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Interview

10.11.2017

Manuel Baum: "Der Spieler darf sich nicht zu wichtig nehmen"

FCA
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Seit Dezember vergangenen Jahres ist Manuel Baum Trainer des FC Augsburg.
Bild: Ulrich Wagner

Im Exklusivinterview erklärt der Trainer des FCA, wie Entscheidungen innerhalb des Vereins gefällt werden, warum seine Spieler ihn siezen und warum seine Familie zu kurz kommt.

Ein knappes Jahr ist es nun her, dass Manuel Baum beim FC Augsburg vom Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zum Coach der ersten Mannschaft befördert wurde. Seitdem ist viel passiert: Nach einer guten ersten Phase musste der 38-Jährige seine erste Krise bewältigen und vermied den Abstieg. Mit seiner Mannschaft widerlegt er derzeit die Experten, die den FCA zu Saisonbeginn als Absteiger Nummer eins gesehen haben. Mit der Augsburger Allgemeinen traf sich Baum zu einem Exklusivinterview, das in unserer Wochenendausgabe erscheint.

In dem Gespräch äußerte sich der Realschullehrer Baum auch zur Frage der Autorität. Gegenüber seinen Spielern will Baum nicht zu streng auftreten, sondern fachlich überzeugen: "Natürlich hilft es, wenn der Gegenüber sachliche Kompetenz ausstrahlt. Andererseits sind Ergebnisse das überzeugendste Argument. Wenn ein Plan aufgeht, das Ergebnis passt und die Spielart überzeugt, verschafft das einem Trainer natürliche Autorität. Ich pflege einen situativen Führungsstil. Wenn mir etwas nicht gefällt, haue ich dazwischen. Ich mache aber auch einen Spaß mit." Dennoch legt er Wert darauf, dass er von seinen Spielern gesiezt wird: "Da bin ich vielleicht etwas altmodisch. Zu viel Nähe zum Spieler ist nicht gut."

Der große Kader führt zu Unzufriedenheit - das weiß auch Baum

Dass der Kader mit 33 Profispielern der größte der ersten Bundesliga ist, führt zwangläufig zu Unzufriedenheit bei denjenigen Akteuren, die nicht regelmäßig zum Einsatz kommen. Das weiß auch Baum: "Ich finde es bemerkenswert, wie sich die Spieler verhalten, die bisher noch nicht in der Bundesliga zum Einsatz gekommen sind. Sie haben einen großen Anteil am Erfolg – allein weil sie das Trainingsniveau hochhalten." Baum äußert sich im Gespräch auch zum grundsätzlichen Anforderungsprofil eines FCA-Profis. Teamfähig müsse dieser sein. "Der Spieler darf sich nicht zu wichtig nehmen."

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Die Entscheidung darüber, wer im Kader steht, sei eine Gemeinschaftsproduktion: "In die Entscheidungsfindung eingebunden sind mein Trainerteam, Stefan Reuter und Stephan Schwarz (Technischer Direktor). Sie haben viel Erfahrung im Profibereich und teils eine andere Sicht."

Die Familie kommt bei Baum etwas zu kurz

Die Familie des Münchners Manuel Baum kommt seit seinem Wechsel nach Augsburg jedoch etwas zur kurz, gibt er zu: "Ich bin nicht oft Zuhause. Und wenn ich Zuhause bin, habe ich nicht viel Zeit. Meine Eltern und Schwiegereltern wohnen nicht weit weg, sind wöchentlich bei uns vertreten. Es ist gut zu wissen, dass alle zusammenhalten."

Die Familie kommt etwas zu kurz: Manuel Baum mit seinen Kindern Naomi und Lionel.
Bild: Ulrich Wagner

Warum Manuel Baum überzeugt ist, beim Auswärtsspiel in München dieses Mal etwas mitzunehmen, wie er mit dem Druck als Bundesligatrainer umgeht und vieles mehr lesen Sie in dem Interview, das am Samstag in unserer Zeitung sowie in unserem Online-Portal erscheint.

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