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Kommentar
30.09.2016

Boykott der FCA-Fans: Kritik an RB Leipzig ist scheinheilig

Der harte Kern der FCA-Fans boykottiert das Auswärtsspiel in Leipzig. (Symbolbild)
Foto: Ulrich Wagner

Anhänger des FC Augsburg beteiligen sich am Fan-Boykott in Leipzig. Dabei ist die ganze Diskussion scheinheilig.

Gegen den Rasenballsportklub Leipzig zu hetzen hat sich in der Bundesliga zum Volkssport entwickelt. Der harte Kern der FCA-Fans zeigt seine Abneigung, indem er das Auswärtsspiel boykottiert. Öffentlichkeitswirksam haben die selbst ernannten echten Fans den Protest inszeniert. Ihr Antrieb: Sie erzürnt das kapitalistische Geschäftsmodell von Red Bull, in dem ein Verein für Werbezwecke missbraucht wird. Fußball ist Mittel zum Unternehmenszweck, nicht aber der Zweck selbst. Darin sehen die Kritiker den Unterschied zu ihren regional verwurzelten Traditionsklubs.

Auch der FCA würde ohne Großmäzen wohl noch Amateurfußball bieten

Dieser Ansatz ist scheinheilig. Zugegeben, RB ist ein extremes Beispiel der Vermarktung. Aber die Bundesligisten sind längst Wirtschaftsunternehmen. In diesem Zusammenhang eine Grenze zu ziehen, wer sich wie finanziert, fällt heutzutage immer schwerer.

Ist ein Automobilunternehmen vor Ort ein besserer Geldgeber als ein Getränkehersteller aus Österreich? Sind zehn Millionen Euro okay, aber bedeuten hundert Millionen Euro zu viel Mitspracherecht im Klub? Ohne Großmäzen würde auch der FCA vermutlich noch in einem veralteten, halb leeren Stadion Amateurfußball bieten.

Video: FC Augsburg gegen RB Leipzig

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Die Diskussion ist geschlossen.

01.10.2016

Wenn der Investor nicht so ein ..... wie der Ismaik, dann ist doch alles ok.

Und das Red Bull clever ist, beweist sein grausames Gesöff, das dank wahnsinniger Werbung super läuft.

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01.10.2016

Ein Zitat von Truman Capote (er dürfte bekannt sein):

Erfolg ist so ziemlich das letzte, was einem vergeben wird.

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03.10.2016

Ein "grausames Gesöff" läuft nicht durch clevere Werbung allein. Wenns denn nicht schmecken würde, wäre der "Run" schnell vorbei, trotz super Werbung. (habs noch nicht und werds auch nie trinken).

Der Fanboykott ist lächerlich. Ohne diese Groß-Mäzen würde im Fußball gar nichts mehr gehen, manche machens halt mehr oder weniger im Hintergrund und manche stellen sich breit in der Öffentlichkeit dar. Was ist daran falsch? Wichtig ist, dass man gute Spiele und gute Spieler sieht. Wers finanziert, solange es legal ist, ist eigentlich wurscht!

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30.09.2016

Danke, Herr Graf,

das ist alles vollkommen richtig.

Und auch die "Großkopferten" aus den großen BL-Klubs sollten dazu besser ihren Mund halten, denn es ist überall dasselbe wie in Leipzig!

Nur der, der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.

Da müßten sich dann nämlich alle abwenden - wenn sie denn ehrlich wären.

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30.09.2016

Scheinheilig ist der richtige Ausdruck. Ich sage sogar: unsportlich. Was ja bei Fußballanhängern immer stärker in den Focus rückt.

Selbst in der Kreisliga braucht man Geld. Und gerade die FCA-Fans... . Ohne das "Kleingeld" eines Herrn Seinschwäre dieser Verein 3.- oder 4.-klassig.

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30.09.2016

Richtig, diese Sports Herren sollte mal einige Jahre zurückblicken wie mau unsere Kasse mal war bis unser Mäzen Herr Seinsch kam. Unsportlich ist auch der richtige Ausdruck, ich gehe wegen des Sports ins Stadion und nicht wegen Gaudi Live und Ramba Zamba, denn wer selbst Fußball gespielt hat, der weiß um was es geht.

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