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Gregoritsch hat beim FC Augsburg jeglichen Kredit verspielt

Gregoritsch hat beim FC Augsburg jeglichen Kredit verspielt
Kommentar Von Johannes Graf
15.11.2019

Plus Nach Hinteregger will ein weiterer Österreicher den FC Augsburg verlassen. Seine Kritik am Klub ist allerdings unangemessen. Ein Kommentar.

Dass Michael Gregoritsch mit seiner aktuellen Situation unzufrieden ist, ist absolut nachvollziehbar. Wäre der Österreicher dies nicht, wäre dies kein gutes Zeichen. Fußballprofis, die dem Kader des FC Augsburg angehören, sollten stets den Anspruch haben zu spielen. Andernfalls hätten sie ihren Beruf ein Stück weit verfehlt. Weil jedoch laut Regelwerk nur elf Spieler auf dem Platz stehen dürfen, ist das Dasein als Ersatzspieler unausweichlich.

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Manchen mag dies allein in der Bundesliga zufriedenstellen, ein Nationalspieler wie Gregoritsch verrichtet sein Tagwerk aus einem anderen Selbstverständnis heraus. Seine Kritik am Verein rechtfertigt dies jedoch längst nicht.

Zu Beginn der Saison erhielt der 25-Jährige seine Chance. Hätte er damals seine Leistung gebracht, müsste er jetzt wohl nicht seine nach seinen Worten "beschissene" Situation beklagen. Außerdem dürfte ihm nach Hintereggers unrühmlichen Abgang bewusst gewesen sein, welche Wirkung seine Aussagen mitten in der Saison haben werden. Bei Verantwortlichen, Mitspielern und Anhängern des FCA hat Gregoritsch somit jeglichen Kredit verspielt, ein weiterer Profi provoziert seinen Abgang beim FCA.

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Einmal mehr übt ein FCA-Profi Druck auf den Arbeitgeber aus

Wie Hinteregger blieb Gregoritsch auf dem Rasen bisher professionell, trainierte gewissenhaft und erfüllte seine arbeitsrechtlichen Pflichten. Und wie Hinteregger vertraut er darauf, dass sich mit Geld im Profifußball alles regeln und sich so ein Vereinswechsel bewerkstelligen lässt. Nachdem dieses Ansinnen im Sommer scheiterte, unternimmt Gregoritsch nun einen weiteren Anlauf in der Winterpause. Einmal mehr übt ein Spieler Druck auf seinen Arbeitgeber aus und könnte sein Ziel erreichen. Verträge scheinen nur noch dazu zu dienen, dem abgebenden Verein eine möglichst hohe Ablösesumme zu garantieren.

Vor der Saison hatte Sportgeschäftsführer Stefan Reuter erklärt, er wolle nur noch Spieler in seinem Kader haben, die sich mit dem FCA identifizieren und leidenschaftlich für diesen Klub spielen. Spannend bleibt daher, wie er nun mit Gregoritsch verfährt, der öffentlich seinen Abgang vorbereitet und extrem deutlich gesagt hat, keine Lust mehr auf den FCA zu haben. Setzt Reuter den Profi nun auf die Tribüne, verwehrt ihm Einsätze und riskiert, dass der Marktwert des Spielers weiter sinkt? Oder nimmt er im Winter ein Angebot an, das möglicherweise weit unter seinen bisherigen Forderungen liegt, um Ruhe in der Mannschaft zu haben?

Lesen Sie dazu auch: Wie Stefan Reuter auf die Wechsel-Absichten von Gregoritsch reagiert

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16.11.2019

So einen Schrott wie der Gregoritsch gespielt hat zum Saisonbeginn, das hätte nicht mal für die 2. Mannschaft gereicht.
Ungeweglich, lauffaul, technische Mängel, grauslig. Niederlechner und Finnbogasson sind klar besser.
In der ersten Saison hater wirklich gut gespielt, aber da war eranscheinend noch motiviert.

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16.11.2019

Allerdings sollte man auch mal hinterfragen, woher und wieso diese ganze Unruhe im Verein kommt? Wenn Spieler abseits des Vereins solche extremen Äußerungen machen, stimmt doch etwas nicht;, mit dem Verein und dem Spieler.

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15.11.2019

Bei einem Notenschnitt von 4,88 (Quelle: kicker) verlierst überall deinen Stammplatz früher oder später...

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15.11.2019

Gregoritsch hat seine Verdienste, kein Zweifel. Was er allerdings am Anfang der Saison geboten hat, ganz beleidigte Leberwurst wegen Bremen, ohne jeden Einsatzwillen und ohne Leistungsbereitschaft, brachte die Fans ernsthaft auf die Palme. Und jetzt heult er sich öffentlich aus, nachdem Trainer Schmidt ab dem 5. Spieltag beschloß, wieder mit 11 Spielern anzutreten und Gregoritsch draußen zu lassen. Blöd, dass es keine guten Verträge gibt. "Bloß weg vom FCA" bei laufendem Vertrag sollte zu ernsthafen Konsequenzen für den Spieler führen!

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15.11.2019

Zitat:" Blöd, dass es keine guten Verträge gibt. "Bloß weg vom FCA" bei laufendem Vertrag sollte zu ernsthafen Konsequenzen für den Spieler führen!" Zu welchen ernsthaften Konsequenzen bitte schön? Können Sie das näher erläutern? Danke.

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16.11.2019

Hallo Alfred W.: was soll ich Ihnen groß erläutern? Ich bin kein Arbeitsrechtler. Aber welcher Arbeitgeber muss es tatenlos hinnehmen, wenn sein Angestellter Minderleistung bringt, sich illoyal in der Öffentlichkeit äußert. Mir stinkt es seit einer ganzen Weile, wenn Profi-Spieler in mittlerweile bekannter Weise ihre Vereine "erpressen" wollen. Und da, meine ich, sollten sich die Juristen der Profiliga gemeinsam Gedanken machen über die Ausgestaltung künftiger Verträge. Von einigen der Profis ist anscheinend die Einsicht, durch ihr Fehlverhalten der übrigen Mannschaft und ihrem eigenen Marktwert zu schaden, nicht zu erwarten.

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