Newsticker

USA: Fünf Millionen gemeldete Corona-Infektionen seit Beginn der Pandemie
  1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. Gewinnt der FC Augsburg, könnte der Werder-Trainer seinen Job verlieren

FC Augsburg

31.01.2020

Gewinnt der FC Augsburg, könnte der Werder-Trainer seinen Job verlieren

Zweites Heimspiel der Rückrunde für den FCA - diesmal gegen Werder Bremen. Beide Mannschaften stehen unter Erfolgs-Druck.
Video: rt1.tv

Plus Bei einer Niederlage in Augsburg werden die Diskussionen um Florian Kohfeldt von Werder Bremen sicher lauter.

Knapp zehn Monate ist Martin Schmidt, 52, nun beim FC Augsburg Trainer. „Seitdem sind 14 oder 15 Trainer gekommen. Das ist krass“, meint der Schweizer. Gerade die Umstände des letzten Trainerwechsels, am Mittwoch hatte Düsseldorf Friedhelm Funkel entlassen, beschäftigte Schmidt besonders.

Im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Werder Bremen sagte er auf Nachfrage: „Es ist nicht das erste Mal, dass man sagt: Oh, das ist Bundesliga. Es ist auch hier gang und gäbe geworden, dass eine Vertragsverlängerung nicht mehr aussagekräftig ist.“ Kontinuität auf den Trainerbänken der Liga gibt es kaum noch. Auch Schmidt selbst wurde geholt, als die FCA-Führung im April das Vertrauen in Manuel Baum verloren hatte.

Aber was auffällt, selbst Trainer, die noch vor Wochen als die Heilsbringer wirkten, schließlich wurde Funkels Vertrag erst im Dezember verlängert, müssen sekündlich mit ihrer Entlassung rechnen.

Tage von Trainer Florian Kohfeldt gezählt?

Darum scheint es nicht ausgeschlossen, dass Schmidt selbst am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit seiner Mannschaft dem nächsten Kollegen den Job kosten könnte. Sollte der FCA das Heimspiel in der bisher nicht ausverkauften WWK-Arena gegen Werder Bremen gewinnen, dann könnten die Tage von Trainer Florian Kohfeldt gezählt sein - trotz aller gegenteiligen Bekundungen. Denn derzeit taumelt das Team von der Weser nach nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen Richtung Abstiegsplatz. Darauf deutete am 1. September nichts hin, als Bremen mit dem 3:2-Heimsieg gegen den FCA den ersten Saisonerfolg eingefahren hatte. Der Traum vom Kampf um einen der Europa-League-Plätze schien nur mit etwas Verspätung losgegangen zu sein.

Will mit dem SV Werder Bremen den Abstieg verhindern: Trainer Florian Kohfeldt.
Bild: Bernd Thissen, dpa

Es war ein turbulentes Duell, mit vielen umstrittenen Szenen, die aus Augsburger Sicht alle zuungunsten der Gäste ausgelegt wurden. Da soll ein Ball vor dem 1:2 im Aus gewesen sein, und auch die Gelb-Rote Karte in der 34. Minute von Neuzugang Stephan Lichtsteiner war durchaus diskussionswürdig.

Martin Schmidt: „Ist Routine und Erfahrung gefragt?“

Der Schweizer Routinier, der vergangene Woche seinen 36. Geburtstag gefeiert hat, könnte auch am Samstag wieder eine tragende Rolle spielen. Gut möglich, dass er nach seiner Pause gegen Union Berlin (0:2), er war von einer Erkältung geschwächt, wieder in die Startelf rückt. „Stephan hat unsere Erwartungen bisher erfüllt“, sagt Schmidt. Dass der Schweizer in der Außenwirkung das bisher nicht getan hat, weiß Schmidt. Doch für ihn war von vornerein klar, dass der Rechtsverteidiger keine 34 Bundesligaspiele in Folge machen würde.

Sein einziges Auswahlkriterium ist: „Was passt wo auf welchen Gegner besser vom Tempo her? Ist der Spielaufbau gefragt, oder Routine und Erfahrung gefragt?“ Das könnte für Lichtsteiner sprechen. Raphael Framberger ist noch nicht fit und Tin Jedvai überzeugte in Berlin nicht. Starke Nerven sind auch beim FCA gefragt. Denn es geht auf für Schmidt um viel. Mit einem Sieg könnte der FCA (bisher 23 Punkte) den Abstand auf Bremen (17 Zähler) auf neun Punkte erhöhen und den Abwärtstrend der Gäste beschleunigen.

FCA-Trainer Schmidt: „Dieses Spiel müssen wir gewinnen“

Mit einer Niederlage allerdings könnte sich die eigene psychologische Situation verschlechtern. Bisher hatte der FCA alle Spiele gegen Konkurrenten aus dem Tabellenumfeld gewonnen. Ehe das Gastspiel in Berlin kam. Nun will Schmidt diese Serie, die im Spätherbst die Grundlage für den Aufschwung legte, aufleben lassen. Er sagt: „Dieses Spiel müssen wir gewinnen.“ Gut möglich, dass auch Eduard Löwen sein Startelf-Debüt geben wird.

Die Lehren aus der Niederlage gegen Union für ihn: „Wir haben uns dort in Sachen Glaube und Mentalität überrumpeln lassen. Das darf uns nicht passieren. Es gibt Teams in der Bundesliga, die besser sein dürfen als wir, aber es darf keine geben, die leidenschaftlicher sind als wir.“ Gerade darum stehen die Chancen von Lichtsteiner nicht schlecht auf einen Startelfeinsatz. Leidenschaftlich ist er mit 36 noch.

Nicht mehr im Kader dabei ist auf jeden Fall Mads Pedersen sein. Der 23-jährige dänische Linksverteidiger wurde am Donnerstag für ein halbes Jahr zum Schweizer Erstligisten FC Zürich ausgeliehen.

Hören Sie sich dazu auch unseren Podcast mit vier Top-Sportlern an. Mit dabei ist unter anderem Ex-FCA-Spieler Tobias Werner:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.02.2020

Von der Weser an den Lech, nach der 0:3 Heimpleite gegen die TSG werden die Hochwasserschotten bei Bremen hochgefahren. Vor Selbstvertrauen werden sie kaum strotzen, das gilt zwar nach dem spielerischen Aussetzer bei Union für uns auch, deshalb heißt's jetzt Mund abputzen und wieder Vollgas geben.
Wie - beide Niederlagen zustande kamen da darf man getrost von einem Fehlstart sprechen, sollten wir dieses Heimspiel verlieren, was ich nicht glaube, käme das schon einer Bruchlandung gleich, man wollte es in der Rückrunde ja besser machen.
Ich hoffe Trainer Schmidt hat diesmal den richtigen Matchplan, das hieße allerdings er lässt Eduard Löwen im zentralen Mittelfeld spielen. Den Andre Hahn als MS oder falsche Neun zu platzieren war der Griff in die Mottenkiste, das hat bereits bei BMG nicht funktioniert. Im Zentrum ist er fehl am Platz. Den Spieler der technisch versiert ist, sich in engen zu bewegen weiß und auch Mal einen Pass durchsteckt lässt man auf der Bank. Wie man diese Position bespielt hat der Winter-Neuzugang nach seiner Einwechslung gezeigt. Im übrigen kann der Allrounder auch Defensive, beim 1.FCN spielte er mehrfach in der IV.
Was unsere Abwehr anbelangt haben wir mit 38 Gegentoren aktuell einen Negativrekord aufgestellt, das ist alles andere als erheiternd.
Werder wird sicherlich nicht offensiv agieren, das heißt, wir werden das Spiel machen müssen.
Hoffen wir "Schmidtchens Rennmaschinen" kommen auf Betriebstemperatur und fahren den Sieg nach Hause.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren