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FC Augsburg

22.11.2017

Michael Gregoritsch: "Wir sind fokussiert, aber ruhig"

Kam vom HSV zum FCA: Michael Gregoritsch.
Bild: Ulrich Wagner

Michael Gregoritsch gibt sich vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg optimistisch. Seinen Vater hätte der 23-Jährige gerne als österreichischen Nationaltrainer gesehen.

Wenn in Österreich einem Fußballer ein besonders schönes Tor gelingt oder einer einen raffinierten Freistoß schießt, der im Netz einschlägt, sprechen die Österreicher von einem „Gustostückerl.“ Bedeutet so viel wie Leckerbissen. Michael Gregoritsch hat in Augsburg eine längere Anlaufzeit benötigt, doch so nach und nach serviert der 23-jährige Grazer immer wieder vor allem in Form von Freistößen seine „Gustostückerl.“

Gegen den FC Bayern am vergangenen Wochenende war er zumindest nah dran, als er beim Stande von 1:0 für die Bayern mit einem herrlichen Freistoß an Münchens Keeper Sven Ulreich scheiterte. Darauf angesprochen zuckt Gregoritsch mit den Schultern und grinst: „Ich weiß nicht, ob das was an unserer Niederlage geändert hätte.“ 0:3 gegen Bayern hin oder her – Gregoritsch ist derzeit in blendender Spiellaune.

Zehn Tore hat er sich einmal als „magische Marke“ als Saisonziel gesetzt. Fünf sind es jetzt schon. Das Bayern-Spiel zuletzt hat ihn schon gewurmt, aber lange zu trauern, zählt nicht zu seinen Eigenschaften: „Niederlagen sind immer beschissen, aber ich verdaue Niederlagen eigentlich schnell.“ Ist auch ratsam, nachdem bereits am Samstag mit dem VfL Wolfsburg der nächste starke Gegner in Augsburg auftaucht. „Wir sind sehr fokussiert, aber ruhig. Mit 16 Punkten fühlt man sich nicht sicher. Wir wissen, dass wir nachlegen müssen. Wichtig ist, dass wir Wolfsburg weiterhin hinter uns lassen“, sagt Gregoritsch.

Bayern München baut seine Tabellenführung in der Bundesliga gegen den FC Augsburg weiter aus und schenkte Coach Jupp Heynckes seinen 500. Bundesligasieg als Trainer.
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Bild: Angelika Warmuth, Christof Stache, Tobias Hase

Gregoritsch hat immer wieder mal Probleme mit dem Sprunggelenk

Vor über einer Woche war Gregoritsch noch bei der österreichischen Nationalmannschaft und musste dann aufgrund einer Verletzung seine Zelte dort abbrechen. Doch bereits wenige Tage später bei den Bayern konnte der Augsburger Offensivspieler wieder spielen. Eine Wunderheilung? „Das ist eine komische Geschichte. Ich habe immer wieder mal Probleme mit dem Sprunggelenk. Da schwillt dann ein Band an. Das ist nichts Tragisches und bereitet keine Schwierigkeiten, aber ich muss immer ein bisschen aufpassen. Momentan ist alles okay“, meint Gregoritsch. Nach dem Ende der Hinserie will der Stürmer die zwei Wochen Pause dann zur Regeneration nutzen.

Apropos Österreich. Fünf Länderspiele hat der Ex-Hamburger bisher absolviert. Zuletzt hat der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) den gebürtigen Mainzer Franco Foda (früher u. a. 1. FC Kaiserslautern) als Nachfolger für Marcel Koller verpflichtet. Neben Ex-FCA-Trainer Markus Weinzierl stand auch der Vater von Michael Gregoritsch auf der Liste der Kandidaten. Werner Gregoritsch trainiert Österreichs U21.

Gregoritsch hat seinem Vater die Daumen gedrückt. „Franco Foda ist ein guter Trainer, aber ich hätte es meinem Vater natürlich gewünscht. Aber vielleicht kommt ja irgendwann seine Chance noch“, so Gregoritsch. Wäre es dann für ihn in der Nationalmannschaft leichter geworden oder sogar schwerer? Gregoritsch lächelt: „Wenn ich gut spiele, ist es immer leicht. Egal bei welchem Trainer.“

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