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FC Augsburg

16.01.2021

Frisch frisiert trotz Lockdown: Der FCA hat kein Haarproblem

Heiko Herrlich kümmert sich selbst um seine Frisur.
Foto: Witters

Plus Zuletzt gab es vom Zentralverband der Friseure Kritik an Fußballprofis, die trotz Lockdowns frisch frisiert seien. Wie der FC Augsburg mit diesem Thema umgeht.

Heiko Herrlich muss sich in diesen Tagen nicht alleine mit der Arbeit auf dem Platz beschäftigen. Das würde der Trainer des FC Augsburg sicherlich gerne tun, die Lage aber erfordert viele Blicke über den Tellerrand der Fußball-Bundesliga hinaus. Vor allem wegen der Corona-Pandemie prasseln immer wieder ungewohnte Themen auf den Trainer ein. Am Freitag musste er zum Beispiel verkünden, dass zwei seiner Trainerkollegen in dieser Woche positiv auf das Coronavirus getestet wurden: Co-Trainer Iraklis Metaxas und Torwarttrainer Kristian Babuscak. Beide wurden sofort vom Team isoliert und werden am Samstag beim Spiel in Bremen fehlen.

DFL bittet um erhöhte Aufmerksamkeit

Noch Mitte der Woche hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) Informationen des Kicker zufolge alle Profiklubs eindringlich an die Einhaltung des seit Ausbruch der Corona-Pandemie gültigen Hygienekonzepts erinnert. Erhöhte Aufmerksamkeit sei gefordert, stünde in dem Schreiben von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert und DFL-Direktor Ansgar Schwenken. „Die aus der Covid-19-Pandemie resultierenden Rahmenbedingungen zur Durchführung des Spielbetriebs erfordern weiterhin höchste Aufmerksamkeit und Disziplin. Über die im Konzept festgehaltenen Vorgaben hinaus wissen Sie um die hohe öffentliche Aufmerksamkeit für den Fußball und damit speziell auch für das Verhalten der Spieler auf sowie abseits des Rasens und erst recht in diesen Zeiten eines ausgewiesenen Lockdowns“, hieß es. Eine komprimierte Checkliste sei „als weitere Orientierung“ hinzugefügt worden. „Wir werden die Richtlinien weiter umsetzen“, sagte Herrlich, der beim FCA hier keine Probleme sieht.

MITTELFELD: László Bénes wechselte bis Sommer 2021 auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach zum FC Augsburg.
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Foto: Ulrich Wagner

FCA-Spieler halten sich an die Vorgaben

Gleiches gilt für vermeintliche Friseurbesuche von Fußballprofis während des Lockdowns. Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks hatte in einem offenen Brief an den Deutschen Fußball-Bund seinen Unmut geäußert. „Frischfrisierte Fußball-Stars setzen eine gesamte Branche unter Druck“, hieß es. Die Nachfrage nach illegalen Friseur-Dienstleistungen sei bei den Mitgliedern des Verbands stark zunehmend. „Ich selbst habe damit keine Probleme“, sagte Herrlich und fuhr sich über sein kahles Haupt, „ich kriege das selbst gut hin. Und die Spieler von uns halten sich an die Vorgaben.“

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit Florian Niederlechner von September 2020 an:

In Bremen sind nur private Haarschnitte erlaubt

Doch wie ist es andernorts? „Grundsätzlich sind wir im Fußball sehr verantwortungsvoll seit März gewesen und haben uns bis auf wenige Ausnahmen an die Konzepte gehalten“, sagte Bremens Manager Frank Baumann, „wir sensibilisieren die Spieler natürlich. Dazu gehört auch, einen Friseur nicht inoffiziell aufzusuchen. An mir kann man sehen, dass wir als Vorbilder vorangehen.“ Er selbst sei schon länger nicht mehr beim Friseur gewesen. Und wenn doch ein Haarschnitt, dann bitte privat. Wie bei Werders Tahith Chong, der sich von seiner Mutter frisieren lässt. Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo geht das Thema mit Humor an: „Die Spieler bei uns tragen Mütze aktuell, es ist Winter, deswegen sehe ich keine neue Frisur.“

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