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FC Augsburg

10.10.2019

Jan Moravek nimmt Mannschaft in die Pflicht: "Haben zu wenig gezeigt"

Moravek: "Es ist einfach zu wenig, was wir bisher gezeigt haben.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Bei einer Autogrammstunde stellen sich der Tscheche und Philipp Max den Fragen der Fans. Dass Trainer Schmidt nun in der Kritik steht, findet Max unfair.

Gottfried Meisinger nützte das Heimspiel. Der Derchinger war mit seiner Tochter zur OMV-Tankstelle an der Autobahn-Auffahrt gekommen, in der die FCA-Spieler Philipp Max und Jan Moravek eine Autogramm-Stunde gaben. Es war neben dem Training am Mittwochvormittag der erste öffentliche Auftritt nach der heftigen 1:5-Niederlage des FC Augsburg bei Borussia Mönchengladbach.

Freundlich, aber bestimmt sprach der Dauerkartenbesitzer aus dem L-Block den beiden Fußball-Profis ins Gewissen: "Ohne Gegenwehr war das Spiel gegen die Borussia nicht schön anzuschauen, auch wenn Gladbach natürlich eine andere Klasse hatte." Ähnlich sah es Franz Kaufmann aus Augsburg, der mit seinem kleinen Sohn gekommen war, um sich Autogramme zu holen. "Man kann gegen Gladbach verlieren, da ist eigentlich nicht viel Schlimmes dabei, aber nicht so. So darf der FCA nicht auftreten." Während die FCA-Kritiker in der Anonymität der sozialen Medien kaum ein gutes Haar an Mannschaft, Trainer Martin Schmidt und Geschäftsführer Sport, Stefan Reuter, lassen, fanden die rund 100 FCA-Fans, die im Laufe der Stunde kommen, immer wieder auch aufmunternde Worte.

FCA-Spieler Philipp Max versteht den Frust der Fans

Philipp Max versteht den Frust der FCA-Anhänger nach dem mehr als durchwachsenen Saisonstart mit fünf Punkten und vor allem 19 Gegentoren nach sieben Spielen: "Ich habe mich als junger Fan auch immer aufgeregt, wenn meine Mannschaft verloren hat. Wir Spieler ärgern uns ja auch, wir klatschen ja nicht in die Hände, wenn wir fünf Stück bekommen. Aber die Kritik hält sich in Grenzen, das ist der große Vorteil hier in Augsburg." Auch Jan Moravek, der den erkrankten Jeffrey Gouweleeuw vertrat, gab sich einsichtig: "Jeder in der Stadt will, dass wir besser spielen. Wir wollen das auch."

Bild: Klaus Rainer Krieger

Eine Erklärung zu finden für die hohe Niederlage fällt auch den beiden Spieler schwer. Moravek sagt: "Es ist einfach zu wenig, was wir bisher gezeigt haben. Wir können das besser. Wir müssen einfach wieder zurück zu den Basics."

Laufen, Kämpfen, als Einheit auf dem Platz stehen - diese Tugenden hatte den FCA seit dem Bundesliga-Aufstieg, egal unter welchem Trainer, ausgezeichnet, auch wenn es fast in jeder Saison am Ende immer gegen den Abstieg ging.

Dass FCA-Trainer Martin Schmidt in der Kritik steht, findet Philipp Max nicht fair

Jetzt ist es ja nicht so, dass der FCA derzeit abgeschlagen am Tabellenende steht. Fünf Punkte bedeuten Rang 14. Zudem lieferten die Profis zum Teil gute Spiele wie gegen Frankfurt (2:1) und auch in Freiburg (1:1) ab. Doch das Gladbach-Debakel hat Spuren hinterlassen. Dass jetzt besonders Trainer Martin Schmidt in der Kritik steht, findet Philipp Max nicht fair: "Klar muss man das große Ganze sehen, muss man einen guten Plan mit an die Hand bekommen, aber das bekommt der Trainer ganz gut hin. Wir müssen es aber umsetzen. Wir stehen in der Pflicht und letztendlich auf dem Platz. Und da müssen wir mehr tun."

Dass ihm derzeit manchmal in den Kommentarspalten von Facebook, Twitter und Co vorgeworfen wird, er sei nicht mehr ganz mit dem Herzen beim FCA, da er im Sommer den Verein verlassen wollte, kann Philipp Max nachvollziehen, doch er versichert, dass es nicht so ist: "Jeder Fußballer hat das Ziel vorwärtszukommen. Ich habe trotzdem immer wieder gesagt, dass ich dem ganzen Verein eine große Dankbarkeit entgegenbringe. Ich versuche jedes Mal, wenn ich auf dem Feld stehe, mich zu zerreißen, mein Bestes zu geben."

Dabei kommt ihm in der derzeit so labilen FCA-Hierarchie eine tragende Rolle zu. Er war nämlich nach Jan Moravek (seit 2012 im Verein) am Sonntag der dienstälteste FCA-Profi in der Startelf. Seiner Verantwortung, mit gutem Beispiel voranzugehen, ist sich Max bewusst: "Ich gehe jetzt hier in meine fünfte Saison und weiß, was es heißt, sich am Wochenende, besonders im eigenen Stadion, aufzuopfern. Auch wenn jetzt die Bayern kommen, bin ich mir zu 100 Prozent sich, dass wir alles geben werden, um die Augsburger Tugenden wieder auf den Platz zu bringen."

Damit wäre auch Gottfried Meisinger zufrieden. "Wenn wir euch kämpfen sehen, ist alles super."

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11.10.2019

Diese leeren Phrasen der Spieler. Normalerweise hagelt es nun gegen die Bayern eine 1:5 oder 1:4 Niederlage.

In den letzten Jahren hatte man wirklich oft gesehen, dass der FcA wenigstens versucht hat Paroli zu bieten. Teilweise war man auch bis zur 60 Minute auf Augenhöhe. Es muss sich wirklich alles verbessern innerhalb der nächsten Woche um hier eine kämpferische Leistung abzurufen. Leider hab ich aber das Gefühl, dass nach dem Bayern Spiel dann wieder alles beim alten sein wird. Lustlosigkeit, kein Plan, keine Struktur.

Neuer Trainer , neuer Manager Sport.

Ganz einfach.

In dem Sinne ein schönes Wochenende.

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10.10.2019

Ähm...
... bla, bla, bla!
Wie immer vermtl. Alles leeres Gerede.

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10.10.2019

Wenn ich bloss an die Freistöße und Ecken denke die Max so bescheiden tritt, ohne Plan einfach reingeklopft.
Nur dass er mehr Ballkontakte hat, weil anders kann ich mir das nicht erklären.
Als Trainer muss ich so was sehen , dass er das nicht kann.

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10.10.2019

Dann macht mal hinne! Diese Lippenbekenntnisse nützen nichts. Fakten liefern ist angesagt.

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