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FC Augsburg

24.08.2019

FCA muss sich gegen Union mit einem Punkt begnügen

Augsburgs Ruben Vargas erzielt in dieser Szene das 1:0 gegen Union Berlin.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Beim 1:1 gegen Union Berlin wird klar, dass es für den neu formierten FC Augsburg auch in dieser Saison erstmal nur um den Klassenerhalt gehen kann.

Klaus Hofmann ist keiner der Klub-Präsidenten in der Bundesliga, die sich gerne in den Medien sehen. Der Vorstandsvorsitzende des FC Augsburg wählt seine Auftritte ganz genau aus. Und so nutzte der das Vorwort im Stadionheft zum ersten Heimspiel der Saison gegen Union Berlin um eine klare Botschaft zu transportieren. „Bundesliga ist für den FC Augsburg nicht gottgegeben und darf niemals zur Routine werden“, schrieb er dort.  Die Zielrichtung war klar: er wollte die mit jedem Jahr Bundesliga steigenden Erwartungen vieler Fans seines Klubs dämpfen.

Und die Partie gegen den Bundesliga-Debütanten zeigte allen Augsburgern, wie mühsam auch das neunte Jahr in der deutschen Elite-Liga für den FCA ist. Denn im ersten Heimspiel mussten sich die Augsburger mit einem 1:1 (0:0) zufrieden geben. Aus den erhofften und wohl auch erwarteten drei Punkten gegen einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt wurde nichts.

Für den FCA zählt in dieser Saison wieder nur der Klassenerhalt

Dass der FCA weiter zu den Kellerkindern unter den 18 besten deutschen Fußball-Klubs zählt, hatten die letzten Monate deutlich gezeigt. Hofmann bezeichnete sie als „holprig“.  Mit Mühe und einer Trainer-Rotation (Martin Schmidt für Manuel Baum) wurde der Klassenerhalt geschafft.

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Der FCA produzierte auch außerhalb des Platzes genügend Negativ-Schlagzeilen (Caiuby, Hinteregger). Hofmann erklärt auch seine Sicht der Dinge: „Das passiert immer dann, wenn Einzelinteressen über die Gemeinschaft gestellt werden. Das haben wir lernen müssen, ist aber in Zeiten der riesigen Unterschiede in Sachen Kapital in der Bundesliga vielleicht auch unausweichlich.“ Wen Hofmann damit meinte, liegt auf der Hand. Martin Hinteregger, der seinen Wechsel zu Eintracht Frankfurt mit allen Mitteln erzwang.

Deshalb hatte der FCA auch seinen Kader  grundlegend erneuert. Doch der Saisonstart misslang. Auf die Pokalpleite in Verl (1:2) folgte eine 1:5-Niederlage in Dortmund. Die Verantwortlichen besserten nach und holten mit Stephan Lichtsteiner und Tin Vedjaj mit den Neuzugängen zehn und elf, noch nie hatte der FCA so viele Transfers getätigt, zwei Hochkaräter für die Defensive.

Und so durfte FCA-Trainer Schmidt im wichtigen Heimspiel gegen Union Berlin seine Wunschelf präsentieren. Denn mit einem Sieg gegen den Bundesliga-Debütanten aus Köpenick sollte das Gerede von einem Fehlstart gleich im Keim erstickt werden. Das gelang nur bedingt.

Gegenüber dem Dortmund-Spiel hatte Schmidt  drei Änderungen vorgenommen. Teigl, Suchy und Pedersen fanden sich auf der Bank wieder. Die neu formierte Viererkette bildeten Lichtsteiner, Jedvaj, Khedria und Max. Auch Union-Coach Urs Fischer, neben Schmidt und Lucien Favre (Dortmund) der dritte Schweizer Trainer in der Bundesliga, hatte aus der Auftaktniederlage gegen RB Leipzig (0:4) Konsequenzen gezogen. So ersetzte der Ex-Dortmunder Neven Subotic den Ex-Augsburger Marvin Friedrich in der Abwehr.

FCA und Union Berlin liefern sich ein zähes Ringen in der ersten Hälfte

Und beide Abwehrreihen, die zum Saison-Auftakt löchrig wie Schweizer Käse waren, hielten in der ersten Hälfte die Reihen geschlossen. Und so entwickelte sich vor 27.703 Zuschauern, darunter fast 4000 Union-Anhänger, die ihre Mannschaft zum ersten Bundesliga-Auswärtsspiel in der Vereinsgeschichte begleitet hatten, eine zähes Ringen mit vielen Zweikämpfen, viel Einsatz von allen 22 Akteuren, aber wenig fußballerischer Klasse.

Gerade die Augsburger Anhänger mussten sich in Geduld üben, denn dem neu zusammen gestellten Team von Martin Schmidt fiel wenig ein, um die gut sortierte Union-Defensive in Unordnung zu bringen. Die Abläufe passten noch nicht, es gab Missverständnisse. Vom von Schmidt so propagierten Power-Fußball war bei hochsommerlichen Temperaturen, abgesehen von ein paar erfolgversprechenden Ansätzen, deshalb kaum etwas zu sehen.  

Auch nach dem Wechsel änderte sich zunächst am Geschehen auf dem Rasen nicht viel. Der FCA kämpfte, doch für gelegentliche Adrenalinschübe sorgten die Gäste. Bis zur 59. Minute. Dann war plötzlich alles  anders.

Vargas-Tor reicht dem FCA nicht zum Sieg gegen Union

Florian Niederlechner hatte sich im Nahkampf gegen Keven Schlotterbeck durchgesetzt und seinen Querpass verlängerte Neuzugang Ruben Vargas zum erlösenden 1:0 ins Union-Tor. Es kam Bewegung ins Spiel. FCA-Torhüter Tomas Koubek deutete an, warum er rund sieben Millionen Euro wert sein könnte, er rettete spektakulär (72.). Fast im Gegenzug verzog Niederlechner knapp.

Union gab aber nicht auf und wurde in der 79. Minute belohnt. Sebastian Andersson nutzte einen Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zum verdienten 1:1. Kurz zuvor hatte Suleiman Abdullahi nur den Außenpfosten getroffen. Als dann der Unioner Keven Schlotterbeck mit Rot nach einem Foul an Niederlechner vom Platz musste, keimte noch einmal Hoffnung im FCA-Lager auf. Doch es blieb beim 1:1.

Dem FCA und seinen Anhängern steht eine harte Saison bevor. Es geht erst einmal nur um den Klassenerhalt. FCA-Chef Hofmann hat dafür folgenden Losung ausgeben. „Für mich ist jeder Spieltag in Liga 1 ein Feiertag, für den es zu kämpfen gilt. Wenn das alle beherzigen, dann wird es auch ein zehntes Jahr Bundesliga geben. Ansonsten nicht.“

Lesen Sie auch: Jens Lehmann über sein Aus beim FCA: "Irrationale Entscheidung"

Lust auf noch mehr Fußball? Dann hören Sie sich hier unseren Podcast mit FCA-Kapitän Daniel Baier an:

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Die Diskussion ist geschlossen.

26.08.2019

@ Maria H.
Es war auf den Winfried Z. gemeint. Zu dem kann ich nicht erkennen wo ich den Hinteregger erwähnt habe. Mir persönlich tut es leid, wie die ganze Angelegenheit mit dem Hinteregger gelaufen ist. Vor allem wo vorher bei allen Eskapaden mancher Spieler kaum durchgegriffen wurde und diese noch immer bezahlt werden müssen.
Leider wurde mein erster Satz gelöscht. Bis dato wusste ich nicht, dass man hier nicht "d....." schreiben darf.

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26.08.2019

Sorry, ich dachte, Sie verteidigen jetzt Winfried Z (?Züfle?), weil ich dessen Angriffe auf Hinteregger (belehrend?!) kommentiert habe. Es ist kompliziert. ..Nochmal Pardon.

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26.08.2019

@ Winfried Z.
(edit/mod) Ich will mir weder zu den Ausführungen von Maria H. nähere Bemerkungen erlauben, noch kann ich von außen alle vorgenommenen Aktionen der Geschäftsführung des FCA reell beurteilen. Bei manchen Verpflichtungen kann auch ich nicht wirklich etwas Positives erkennen (z. B. Oxford). Aber der von Ihnen gesendete Kommentar bestätigt nur, dass Sie nicht viel Ahnung haben, aber andere Kommentatoren belehren wollen und dies auf unterstem Niveau.

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26.08.2019

Zu Maria G.
Das mit dem "untersten Niveau" tut mir aber weh: Also gut, der Hinteregger ist ein ganz übler Gesellle, wir sind alle froh, dass er endlich weg ist, nachdem wir uns zwei Jahre lang ständig über ihn ärgern mussten. Gut gemacht, Hr. Reuter!!

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25.08.2019

Lieber Winfried Z., Sie verfolgen die Angelegenheit wohl erst seit ein paar Wochen oder das Gedächtnis spielt Ihnen einen Streich: Hinteregger hat bei seinem Rauswurf durch Reuter (!!!) erklärt, dass er zu Baum schon seit über einem Jahr nichts Positives mehr erkennen kann. Folglich hat er im Dezember 18 mit dem FCA wohl innerlich abgeschlossen; es ist nachvollziehbar, dass ein Profi dieser Qualität lieber zu einem Verein wechselt, dessen Manager und Trainer ebenfalls Profis sind. Zuvor, mindestens bis Oktober 18 war Hinteregger einer der wenigen Lichtblicke bei uns. Herrn R muss man zugute halten, dass er H. geholt hat, nur wie so oft bei guten Leuten, zB Hitz uva, hat er ihn auch wieder abserviert. Sogar mit unglaublichem Dusel, denn Hinteregger ist in einer professionellen Umgebung viel teurer geworden als bei einem weiteren Verbleib beim fca möglich gewesen wäre.

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26.08.2019

(edit/mod)

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25.08.2019

Wenn Hofmann jetzt Hinteregger zum Schuldigen an den negativen Schlagzeilen des FCA stempeln will, dann bringt er wohl ein bisschen was durcheinander: es war doch sein Geschäftsführer Sport, der Caiuby in viel zu lange protegiert hat, der Baum eingestellt und dann viel zu lange gehalten hat, der Hitz keinen Vertrag angeboten hat, der dafür sorgte, dass Giefer uns die letzte Saison vermasselte, der auf die schwachsinnige Idee mit Kobel und Lehmann verfiel und vermutlich derzeit u.a. Aktionen mit Reece Oxford und Ähnliches zu verantworten hat - kurz, der etwa 2010 die 60er in einem desolaten Zustand hinterließ und dasselbe jetzt beim FCA erreicht hat.

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25.08.2019

Hinteregger hat seinen Rauswurf durch
-ein öffentliches Kritik-Interview im Radio
-Zuspätkommen bei Teambesprechunge
-Schwänzen von Fan-Pflicht-Veranstaltungen
-Verweigern von Schlichtungsversuchen
-Verweigern von offiziellen Team-Fotos
-Tragen v. provokanten Ausrüstungsutensilien
-Lustlose Auftritte bei Testspielen
-Fernbleiben bei Team-Essen, anstatt dessen
-öffentliches Besaufen

Noch mehr....

...und natüüüüüüürlich ist Reuter schuld!

"Desolat" ist hier was anderes...

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24.08.2019

MISERABEL !!!!!!!!

ES FEHLEN EINEM WIRKLICH DIE WORTE!!!! WENN MANN EHRLICH IST WAR ÜBER DAS GANZE SPIEL KEIN SYSTEM ZU ERKENNEN!!!!

- Kein Aufbauspiel durch die Mitte
- Lange Planlose Bälle vom Torwart
- Passspiel miserabel gerade im Schluss abschnitt

WENN ES GEHEN WÜRDE, würde ich meine Dauerkarte zurückgeben.

WAS MACHEN DIE SPIELER DIE GANZE WOCHE IM TRAINGING, WENN MAN SO EINE LEISTUNG GEGEN BERLIN UNION ABLIEFERT.

ICH BIN EHRLICH ENTTÄUSCHT. REUTER UND TRAINER RAUS.

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25.08.2019

Gib ja Deine Dauerkarte nicht zurück! Sonst hast Du ja
nichts mehr zu meckern.

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25.08.2019

"...unsres Traums der FC Augsburg heißt,...
mit den wunderbarsten Fans die nicht ein
jeder hat,..." (Auszug FCA-Hymne)

Glatt gelogen, wenn man solche Kommentare liest!

WAS genau gibt es jetzt an o.g. Zeilen des FCA-Präs. Hofmann NICHT zu verstehen?

Tipp an dich. einfach Sky-Abo kaufen und den VfB, HSV, H96, FC Nürnberg oder 1860 anschauen - ABER nicht vergessen: DIE SPIELEN ALLE UNTERKLASSIG!

Einfach nur UNGLAUBLICH: "FCA.Fans"????...Tsssss...

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24.08.2019

Klaus Hofmann:
„Bundesliga ist für den FC Augsburg nicht gottgegeben und darf niemals zur Routine werden“ Dafür sorgt Herr Reuter schon mit seinem ungenügenden Management im Bereich Spieler Personal.

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24.08.2019

Enttäuschendes Ergebnis. Die Zitterpartie geht weiter...

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24.08.2019

Klaus Hofmann:
„Bundesliga ist für den FC Augsburg nicht gottgegeben und darf niemals zur Routine werden“

Warum eigentlich nicht? Dass es auch ohne Zittern in der Bundesliga geht, hat der FCA doch schon gezeigt.
Aber wenn man versucht den Fans das einzureden, dann sollen die Erwartungen und der Anspruch an die Mannschaft nicht hoch sein.
Irgendwie traurig.

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