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FC Augsburg

18.01.2020

FCA verliert Tor-Spektakel gegen Dortmund

Die FCA-Spieler Tomas Koubek, Rani Khedira und Tin Jedvaj zeigten sich nach der Niederlage gegen den BVB sichtlich enttäuscht.
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Die FCA-Spieler Tomas Koubek, Rani Khedira und Tin Jedvaj zeigten sich nach der Niederlage gegen den BVB sichtlich enttäuscht.
Bild: Tom Weller, dpa

In einem kurzweiligen Rückrundenauftaktspiel verspielt der Bundesligist eine Zwei-Tore-Führung und unterliegt 3:5. Beim BVB überzeugt ein Neuzugang mit einem Dreierpack.

Mit einem Höhepunktspiel stieg der FC Augsburg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga ein. Zu Gast in heimischer Arena: der Meisterschaftsanwärter Borussia Dortmund, der einmal mehr reichlich eigenen stimmgewaltigen Anhang mit in die ausverkaufte Augsburger Arena brachte. Der FCA durfte für sich verbuchen, zu einem Spektakel beigetragen zu haben, unterlag letztlich aber 3:5 (1:0). Nach einer knappen Stunde führte Augsburg 3:1 und durfte auf einen Erfolg hoffen, doch dann schlug Dortmund in Person des Neuzugangs Erling Haaland mehrfach gnadenlos zu.

FCA gegen BVB: Augsburg attackierte früh den Gast

Augsburgs Trainer Martin Schmidt vertraute jener eingespielten Anfangsformation, die gegen Ende der Hinrunde überzeugt und regelmäßig gepunktet hatte. Folglich saß Neuzugang Eduard Löwen zunächst auf der Ersatzbank. Im Kader fehlte weiterhin Alfred Finnbogason. Der Isländer absolviert zwar seit dieser Woche vollumfänglich das Mannschaftstraining, inklusive Zweikämpfen, bis zum ersten Pflichtspieleinsatz muss sich der Angreifer aber noch gedulden.

Auf der anderen Seite verzichtete Dortmunds Trainer Lucien Favre auf einen Startelfeinsatz des spektakulären Wintertransfers Erling Haaland.

Augsburg trug zu einem munteren Beginn bei, indem es sich keineswegs auf die Defensive beschränkte, sondern früh attackierte und den Gast am kontrollierten Spielaufbau hinderte. Mit Rani Khedira verbuchte ein FCA-Spieler die erste Torchance (2.), auf der anderen Seite hielt Tomas Koubek gegen Thorgan Hazard (4.). Die BVB-Führung gedanklich schon erzielt hatte wohl Marco Reus, als er in der 8. Minute einen Querpass des umtriebigen Jadon Sancho nur noch ins leere Tor schieben musste. Doch der Nationalspieler verstolperte.

Die komfortable FCA-Führung gegen Dortmund hielt nur kurz

In der ersten halben Stunde ergaben sich Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Für Augsburg verpassten Daniel Baier (11.), Marco Richter (17.) und Ruben Vargas nach einem Abseitstreffer (21./Videobeweis). Die Dortmunder ließen hochkarätige Einschussmöglichkeiten liegen, als Raphael Guerreiro (15.), Sancho (28.) und Reus (29.) vergaben. Die Dortmunder hatten gerade den Druck erhöht, da nutzten die Augsburger einen der Umschaltmomente, aus denen sie Kapital schlagen wollten. Philipp Max passte in den Lauf des flinken Vargas, der den BVB-Routinier Lukasz Piszczek im Laufduell abschüttelte. Den Querpass von Vargas drückte Florian Niederlechner mit seinem neunten Saisontreffer über die Linie (34.). Der Favorit war nun noch mehr gefordert, während der Außenseiter darauf lauerte, weitere Konter zu setzen.

Die Begegnung blieb abwechslungsreich und kurzweilig, weil die Mannschaften nicht gewillt waren, ihren Fokus aufs Verteidigen zu legen. Als Beweis dienten die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel. Zunächst jagte Richter den Ball aus knapp 25 Metern ins lange Eck, Dortmunds Torwart Roman Bürki schaute erstarrt der eingeschlagenen Kugel hinterher (46.). Die komfortable Führung hielt aber nur kurz, weil Julian Brandt seine technischen Fertigkeiten demonstrierte. Drehung um Baier herum, Schuss, Tor, 1:2 (49.).

Der spektakuläre Wintertransfer Erling Haaland traf im Spiel gegen den FC Augsburg gleich drei Mal für Dortmund.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Erling Haaland musste beim 4:3 gegen Augsburg nur noch den Fuß hinhalten

Doch der FCA ist - anders als zu Beginn der Saison - in der Verfassung, nach Gegentreffern Ruhe zu bewahren. Einmal mehr ergänzten sich Vorlagengeber Max und Vollstrecker Niederlechner und wieder lag der Gastgeber mit zwei Toren vorne (55.). Wer aber glaubte, die Dortmunder würden nun gänzlich verunsichert, der sah sich getäuscht. Eindrucksvoll kam der Gast zurück. Erst zeigte der eingewechselte Haaland sein Vermögen und erzielte den 2:3-Anschlusstreffer (59.), dann sorgte Sancho für den nächsten Torjubel einer ereignisreichen Viertelstunde. Nach perfekter Annahme umkurvte der Engländer Koubek und schob den Ball zum Ausgleich ins Netz (61.).

Der FCA verspielte nicht nur eine Zwei-Tore-Führung, er geriet sogar noch in Rückstand, weil er der Dortmunder Angriffswucht in diesen Minuten kaum noch etwas entgegenzusetzen hatte. Der BVB nutzte den Raum hinter der FCA-Abwehrkette zu entscheidenden Aktionen. Im Mittelpunkt Haaland: Beim 4:3 musste der Angreifer nur noch den Fuß hinhalten (71.), beim 5:3 schüttelte der Norweger die Gegenspieler ab und schlenzte ins lange Eck (79.). Der FCA hatte zu einem Spektakel beigetragen, stand letztlich aber ohne Zählbares da.

Lesen Sie hier die Stimmen zum Spiel: FCA-Trainer Schmidt: "Wir waren auf einem guten Weg, etwas zu holen"

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18.01.2020

Schämen muss man sich nicht. Klasse 1. HZ und gleich gut in die 2. gestartet. Leider dann naiv weiter gespielt. Das waren nicht die drei Punkte denen man nachtrauern muss. Weiter so!

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18.01.2020

Warum man bei einer 3:1 Führung gegen Dortmund! die Taktik nicht dem Spielstand anpassen kann ist mir ein Rätsel.
Haaland hin oder her. Bei einem 2 Tore-Vorsprung war unsere letzte Abwehrreihe teilweise auf einer Linie (höhe Mittellinie!) gegen pfeilschnelle Dortmunder. Da reicht dann halt ein langer Ball und weg sind die Millionenstürmer. Eigentlich ein super Spiel vom FCA aber denn einfach zu naiv.

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18.01.2020

Wär nicht schlecht, wenn der Koubek mal einen Ball halten würde!

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18.01.2020

Wäre nicht schlecht wenn Sie sich einfach mal nen Kommentar sparen würden.

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18.01.2020

Tolles Spiel-Alles gut.
700 Millionen spielten gegen 40 Millionen €uro.
Wenn der FCA jetzt noch das "Letze-15-Minuten-Syndrom" erfolgreich auskuriert, und in dieser Zeit das Tor sauber halten kann, spielen wir zukünftig in einstelliger Position.

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19.01.2020

Richtig! Als Ergänzung kann man hinzufügen, daß dieses "Letze-15-Minuten-Syndrom" auch schon eine Schwäche unter dem Coaching von Manuel Baum war. Aber auch unter Martin Schmidt kann man nicht erkennen, dass die Trainerbank erfolgreich auf Einwechslungen des Gegners und den konditionellen Zustand der eigenen Mannschaft reagiert. Da man seit Wochen vom Management viel Selbstlob über den mit sehr guten Fußballern üppig ausgestatteten Kader hört und liest, wundert man sich schon über die mangelnde Flexibilität und Zögerlichkeit beim oft überfälligen Spielerwechsel in der 2. Halbzeit.

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18.01.2020

Leider wurde das mutige Spiel der Augsburger nicht belohnt da im Gegensatz zur ersten Halbzeit nun ein Knipser auf dem Platz war. Bereits in der 1. Hälfte hätten die Augsburger hinten liegen müssen- aber da betrieben die Dortmunder Chancenwucher. Egal- Mund abwischen und Konzentration auf das Spiel gegen Union- das ist ein Gegner auf Augenhöhe. Und Unvermögen konnte ich jetzt nicht als Hauptursache feststellen- eher ein Gegner welcher ganz andere Ziele und Möglichkeiten hat - siehe Haaland!

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18.01.2020

Schade,Schade!
Trotzdem kann man hier schon von Unvermögen sprechen.

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