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FC Augsburg

10.03.2020

Fünf Gründe: Darum ist Martin Schmidt beim FC Augsburg gescheitert

Der FC Augsburg sucht nach dem Aus von Martin Schmidt einen neuen Coach.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Plus Der Schweizer startete beim FC Augsburg furios, ließ dann aber stark nach. Fehler hat der 52-Jährige in seiner Amtszeit beim FCA einige gemacht.

Vor allem im Herbst 2019 zeigte der FC Augsburg, was im Team steckt. Fünf Siege aus sechs Partien gelangen da, wodurch das Polster zu den Abstiegsrängen stetig wuchs. Mittlerweile aber ist das fast aufgebraucht. Genauso wie die Geduld der FCA-Verantwortlichen mit Trainer Martin Schmidt. Wir nennen die Gründe für das Aus von Martin Schmidt beim FC Augsburg

1. Wacklige Defensive:

Es deutete sich schon zum Ende der vergangenen Saison an, in der neuen setzte es sich fort. Martin Schmidt bekam den Defensivverbund nie richtig in den Griff, obwohl er mit Jeffrey Gouweleeuw, Tin Jedvaj und Felix Uduokhai drei vielversprechende Innenverteidiger im Kader hat. Gouweleeuw aber fehlte lange Zeit verletzt, Jedvaj kam erst recht spät nach seiner Ausleihe von Leverkusen zum Team. Man merkte gerade zu Saisonbeginn, dass die Hintermannschaft noch überhaupt nicht eingespielt war. Zudem war die Position des rechten Verteidigers in der Viererkette nie wirklich fest besetzt, sondern es fand ein stetes Wechselspiel statt. Die Folge waren 52 Gegentore in dieser Saison.

2. Personalentscheidungen:

Vor allem zwei Positionen sorgten immer wieder für Kritik. Schmidt hielt lange Zeit an Torwart Tomas Koubek fest, obwohl dessen Fehler viele Punkte kosteten. Erst im Spiel bei den Bayern nahm er ihn aus dem Tor. Einen Tag später war aber auch der Trainer seinen Job los. Und auf der rechten Seite brachte er immer wieder seinen Schweizer Landsmann  Stephan Lichtsteiner, dessen beste Fußballerzeiten allerdings lange Zeit zurückliegen.

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3.Taktik:

Gegenpressing, Balleroberung, schnelle Angriffe – darauf ist das Spiel von Martin Schmidt ausgelegt. Auf viel Ballbesitz legt er nicht Wert, der FCA ist in dieser Rangliste Bundesliga-Schlusslicht. Solange das gut ging und die Gegner überrascht wurden, hatte der FCA Erfolg. Sobald aber die Gegner auf diese Taktik vorbereitet waren, kam der FCA in Probleme. Und Schmidt in die Verlegenheit, seine Spielweise während der Partien nicht anpassen zu können. So wurde ihm zum Beispiel vorgeworfen, dass er nach der Führung gegen Dortmund seine Spieler nicht einbremste. In Leverkusen testete er erstmals eine defensive Fünferkette, die zumindest teilweise funktionierte. Der Erfolg blieb aber auch hier aus.

4. Kommunikation:

Martin Schmidt betonte immer wieder, dass die Stimmung im Team gut sei. Ganz stimmte das aber offenbar nicht. Vor allem wichtige Führungsspieler waren nicht immer einverstanden mit Schmidts Handeln. So musste Gouweleeuw lange Zeit warten, bis er nach ausgestandener Verletzung ins Team zurückkehrte. Alfred Finnbogason ist derzeit auch kein Stammspieler mehr. Vor allem seine Einwechslung beim 0:2 in Leverkusen in der 89. Minute dürfte bei dem Isländer keine Freudensprünge verursacht haben. Diesen Wechsel hätte sich Schmidt sparen können.

5. Fehlende Spielidee:

FCA-Präsident Klaus Hofmann merkte kürzlich in einem Interview an, dass sich der Augsburger Fußball wieder eine Erkennbarkeit des über die Jahre entwickelten FCA-Stils aneignen sollte. Das hatte ihm bei Schmidt wohl gefehlt. Und als dann auch noch die Punkte ausblieben, war es wohl zu viel des Schlechten. 

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