem Ziehen im Oberschenkel vom Platz und wurde durch Fredrik Jensen ersetzt. Note 4,5

Marco Richter Was für ein Startelf-Comeback des Sturmtalentes. Traf nach 28 Sekunden gegen Manuel Neuer. Danach hatte fast immer Richter seinen Fuß im Spiel, wenn der FCA gefährlich vor dem Bayerntor auftauchte. Der auffälligste Augsburger Feldspieler, wenn auch mit dem einen oder anderen Fehlpass. Machte in der 82. Minute erschöpft für Sergio Cordova Platz. Note 2,0

Jan Moravek Ein gutes Spiel des defensiven Mittelfeldspielers. Stopfte viele Löcher im Mittelfeld, war mit Abstand der laufstärkste Spieler. Legte 12,62 Kilometer zurück, absolvierte die meisten intensiven Läufe (96) aller Feldspieler. War meist unauffällig, doch gerade das ist auch ein Markenzeichen von Moravek. Note 3,0

Rani Khedira Trug die Kapitänsbinde und übernahm die Verantwortung auch auf dem Platz. Hatte verschiedene Aufgaben zu erfüllen, versuchte oft weit vorne schon das Bayernspiel zu stören. In der eigenen Hälfte war er der Organisator der zweiten Viererkette vor der Abwehr. Musste weite Wege zurücklegen. Stark seine Kopfball-Vorlage auf Richter. Note 2,5

Ruben Vargas Der junge Schweizer wird seinen Weg in der Bundesliga machen. Das Spiel gegen die Bayern war  Anschauungsunterricht für Vargas. Aber er sah nicht nur mit großen Augen zu, sondern versuchte auch gegen die Bayern sein eigenes Spiel mit schnellen Antritten auf den Platz zu bringen. Was auch ab und zu gelang. Note 3,0

Florian Niederlechner Diesmal war nicht viel von der einzigen nominellen Spitze zu sehen. Nur 15 Ballkontakte. Dafür war Niederlechner an diesem Nachmittag auch der erste Abwehrspieler im Konzept von Trainer Martin Schmidt. Note 4,0

Fredik Jensen Mit Finnland auf EM-Kurs setzte der junge Mittelfeldspieler nach seiner Einwechslung in der 62. Minute erfrischende Akzente nach vorne. Muss aber noch einiges lernen.

Alfred Finnbogason Brauchte nach seiner Einwechslung einige Minuten, um auf Touren zu kommen. Nahm in der 88. Minute noch Anlauf (wäre aber auch im Abseits gestanden). Dann schoss er sich in der 90. Minute mit dem 2:2 den Frust von der Seele. Denn als Joker sieht sich der Vollblutstürmer ganz und gar nicht. Besonders weil er sich schon länger 100-prozentig fit fühlt.

Alfred Finnbogason rettete in er Nachspielzeit einen Punkt für den FCA.
Bild: Ulrich Wagner

Sergio Cordova Was für eine Vorarbeit für das Tor von Finnbogason! Ließ Lucas Hernandez wie eine Torstange beim Slalom stehen. Seine acht Minuten machen Lust auf mehr.

Es werden nur Spieler benotet, die länger als 30 Minuten im Einsatz waren.

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