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FC Augsburg

02.09.2018

Gegen Mönchengladbach fehlte dem FCA das letzte Quäntchen Glück

Pech gehört zum Fußball dazu. Michael Gregoritsch (links) vergab hier eine große Chance. Daniel Baier (rechts) ist fassungslos. Der FCA musste sich gegen Mönchengladbach mit einem 1:1 begnügen.
Bild: Ulrich Wagner

Die Fans im Stadion sehen beim 1:1 gegen Mönchengladbach ein tolles Fußballspiel, dennoch war Trainer Manuel Baum mit dem Ergebnis nicht zufrieden.

Mit der Zufriedenheit ist das so eine Sache. Manchmal fällt es unheimlich schwer, diese auch zu zeigen. Manuel Baum, der Trainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg hatte jedenfalls am Samstag damit lange seine Probleme. Dabei hatte er eine Menge Gutes gesehen beim 1:1 seiner Mannschaft vor 29.580 Zuschauern gegen Borussia Mönchengladbach. Der FCA machte ein großes Spiel, zeigte Lust, Herz und bot schönen Kombinations-Fußball, doch auch das war zu wenig um die Gäste vom Niederrhein zu besiegen.

„Wenn mir vorher einer gesagt hätte, dass wir einen Punkt holen, hätte ich das gerne unterschrieben, aber jetzt nach dem Spiel fühlt sich das nicht mehr so gut an“, blickte Baum nach der Partie etwas ratlos in die Augen der Journalisten. Als sich die erste Aufregung nach den spannenden 90 Minuten dann gelegt hatte, da hatte sich dann auch Baum wieder etwas gefangen: „Ich denke, als FC Augsburg können wir mit vier Punkten aus zwei Spielen zum Saisonstart gut leben, und wenn wir unabhängig vom Ergebnis das Spiel betrachten, haben wir eine richtig gute Leistung gebracht.“

Jeffrey Gouweleeuw machte ein Riesenspiel

Es war auch ein Spiel, wie man sich Fußball vorstellt. Das lag vor allem daran, dass beide Teams „mit offenem Visier“ spielten, wie es Gladbachs Trainer Dieter Hecking auf den Punkt brachte. „Augsburg hat uns gejagt und wir mussten immer wieder Lösungen finden“, so Hecking. Dabei hatte Gladbach bereits in der ersten Minute durch Thorgan Hazard eine gute Möglichkeit zur Führung. Beim FCA setzte sich vor allem immer wieder Marco Richter in Szene, der für Augsburg auch die erste Möglichkeit hatte. Als Michael Gregoritsch bereits nach 12 Minuten sein erstes Saisontor erzielte, gewann die Partie mehr und mehr an Intensität. Gladbach hatte dabei die größte Chance durch Johnson (17.), doch Jeffrey Gouweleeuw, der ein Riesenspiel machte, konnte den Ball noch von der Linie kratzen. (Lesen Sie dazu die FCA-Einzelkritik: Gregoritsch ist ein Mann für die wichtigen Tore ) Auch als Gladbachs Neuzugang Alassane Pléa nach 68 Minuten den Ausgleich erzielte, spielten beide Mannschaften weiter auf den Siegtreffer, wobei der FCA in der Schlussphase die besseren Möglichkeiten hatte.

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FCA-Verteidiger Martin Hinteregger wirkte zwar nach dem Schlusspfiff abgekämpft und müde, aber irgendwie auch ganz zufrieden: „Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die uns alles abverlangt hat. Aber wir haben richtig gut dagegengehalten. Das 1:1 nehmen wir mit. Wir waren zwar am Sieg nah dran, aber man muss schon auch sehen, welche Qualität Gladbach hat.“ Für den Österreicher war es auch ein besonderes Spiel.

Für FCA-Trainer Manuel Baum fühlte sich das Unentschieden wie eine Niederlage an.
Bild: Ulrich Wagner

Im Winter 2016 war er von RB Salzburg nach Mönchengladbach verliehen worden. „Auch wenn es nur eine kurze Zeit in Mönchengladbach war, es war auch eine schöne Zeit und ich kenne ja noch den einen oder anderen Spieler“, so Hinteregger.

Der FCA feierte den besten Ligastart seiner Geschichte

Fakt ist, dass der FCA seit dem Aufstieg in die Bundesliga im Jahr 2011 noch nie so einen guten Start vorweisen konnte. Drei Punkte aus zwei Spielen war das bisher beste Ergebnis in der Saison 2016/17 noch unter Dirk Schuster. „Vier Punkte sind sehr gut, wir dürfen aber keinen Zentimeter nachlassen und werden in Mainz wieder voll auf Sieg spielen“, verspricht Hinteregger. Bis dahin ist allerdings noch etwas Zeit. Aufgrund der Länderspielpause findet diese Partie erst am 15. September statt.

FCA-Manager Stefan Reuter ging es ähnlich wie Manuel Baum. Seinem Team konnte der Ex-Nationalspieler nichts vorwerfen, er bemängelte vor allem das letzte Quäntchen Glück, dass dem FCA gefehlt hat: „Unsere Jungs haben das gut gemacht. Wir haben viel Aufwand betrieben. Unser Manko war, dass wir nach dem 1:0 nicht nachgelegt haben.“ Reuter spricht vor allem über die Druckphase des FCA nach der Pause: „Den Schuss, den Yann Sommer gegen Michael Gregoritsch gehalten hat, war schon sensationell. Wenn wir da das 2:0 machen, dann gewinnen wir das Spiel.“

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