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FC Augsburg

17.10.2020

FCA verpasst Sprung an die Tabellenspitze

Yussuf Poulsen erhöhte mit einem Traumtor auf 2:0 für RB Leipzig.
Bild: Matthias Balk, dpa

Im Spitzenspiel des vierten Spieltags setzt sich RB Leipzig in Augsburg mit 2:0 durch. Verteidigen alleine genügt dem Fußball-Bundesligisten nicht für einen Punktgewinn. Finnbogason fällt länger aus.

Wenn der FC Augsburg bislang in der Fußball-Bundesliga auf RB Leipzig getroffen ist, waren das ereignisreiche Begegnungen. Diesmal stand das Duell auch deshalb im Fokus, weil es als Spitzenpartie des 4. Spieltags deklariert war: Tabellenführer Leipzig traf auf Verfolger Augsburg. Nach der Partie trennen beide Teams nicht mehr nur die Tordifferenz, Leipzig baute durch einen 2:0 (1:0)-Erfolg den Vorsprung auf drei Punkte aus. Die Augsburger verteidigten konsequent, dies alleine genügte jedoch nicht, um gegen das Spitzenteam zu punkten.

Nicht im Kader war Alfred Finnbogason. Der Isländer hatte sich bei einem Länderspiel verletzt. Er hat eine Einblutung im hinteren Oberschenkel und könnte bis zu sechs Wochen ausfallen.

Augsburgs Trainer Heiko Herrlich nahm in seiner Startformation einige Veränderungen vor. In der Viererabwehrkette ersetzte der Däne Mads Pedersen den kranken Brasilianer Iago. Im defensiven Mittelfeld gab Tobias Strobl sein Pflichtspieldebüt für den FCA. Der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach spielte statt Carlos Gruezo. Überraschend saß Florian Niederlechner auf der Ersatzbank. Nach dem Testspiel gegen Heidenheim war er angeschlagen und konnte zu Wochenbeginn nicht trainieren.

Wie motiviert Pedersen an diesem Nachmittag zu Werke gehen wollte, zeigte er sogleich mit einem harten Einsteigen gegen Leipzigs Nordi Mukiele. Nicht nur Pedersen befand sich im Verteidigungsmodus, Augsburg hatte kaum Ballbesitzphasen. Leipzig erzeugte permanent Druck und ließ den Ball mit Technik und Geschwindigkeit laufen. Weil die Augsburger ihre Reihen rechtzeitig schlossen und keine Lücken ließen, kamen Leipzigs Offensivqualitäten selten zur Geltung. Benjamin Henrichs näherte sich an (12.), Dani Olmos abgefälschten Schuss parierte FCA-Torwart Rafal Gikiewicz (17.). Ohne Zuschauer verlief die Partie selten hitzig, auch wenn man nach dem Einsteigen von Leipzigs Dayot Upamecano gegen Michael Gregoritsch anderes vermuten konnte.

Leipzig mit Führung kurz vor Halbzeitpfiff

Nach einer halben Stunde lösten sich die Augsburger aus der Umklammerung der Gäste, Standardsituationen brachten Entlastung. Zwei Eckbälle verpufften, einer Augsburger Führung näher kam Strobl. Nach einem Freistoß von Gregoritsch verfehlte er wenige Meter vor Leipzigs Tor den Ball nur knapp (34.). Das Taktik des kompakten Verteidigens ging beinahe eine Halbzeit lang auf, dann erzielten die Leipziger doch noch die verdiente Führung. Olmo enteilte im Strafraum Pedersen und servierte für Angelino. Der Linksverteidiger setzte sich im Luftduell mit Raphael Framberger durch und nickte zum 1:0 ein (45.).

Trotz des Rückstands hielten die Augsburger zunächst an ihrer defensiven Ausrichtung fest. Ausnahme: ein Schuss von Daniel Caligiuri, der Leipzigs Torhüter Peter Gulasci keine Probleme bereitete (47.). Auf der anderen Seite zielte Leipzigs Emil Forsberg knapp neben das FCA-Tor (52.). Nach einer knappen Stunde nahm FCA-Trainer Herrlich einen positionsbezogenen Dreifachwechsel vor, Niederlechner, Gruezo und Ruben Vargas sollten für neue Impulse sorgen.

Das eingewechselte Trio hätte jedoch beinahe einen weiteren Gegentreffer verarbeiten müssen. Pedersen kratzte den Ball gerade noch rechtzeitig von der Torlinie (60.).

Poulsen erhöht mit Traumtor auf 2:0

Ein paar Minuten später indes trafen die Gäste, obendrein äußerst sehenswert. Mit seinem ersten Ballkontakt wuchtete der eingewechselte Yussuf Poulsen den Ball volley ins lange Eck zum 2:0 (66.).

Die Kräfteverhältnisse drückten sich nun im Ergebnis aus, Angelino (70.) und Christopher Nkunku (71.) verpassten die endgültige Entscheidung. Eine der ganz wenigen Offensivaktionen verbuchte Niederlechner für sich. Er scheiterte nicht nur an Gulasci, der Angreifer war zudem im Abseits gestanden (82.). In der Nachspielzeit traf Niederlechner doch noch, aber erneut stand er im Abseits. Das 3:0 verpasste Leipzigs Hee-Chan Hwang, als er die Latte traf (90.+2). Augsburg bemühte sich um den Anschlusstreffer, letztlich fehlten gegen souveräne Leipziger jedoch die Mittel im Angriff.

FC Augsburg: Gikiewicz - Framberger, Gouweleeuw, Uduokhai, Pedersen - Strobl, Khedira - Hahn, Jensen, Caligiuri - Gregoritsch

Wir haben FCA-Stürmer Florian Niederlechner getroffen – und mit ihm über die Bundesliga-Saison gesprochen. Hier können Sie sich die Podcast-Folge anhören:

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18.10.2020

Wenn Framberger herausgenommen wird und der FCA trotzdem irgendwann die nächste Niederlage einstecken muss, nehme ich jede Wette an, dass Josefa und ihre Mitmeckerer den nächsten Sündenbock sofort parat haben.
Und sollte der nächste Kandidat auf rechts hinten wieder nicht performen, ist natürlich als "Dauerbrenner" Reuter erneut in der Schusslinie, da dieser sog. Manager es doch tatsächlich versäumt hat, Kimmich für diese Position zu verpflichten.

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18.10.2020

Schwachsinn. Neutral betrachtet ist es einfach so, dass über Framberger Seite oft Fehler passieren.

Ich habe nichts gegen Reuter oder andere. Ich spreche nur die Dinge an, die ich im Spiele klar sehe und auch stimmen.

Zu Reuter ist auch klar zu sagen, dass er nach letzter Saison reagiert hat. Das war gut. Allerdings zeigt uns dass doch , dass er vor der letzten Saison mit seinem Wechseln usw daneben lag. Vor allem Koubek.

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18.10.2020

So ist es Wilhelm K., man fragt sich, was diese Leute antreibt. Es sind ja interessanterweise immer diesselben, denen auch in anderen Bereichen nichts recht gemacht werden kann und die am liebsten - aus einer bestimmten politischen Ecke kommend - alles in Schutt und Asche legen würden. Mir persönlich ist allerdings Konstruktion lieber als imer nur Destruktion.

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18.10.2020

Sie haben doch keine Ahnung.

Es wird klar gesagt, was passiert und was falsch läuft. Mehr nicht. Sie interpretieren dies immer immer gleich als Fehde gegen Reuter oder andere. So sieht es nämlich aus.

Hören Sie auf mich , wir sprechen uns am Ende der Hinrunde nochmals und sie werden sehen, dass ich recht hatte mit meinen Aussagen und Vermutungen.

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19.10.2020

Wilhelm K.

Wer sagt denn etwas von Reuter. Der Trainer entscheidet , wer aufgestellt wird und glauben Sie mir, der Framberger wird die nächsten Spiele nicht mehr erste Wahl sein.

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18.10.2020

Für mich unverständlich, warum man keine Zuschauer rein lässt? Ohne Abstandsprobleme könnte man die Arenen mir ca 30 % der Plätze belegen, aber mit Corona will sich wohl jeder Entscheider profilieren bis zum geht nicht mehr. Alles Schwachsinn. Das Ergebnis gegen Leipzig passt schon für Beide.

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17.10.2020

Da sind sie also wieder - die warnenden Stimmen von der Rosenau.
Es muss ja hart gewesen sein die letzten 4-6 Wochen...

Ganz ehrlich, um gegen so eine Mannschaft wie RBL eine Chance zu haben, muss der Gast ähnlich desolat wie der BVB hier auftreten.
Es ist überhaupt keine Schande und man wird später sehen, dass wir gut waren, weil wir nur 0:2 verloren haben.

Dass sich unsere Spieler von denen von Leipzig und Dortmund unterscheiden müssen ist schon deshalb klar, weil sie sonst garnicht hier spielen würden. Und sie haben das heute wieder gut gemacht - als Mannschaft.
Die anderen waren halt besser.
Und sich wieder EINEN Sündenbock raussuchen wie letztes Jahr den Torwart? Finde ich arm.
Warten wir mal auf Mainz in 2 Wochen, dann zeigt sich, was geht.

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18.10.2020

Da haben Sie wohl recht: Die Krakeeler auf den billigen Plätzen warten offensichtlich nur auf eine Niederlage und einen individuellen Fehler, um sich einen Sündenbock rauspicken zu können. In dieser Saison soll es wohl - nach Koubek im letzten Jahr - der junge Framberger sein. Wie armselig und wie bösartig.

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18.10.2020

Sehr gut Claus M.

Da wirst du dich an meine Worte erinnern, denn in Sachen Spiel Aufbau und Taktik, hat sich nichts verbessert. Klar stehen wir hinten besser als letzte Saison. Das ist aber auch nicht schwer bei über 60 Gegentoren.

Glaub mir auch gegen Mainz wird sich diese Truppe extrem schwer tun, weil sie hier das Spiel machen müssen.

Denke an meine Worte. Und zu Framberger: Es ist einfach Fakt, dass er in den entscheidenen Situationen gedanklich zu langsam ist.

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17.10.2020

Zum Framberger wurde von Josefa B. schon alles gesagt. Der Gregerl stolpert jetzt auch wieder als Stammpersonal über den Platz.
Im Mittelfeld fehlt es gewaltig. Der Khedira lebt seit Monaten nur von seinem berühmten Nachnamen. Das hätte der alte Baier auch noch hingebracht.
Und hört mir endlich mit dem Finnbogason auf. Wann hat der denn das letzte mal Leistung auf den Platz gebracht? Ständig ist er verletzt. Ein Schieber musste deshalb seinen Spind räumen. Spieler wie der heilige Alfred und auch ein Moravek fehlen ständig und bekommen hier offenbar das Gnadenbrot. Gegen Leipzig werden auch andere Mannschaften noch verlieren. Um gegen so eine Mannschaft zu punkten bedarf es einer bundesligatauglichen Leistung ALLER Spieler.

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17.10.2020

FRAMBERGER ENDLICH RAUS - BITTE ENDLICH TAUSCH FÜR GUMNY

Der ist kein Spieler der diese Position konstant besetzen kann.

FEHLER gegen WOLFSBURG , hier der QUERPASS - Haarsträubend - der fast zum 0 - 1 geführt hat. Sehr unaufmerksam.

Heute zweimal.

0 -1 Verliert Angelino aus den Augen und lässt diesen Kleinen Spieler 1,70m frei ins Tor köpfen - Unaufmerksam.
0 -2 Spielt einen Pass auf Khedira, der von drei Leipziger umringt wird, dass muss er doch sehen als gestandener Profi. Ballverlust. Folge 0-2.

Der Framberger ist in den entscheidenen Situationen einfach unaufmerksam und schludrig. Null Technik nur wildes rumgelaufen und rumgepresche.

Bitte raus. Heute klar Schwachstelle über die rechte Seite wie schon gegen Wolfsburg.

Auf diesem Niveau, dass der FCA auch laut unserem Torwart Giekewicz auch abliefern will, dürfen diese Haarsträubenden Fehler einfach nicht passieren.

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17.10.2020

Das vom Trainer installierte 4/4/2 Abwehrbollwerk hielt 44 Minuten, dann kam die Fehlerkette und damit war das Match entschieden. Im Spiel nach vorne fehlt einfach die Qualität um RB gefährlich zu werden. Ich denke es hat auch keiner erwartet dass wir die Bullen aufs Lechfeld schießen. Das Ergebnis geht in Ordnung, einfach weitermachen, Moral und Einsatz haben gepasst.

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17.10.2020

Jedenfalls ist es eine Sauerei, wenn in Berlin bei mehr Infektionen Zuschauer zugelassen werden und in Augsburg nicht.
"Danke" Herr Söder.

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