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FC Augsburg

19.09.2017

Joint geraucht: FCA-Talente stolpern über ein Häufchen Gras

In dieser Wohnanlage in Oberhausen in der Nähe des Nachwuchsleistungszentrums hat der FCA in Wohngruppen einige Jugendspieler untergebracht.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Weil sie einen Joint geraucht haben sollen, suspendiert der FCA drei Jugendspieler. Der Verein ist sich sicher, dass es ein Einzelfall war - trotzdem will er ein Zeichen setzen.

Es war eine drastische Maßnahme, die Roy Stapelfeld, kaufmännischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums des FC Augsburg und Cheftrainer Alexander Frankenberger vor zwei Wochen fällen mussten. Sie suspendierten drei Nachwuchsspieler und schickten sie nach Hause. Jetzt wurde der Grund dafür bekannt: Das Trio soll Cannabis konsumiert haben. Der Traum von der Profikarriere beim FCA könnte sich für sie mit einem Joint in Luft aufgelöst haben.

Stapelfeld, 41, wollte den Marihuana-Konsum zwar nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. „Es war eine Verfehlung der Spieler, die es uns unmöglich machte, eine andere Entscheidung zu treffen.“ Auch Frankenberger, 31, äußerte sich zu Details der Suspendierung nicht: „Unsere Aufgabe ist es auch, die Spieler zu schützen. Sie haben sich falsch verhalten, das sofort zugegeben und die Suspendierung eingesehen und akzeptiert.“

Die Nachwuchsarbeit des Bundesligisten genießt einen guten Ruf. Zwar kommen die meisten der rund 200 Talente, die in den elf Jugendteams von der U9 bis zur U23 betreut werden, aus der Region und wohnen zu Hause. Darauf legt der FCA bei seiner Nachwuchsförderung großen Wert. Doch der Einzugsradius wird immer größer. Für Spieler, die nicht im familiären Umfeld wohnen bleiben können, setzt der FCA auf das Konzept der Gastfamilien und Wohngruppen.

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FC Augsburg: Ehrlichkeit hat den Nachwuchsspielern nichts genützt

Insgesamt sind 18 Nachwuchsspieler (ab 15 Jahre aufwärts) in Einzelappartements, 2er WGs und 3er WGs in zwei Wohnblöcken in Sichtweite des Trainingsgeländes an der Donauwörther Straße untergebracht. Der FC Augsburg hat sie von der Augsburger Gesellschaft für Lehmbau, Bildung und Arbeit e.V. angemietet. In denselben Häusern sind unter anderem auch AEV-Jugendspieler untergebracht. Allerdings gibt es keine Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen.

Dass die drei Spieler einen Joint geraucht haben sollen, hatte sich schnell im NLZ herumgesprochen, auch bis zu den Verantwortlichen. Bei einer internen Aussprache, so heißt es, soll das Trio, das nicht in einer Wohnung zusammen untergebracht war, zugegeben haben, das Gras ausprobiert zu haben. Genützt hat ihnen ihre Ehrlichkeit nicht. Der FCA blieb hart. Frankenberger: „Wir haben Regeln und Werte für unser Zusammenleben definiert, die gebrochen worden sind. Das war ein einmaliger Vorfall, aber dennoch mussten wir so konsequent handeln.“ Dabei nahm der FCA auch keine Rücksicht auf das Talent der Spieler. Frankenberger: „Bei uns gelten für alle die gleichen Regeln, die sportliche Leistung der Spieler spielt da keine Rolle.“

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Zudem sollte auch den anderen FCA-Talenten mit der Bestrafung klargemacht werden, dass der FCA da keine Kompromisse eingeht. Stapelfeld sagt: „Natürlich haben wir den Vorfall intern aufgearbeitet. Die Jungs wissen, wenn sie Regeln brechen, hat das Konsequenzen.“

Seit fünf Jahren saniert der FCA sein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) an der Donauwörther Straße für mehrere Millionen Euro. Seit- dem ist im Stadtteil Oberhausen schon viel passiert. Erst vor kurzem wurden die Arbeiten an den Letzten der fünf Spielfelder abgeschlossen. Das Betriebsgebäude, das im Erdgeschoss den Umkleidebereich und im Obergeschoss die Büros der Trainer, Aufenthaltsräume und Besprechungszimmer beherbergt, wurde bereits 2014 fertiggestellt. Ein vereinseigenes Internat auf dem Gelände ist zwar eingeplant, doch die Realisierung liegt noch in weiter Ferne.

Der FCA liegt beim Nachwuchs im Mittelfeld

Trotzdem haben sich die Bedingungen für die Nachwuchsarbeit des Bundesligisten deutlich verbessert. Was sich auch beim Lizenzierungsverfahren der Nachwuchsleistungszentren, die seit 2007 alle drei Jahre im Auftrag des DFB und der DFL von der belgischen Agentur Double Pass durchgeführt wird, bemerkbar macht.

Zwar erhielt der FCA zuletzt zwar noch nicht die Höchstzahl von drei Sternen, doch mit zwei Sternen liegt der FCA im Mittelfeld der 54 geprüften Zentren. Neben den 36 Lizenzvereinen, für die ein NLZ verpflichtend ist, führen aktuell zehn Vereine der 3. Liga und acht Vereine in den Regionalligen ein anerkanntes Leistungszentrum. Im Jahr 2015 bekamen 25 Vereine die Höchstnote von drei Sternen. Insgesamt werden über 500 Kriterien untersucht. Dass es beim FCA bisher nicht zur Bestnote reichte, lag hauptsächlich an der Durchlässigkeit in den Profibereich. Dort wird geprüft, wie vielen eigenen Talenten der Sprung in den Bundesligakader gelingt. Da machte der FCA aber zuletzt Fortschritte. Die Eigengewächse Raphael Framberger und Kevin Danso kamen schon zu Bundesligaeinsätzen. Danso war bis vor kurzem übrigens in einer der Wohngruppen untergebracht. Pluspunkte konnte der FCA hingegen bisher mit seinem pädagogischen Konzept sammeln.

Wie sieht ein Tagesablauf eines FCA-Jugendlichen überhaupt aus? Nach dem Frühstück in der WG gehen die Spieler in die jeweiligen Schulen oder absolvieren, je nach Stundenplan, schon vormittags individuelles Training. Das gemeinsame Mittagessen findet im NLZ statt. Dort werden auch die Hausaufgaben erledigt oder gelernt. Am Nachmittag steht das Mannschaftstraining auf dem Terminplan. Danach wird im NLZ gemeinsam zu Abend gegessen, ehe die Spieler Freizeit haben. Zwei FCA-Mitarbeiter wohnen sogar in den Mietshäusern. Es ist eine intensive Betreuung im eng getakteten Tagesablauf der Talente, aber eben keine lückenlose.

Es gibt noch keine Alternative zum Wohngruppenkonzept

Dass der FCA derzeit einen neuen pädagogischen Leiter sucht, ist Zufall. Der bisherige Leiter, Sebastian Brosch, verlängerte seinen Vertrag nicht, der vor wenigen Tagen ausgelaufen ist, um nahtlos in den Schuldienst zurückkehren zu können. Zudem arbeitet der 31-Jährige jetzt als Co-Trainer bei der U23.

Auch nach dem aktuellen Zwischenfall sind Frankenberger und Stapelfeld vom Wohngruppenkonzept überzeugt. Zumal es, solange das Internat nicht gebaut ist, keine Alternative gibt. Frankenberger sagt: „Solche Verfehlungen kann man, egal, mit welchem Konzept man arbeitet, nicht zu 100 Prozent ausschließen. Uns ist es aber wichtig, unsere Spieler zur Selbstständigkeit zu erziehen. Sie sollen auch eine gewisse Sozialkompetenz erlernen.“

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.09.2017
Absolut lächerlich heutzutage.Macht den FCA nicht unbedingt sympathischer....
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19.09.2017

Ich bin gar nicht für Drogen hin oder her, aber der Leistungsdruck und die vielen Regeln sind für junge Menschen auch nocht unbedingt leicht. Es ist denke ich etwas übertrieben und hätte galanter gelöst werden können. Mehr Motivation schaffen oder Ausgleich ist dann eventuell geeigneter, als nicht nur Verbote , sondern auch direkt Rausschmiss durchzusetzen. Jugendliche reagieren ja auch oft bei zu engen Zügeln genau in die andere Richtung und rebellieren dann extra.

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19.09.2017

Ich persönlich habe nichts gegen weichen Drogenkonsum. Nur hier gehts gar nicht darum, sondern gaz allgemein um die Einhaltung von vereinbarten Spielregeln.

Die Jungs wären auch "geflogen", wenn sie ne ausufernde Party mit Ruhestörung dort gefeiert hätten oder mit Alkoholkater zu spät zum Training gekommen wären.

Ihnen hätte bewusst sein müssen, dass sie (zu recht) sehr priviligiert sind, aber als Preis und Kehrseite der Medaille eben etwas höhere Maßstäbe an sie angesetzt werden.

Nicht erwischen lassen, aus!

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19.09.2017

O meinGott, die Jungs haben einen Joint geraucht, steinigt sie!! Was soll denn dieser Schmarrn? Man muss halt erkennen, dass die Jugendlichen heutzutage eher mal einen Joint rauchen und dafür erheblich weniger saufen als wir früher! Was da schlimmer ist sei dahingestellt.

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19.09.2017

Auch wenn wir sehr selten einer Meinung sind, hier stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Hier wird auf Grund der repressiven Drogenpolitik drei jungen Menschen die Zukunft verbaut.....

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19.09.2017

Mag sein daß die Sache für sich genommen einmalig und eher harmlos war, aber es wird mit Sicherheit im Vertrag des FCA mit den Jugendlichen einen Passus über das Verhalten im Hinblick auf Alkohol und sonstige Drogen geben, zumal wenn sie noch minderjährig sind. Und wenn sie sichnicht dran halten ist Ende.

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19.09.2017

Durch solche unsinnigen Maßnahmen nimmt man der Jugend das Recht der Jugend alles mal auszuprobieren. Aber die Pharisäer lauern an jeder Ecke ....

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19.09.2017

oberhausen und Drogen sind nun mal eins !! die Jungen Russen und natürlich auch Türken sorgen schon für genügend Nachschub , und für den notfall wächst auch immer wieder mal was am Lech und natürlich auch in den Gärten hinter dem zentrum !!

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