Newsticker
Fast zwei Drittel der Deutschen befürworten allgemeine Corona-Impfpflicht
  1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. Kommentar: Der FCA sollte seine Jahreshauptversammlung in der WWK-Arena abhalten

Der FCA sollte seine Jahreshauptversammlung in der WWK-Arena abhalten

Kommentar Von Robert Götz
29.06.2021

Auch wenn der FCA ein Wirtschaftsunternehmen ist, sieht er sich als Verein mit besonderer Beziehung zu den Mitgliedern. Die Jahreshauptversammlung ist daher zentral.

Der FC Augsburg ist ein Musterschüler in der Bundesliga. Seit elf Jahren und er ist noch nie abgestiegen. Das gelang bisher nur Bayern München, Bayer Leverkusen, VfL Wolfsburg, TSG 1899 Hoffenheim, RB Leipzig und Union Berlin.

Dieser Erfolg kam auch mit einem vergleichbar schmalen Budget zustande, das sich der FCA immer selbst erarbeiten muss. Darauf können die Fans und Mitglieder des FC Augsburg stolz sein. Aber ihnen muss auch klar sein, dass ihr FCA, bei aller Tradition, bei allen Werten, die er vertritt und für die die Führungsspitze auch eintritt, ein Wirtschaftsunternehmen ist.

Natürlich ist die 50+1-Regel eingehalten, aber Klaus Hofmann sitzt an allen wichtigen Schalthebeln

Und das schon seit Anfang 2000, als Walther Seinsch den FCA vor dem finanziellen Ruin rettete. Der Preis dafür war, dass die FCA-Mitglieder ihre Profiabteilung ausgliederten in einen Konstrukt, den Walther Seinsch als Investor vorgegeben hatte und in dem er am Ende bestimmte. Auf Seinsch folgte dann Klaus Hofmann. Beide Führungspersonen gaben und geben ihr Herzblut für den FCA und der FCA ist damit mehr als gut gefahren. Aber klar ist auch, sie haben das Sagen.

Natürlich ist die 50+1-Regel eingehalten, aber Klaus Hofmann sitzt an allen wichtigen Schalthebeln. Das ist per se nicht schlecht, man muss es sich nur ab und zu ins Gedächtnis rufen. Daran wird sich nichts ändern. Wichtig ist aber, dass die FCA-Führung die Fans und Mitglieder auf ihre weitere Reise im Profifußball mitnimmt. Natürlich werden sie ihre Entscheidungen weiter autonom treffen.

Sie sollten aber versuchen, ihre Handlungen so transparent wie möglich darzustellen. Beim Einstieg von David Blitzer gelang das nicht. Darum ist es wichtig, dass so bald wie möglich eine Präsenz-Jahreshauptversammlung stattfindet. Dort können die kritischen Mitglieder direkt ihre Fragen an die Entscheidungsträger stellen. Und dort können die kritischen Fans, wenn Neuwahlen zum Aufsichtsrat des Vereins anstehen, versuchen, einen Vertreter aus ihren Reihen in dieses Gremium zu wählen. Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, die Jahreshauptversammlung in der WWK-Arena im Freien stattfinden zu lassen. Bielefeld hat es so gemacht. Und es hat funktioniert.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.