1. Startseite
  2. Sport
  3. FC Augsburg
  4. Kritik nach Fehlern: Für FCA-Coach Martin Schmidt kann es eng werden

FC Augsburg

08.11.2019

Kritik nach Fehlern: Für FCA-Coach Martin Schmidt kann es eng werden

Für Martin Schmidt könnte es bald ungemütlich werden. Mit dem Spiel in Paderborn beginnen die Wochen, in denen der FC Augsburg kräftig Punkte sammeln muss.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Für den FC Augsburg beginnen Wochen der Wahrheit. Am Samstag in Paderborn muss gewonnen werden. Der Druck auf Trainer Martin Schmidt und die Mannschaft ist groß.

Von einem Neustart möchte Martin Schmidt nicht reden. Das wäre doch ein bisschen viel. Dem Trainer des FC Augsburg ist aber sehr wohl bewusst, dass nun eine Zeit für ihn und seine Mannschaft beginnt, die nicht wenige als Wochen der Wahrheit bezeichnen. Wenn im Bundesliga-Geschäft solche Worte benutzt werden, ist höchste Vorsicht geboten. Und manchmal sogar das Bangen um einen Arbeitsplatz. Vornehmlich um den des Trainers.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Martin Schmidt hat mit dem FCA bisher sieben Punkte gesammelt

Martin Schmidt hat mit dem FC Augsburg in zehn Partien sieben Punkte gesammelt. Das enttäuscht auf den ersten Blick, wird aber ansichts der bisherigen Gegner relativiert. Die stammten meist aus dem Vorderfeld der Liga. Dennoch sagt Schmidt: „Wir wissen, dass wir Punkte verschenkt haben. Uns fehlen zwei, drei Zähler.“ Wohl wahr, vor allem das letzte Heimspiel gegen den FC Schalke 04 dient als gutes Beispiel. Das 2:3 war nötig wie ein zehnter Ferrari im Fuhrpark eines Milliardärs. Zwei verpennte Standardsituationen und ein Fehler vom eingewechselten Reece Oxford aber reichten, um die WWK-Arena enttäuscht zu verlassen.

Die Kritik an Schmidt ist seitdem groß. Mit dem Wechsel zu Oxford wollte er das Mittelfeld verdichten, weil die Schalker dort in Hälfte zwei mehr und mehr die Oberhand hatten. Der Systemwechsel schien ihm die richtige Lösung. Dumm nur, dass ausgerechnet Oxford vor dem 2:3 patzte – wieder mal. „Dafür trage ich die Verantwortung und nehme die Kritik an. An einem so jungen Spieler wie Oxford geht so etwas natürlich nicht spurlos vorbei“, sagt der FCA-Trainer. In vorderster Front ist er dafür verantwortlich, möglichst den Druck von seinem Team zu nehmen. Gerade jetzt, wenn die Wochen der Wahrheitbevorstehen. Nach Paderborn warten Hertha BSC, Köln, Mainz, Hoffenheim und Fortuna Düsseldorf.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Markus Weinzierls Wechsel zu Schalke 04 wird immer konkreter. Foto: Andreas Gebert
12 Bilder
Das waren die FCA-Trainer seit 2000
Bild: Andreas Gebert (dpa)

Paderborn ist Schlusslicht und liegt nur drei Punkte hinter FC Augsburg

Paderborn hat als Schlusslicht drei Punkte weniger als die Augsburger. „Es ist ein Spiel um den Klassenkampf, der ist für sie und für uns entbrannt. Es geht sehr viel um die Mentalität. Man darf keine Angst vor dem Verlieren haben, sondern muss Freude aufs Gewinnen haben“, sagt Schmidt. Die Trainingseinheiten in dieser Woche stimmten ihn da zuversichtlich. Intensität, Stimmung und Gier seien beeindruckend gewesen. Zudem hätten die Partien gegen Bayern, Wolfsburg und Schalke einen klaren Aufwärtstrend gezeigt. „Wir sehen, dass wir stabil sind“, sagt Schmidt, „jetzt beginnt aber die Phase der Saison, in der wir das mit Punkten dokumentieren müssen.“

Stabilität wird am Samstag (15.30 Uhr) wieder gefordert sein. Bei einem Duell zweier Teams, die einen ähnlichen taktischen Ansatz wählen werden. Intensives Arbeiten gegen den Ball und ein schnelles Umschaltspiel. „Es ist wichtig, dass wir unser Spiel durchbringen. Wir werden sicherlich nicht dahingehen und sagen, wir wollen Ballbesitz wie Barcelona und schauen dann, was rauskommt“, sagt Schmidt. Ganz entscheidend wird der Kopf sein. „Der Druck ist da, aber nicht größer als vor der Saison, als wir wussten, es geht um den Klassenerhalt“, sagt Schmidt. Er warnt davor, nun mit einer gewissen Lässigkeit die kommenden Aufgaben anzugehen: „Es wird nicht leichter, weil es jetzt gegen Teams von hinten geht. Wenn wir überheblich reingehen und das Gefühl haben, jetzt wird es leichter, werden wir eines Besseren belehrt.“

FC Augsburg hat derzeit keine Personalprobleme

Personell plagen den FCA keine Probleme. Bleibt die Frage, ob Schmidt Veränderungen vornehmen wird. In der Offensive ist das nicht zu erwarten. In der Defensive ist es vorstellbar, dass Jeffrey Gouweleeuw in die Viererkette rückt. Paderborns Trainer Steffen Baumgart jedenfalls warnt vor dem FCA: „Augsburg verfügt über eine erfahrene Mannschaft, die mit schwierigen Situationen umgehen kann.“

Lesen Sie dazu auch: FCA-Manager Reuter: "Wir wissen, dass noch nicht alles optimal funktioniert"  (Plus+)

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

08.11.2019

Eingespielt sind sie, Personalprobleme sind auch keine da und Qualität hat die Mannschaft ja angeblich. Daraus folgt eigentlich zwingend, dass gegen einen Gegner wie Paderborn gewonnen werden muss.
Entweder der Trainer entscheidet sich für den mit dieser Mannschaft zu bewerkstelligenden optimalen Mix aus Stabilität und Aggressivität - oder er will weiterhin sein persönliches Ding durchziehen (Gouweleeuw draußen, Oxford rein, u.a.). Man wird es sehen.

Permalink
Das könnte Sie auch interessieren