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10.03.2007

FCA stimmt Fans aufs Derby ein

Hdiouad
Foto: Fred Schöllhorn

Der FC Augsburg nähert sich dem Klassenerhalt in der 2. Bundesliga mit Riesenschritten. Am Freitag Abend gewann der FCA im Aufsteiger-Duell gegen TuS Koblenz vor 11.000 begeisterten Zuschauern hoch verdient mit 2:0 (0:0) und steht nun bei 36 Punkten. Die ideale Einstimmung für das Derby kommenden Freitag beim TSV 1860 München. Von Robert GötzBildergalerie Einzelkritik Stimmen zum SpielKurz neuer Coach bei 1860Benschneider verlängert VertragWer soll gegen die Löwen spielen?Nürnberger 2:2 gegen Eintracht    Zum FCA Special

Rund 20 Minuten dauerte das Abtasten beider Mannschaften, die sich wie zwei gleichstarke Boxer belauerten. In der einen Ecke, bzw. Hälfte die Augsburger, die sich auf ihre technischen Fähigkeiten verließen und in der anderen Ecke die Koblenzer, die eher in die Kategorie rustikale Grobarbeiter einzuordnen sind. Dabei waren die Gäste aus dem Rheinland im Saisonverlauf aber kaum minder erfolgreich als der FCA. Bis Freitag.

Als erstes wagte sich dann der Gastgeber aus der Deckung. Mit flachen und genauen Pässen durchschnitten die FCA-Akteure die Koblenzer-Viererkette wie ein warmes Messer die Butter. Dabei hatten besonders die schwerfälligen TuS-Abwehrschränke Joshua Grenier und Emil Noll mit ihren Gegenspielern Felix Luz und Robert Strauß ihre liebe Mühe und Not. Besonders der Ex-Aachener Noll konnte sich des Öfteren nur mit Fouls helfen. In der 31. Minute sah er dafür die Gelbe Karte, zwölf Minuten später musste er mit Gelb-Rot seinen Arbeitsplatz für diesen Abend ganz räumen.

Bis dahin hätte der FCA aber schon längst führen müssen. Doch Axel Lawaree kam in der 21. Minute einen Schritt zu spät. Und danach lief TuS-Torhüter Dennis Eilhoff zu großer Form auf. Fast im Minutentakt entschärfte er die Schüsse der Augsburger, die weiter den Vorwärtsgang eingelegt ließen.

Sehr zur Freude von Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert. Der war in der Halbzeitpause fast zu 100 Prozent zufrieden: "Der FCA spielt super. Da waren ja ein paar erstligareife Spielzüge dabei. Der FCA spielt mit Druck und Power nach vorne, einzig die Torchancen-Auswertung fehlt."

Doch das wollte der FCA in der zweiten Hälfte gegen die zehn Koblenzer nachholen. Was auch nach nur zehn Minuten gleich gelang. Felix Luz, der immer besser ins Spiel kommt, wurde vom Koblenzer Matej Mavric im Strafraum über den Haufen gerannt, was Schiedsrichter Andre Stachowiak folgerichtig mit einem Elfmeter bestrafte. Und den verwandelte der Mann für diese Fälle, Mourad Hdiouad, souverän zum 1:0 (55.). Viermal trat der Marokkaner in dieser Saison bisher zum Strafstoß an, viermal traf er. Zwölf Minuten später war für den Afrikaner aber die Partie zu Ende.

Nach einer etwas lässigen Aktion im Mittelfeld stauchte FCA-Trainer Rainer Hörgl seinen Star zusammen und holte ihn dann zur Strafe vom Feld, was Hdiouad nicht verstand und sein Trikot wutentbrannt in Richtung Haupttribüne feuerte.
Die Gemüter beruhigten sich aber spätestens in der 79. Minute. Leo Haas krönte seine gute Leistung mit dem entscheidenden 2:0. Koblenz war ausgeknockt und Hdiouad nahm nach dem Schlusspfiff seinen Trainer Rainer Hörgl schon wieder in den Arm.

Auf der Gegenseite muss TuS-Trainer Milan Sasic offensichtlich um seinen Job bangen. Aber die Koblenzer Fans, die gestern Abend zwischenzeitlich die Stadionausfahrt blockiert hatten, stellten sich auf die Seite des Übungsleiters und gegen die Koblenzer Geschäftsführung.

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