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FC Augsburg

19.01.2020

Gouweleeuw platzt nach BVB-Pleite der Kragen: "Dann ist es scheiße"

Es sieht nicht danach aus, dass Jefferey Gouweleeuw (links) Stephan Lichtsteiner am Samstag zum Abendessen eingeladen hat. Es gab nach der 3:5-Niederlage einiges zu besprechen.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Der FCA-Verteidiger war nach der Niederlage gegen Dortmund sichtlich angefressen. Er war mit sich, seinen Mitspielern, aber wohl auch mit dem Trainer nicht zufrieden.

Es war Mitte der ersten Halbzeit, als FCA-Trainer Martin Schmidt Jeffrey Gouweleeuw zu sich an die Außenlinie beorderte und taktische Anweisungen gab. Da stand es noch 0:0 und die Augsburger hielten Borussia Dortmund, bei allem Auf und Ab noch immer eine der besten Mannschaften der Bundesliga, mit mutigem und intelligentem Pressingspiel, gut in Schach.

Als dann Florian Niederlechner in der 55. Minute mit seinem zweiten Treffer das 3:1 erzielte, schien der Matchplan des Augsburger Trainers aufzugehen. Allerdings machte sich da schon das Unheil an der Seitenlinie warm: der Dortmunder Neuzugang Erling Haaland, 19.

Genau 23 Minuten später hatte der junge Norweger, für den die Borussia 20 Millionen Euro an Red Bull Salzburg überwiesen hatte, mit drei Treffern das Spiel gedreht und vielleicht hätte sich der Augsburger Abwehrchef auch in dieser Phase Anweisungen von der Bank erhofft.

Gouweleeuw platzt nach BVB-Pleite der Kragen: "Dann ist es scheiße"

Gouweleeuw hätte sich beim FC Augsburg andere Taktik gewünscht

Zwar vermied es der 28-jährige Niederländer nach der 3:5-Niederlage den Trainer zu nennen, doch es war ihm anzumerken, dass er ein Eingreifen von außen erwartet hätte: "Wir hatten zu viel Selbstvertrauen. Wenn du 3:1 gegen Dortmund führst, können wir nicht denken, dass wir 4:1 oder 5:1 gewinnen und dass wir alle nach vorne laufen können und dort auch noch stehen bleiben. Das geht gar nicht." Man hätte auf Konter spielen müssen. "Das ist ja auch unsere Qualität und Stärke. Es sah für mich aus, als würden wir mit Dortmund mitspielen wollen, aber soweit sind wir noch nicht."

Er selbst, der eigentlich zur Führungsgarde innerhalb der Mannschaft zählt, konnte seine euphorischen und auch ein wenig naiven Mitspieler nicht im Zaum halten. "Ich probiere es von hinten heraus zu organisieren, es hat nicht gut geklappt. Wir haben so viel richtig gemacht, aber dann ist es scheiße", sagte er angesäuert.

Da turnte ein Tin Jedvaj plötzlich beim Stande von 3:3 in der gegnerischen Hälfte herum, da wurde vorne von den Stürmern nicht mehr richtig gepresst und trotzdem weit aufgerückt. Da ließ ein Routinier wie Stephan Lichtsteiner plötzlich seinem Gegenspieler Jadon Sancho zu viel Platz, den er in der ersten Hälfte noch gut in Griff hatte.

Gouweleeuw nach BVB-Spiel: "So war es ein Zwischending"

Gouweleeuw hatte gleich auf dem Spielfeld viel Redebedarf – wohl auch mit dem Schweizer. Der fühlte sich anscheinend als Sündenbock und verschwand wutschnaubend und vor sich hin grantelnd direkt in der Kabine.

Gouweleeuw war einfach total angefressen: "Wenn man die erste Stunde ansieht, müssen wir nicht verlieren. Aber dann machen wir es Dortmund zu einfach, kein Pressing auf den Ball, keine zweiten Bälle, sie können alle Bälle über uns auf die schnellen Spieler spielen. Entweder wir stehen tiefer, oder aber wir machen vorne Druck. So war es ein Zwischending."

Und dann kam Erling Haaland, der wie ein Wintersturm durch die FCA-Defensive fegte. Und diese Unordnung nützte eine der besten ausgestatteten Offensiven der Liga, um mit zwei Toren innerhalb von zwei Minuten, um wieder ins Spiel zu kommen. Und da hätten selbst die Klopps, Mourinhos oder Guardiolas dieser Welt Probleme gehabt, ihr Team defensiver einzustellen.

Rani Khedira widerspricht Gouweleeuw: "War ein Stück weit Naivität"

Was auch gar nicht nötig gewesen wäre. Meint Rani Khedira: "Man hat es in der ersten Halbzeit die letzten zehn Minuten doch gesehen, was passiert, wenn wir tief stehen. Da hatten wir noch weniger Zugriff. Wenn die mit ihren Qualitätsspielern 30 Meter vor unserem Tor stehen, klingelt es schneller als wir gucken können."

Der defensive Mittelfeldspieler sah keine taktischen Defizite, sondern individuelle Nachlässigkeiten: "Es war ein Stück weit Naivität, wir haben ein Stück weit zu euphorisch nach vorne gespielt, haben die tiefe Laufwege nicht mehr aufgenommen. Wir haben einfach schlecht verteidigt."

Doch als die Adrenalinpegel nach diesen aufwühlenden 90 Minuten zum Rückrundenauftakt wieder ein wenig abgesunken waren, konnten die FCA-Akteure auch wieder einen Blick auf die durchaus positiven Aspekte lenken. Der FCA hatte einen der Großen der Liga lange Paroli geboten, den Zuschauern in der ausverkauften WWK-Arena ein Fußball-Spektakel präsentiert. Es gab schon deprimierendere Samstage in Augsburg.

Selbst Chef-Skeptiker Jeffrey Gouweleeuw meinte: "Wir dürfen nicht vergessen, dass wir vieles positiv gemacht haben, das müssen wir mitnehmen in die nächste Woche. und wir müssen viel lernen von diesem Spiel."

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20.01.2020

Der Trainer sagt er hat die Mannschaft nicht mehr erreicht. Da kenne ich wenige in der Bundesliga.
3-4-3 würde sich bei dem Spielermaterial anbieten. Udokai Gouweleeuw jedvay - jensen baier khedira Max - Richter Niederlechner Vargas.
Sorry Lichtsteiner sollte nur noch als Co. Trainer beschäftigt werden, zu alt zu langsam, leider die bittere Wahrheit.
Über den Fehleinkauf Koubek will gar nicht reden, dass erste Gegentor halten von 10 Bundesligatorwarten 9.

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19.01.2020

Da bin ich inhaltlich bei bei Herrn Gouweleeuw . Ist er der nächste Spieler der "verliehen" wird?

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