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FC Augsburg

02.12.2020

Nach Einsatz in Freiburg: Robert Gumny muss sich beim FCA noch steigern

Schiedsrichter Robert Schröder zeigt Robert Gumny die Gelbe Karte. Gegen Freiburg enttäuschte der Rechtsverteidiger des FC Augsburg.
Bild: Stefan Puchner, dpa

Plus Gegen Freiburg stand der Profi des FC Augsburg zum zweiten Mal in der Startelf, enttäuschte aber. Das sagt Trainer Herrlich zu den Auftritten des Rechtsverteidigers.

Nach 45 Minuten hatte Heiko Herrlich genug gesehen. Auf der Position des Rechtsverteidigers sah der Trainer des FC Augsburg Handlungsbedarf, nachdem der SC Freiburg in der ersten Halbzeit wiederholt auf dieser Abwehrseite durchgedrungen war. Robert Gumny hatte dort verteidigt, wobei er dem Anforderungsprofil eines Außenverteidigers eher selten entsprach.

Der Freiburger Vincenzo Grifo hatte den Augsburger ein ums andere Mal genarrt. In der 24. Spielminute hatte Grifo dem Polen den Ball derart frech durch die Beine geschoben, dass dem Düpierten nur noch ein Foul und eine Gelbe Karte als Ausweg geblieben war.

Nun ist Grifo alles andere als ein angenehmer Gegenspieler. Er zählt zwar nicht zu den Top-Spielern eines Top-Klubs, aber immerhin zum Kader der italienischen Nationalmannschaft. Dennoch hätte Gumny mehr Gegenwehr leisten müssen.

Trainer Heiko Herrlich wollte keine Gelb-Rote Karte riskieren

Die Statistik des Branchendienstes Opta spuckte eine vielsagende Zahl aus: Der 22-Jährige hatte bis zu seiner Auswechslung keinen einzigen Zweikampf gewonnen. Ein Trost für Gumny, wenn auch ein schwacher, war, dass auch Daniel Caligiuri, sein Nachfolger auf der Rechtsverteidigerposition, Probleme mit Grifo hatte. Vor Freiburgs Führung patzte Caligiuri und ermöglichte Grifo so den dritten Saisontreffer.

Nach dem Spiel wollte Herrlich indes nicht allzu hart mit Gumny ins Gericht gehen. Die Auswechslung des polnischen U21-Nationalspielers begründete der Trainer vor allem damit, dass er keine Gelb-Rote Karte riskieren wollte. Herrlich wollte vermeiden, dass sich die Geschehnisse des Mönchengladbach-Spiels wiederholen. Darin war Raphael Framberger unter ähnlichen Vorzeichen vom Platz geflogen. Innerhalb von zehn Minuten hatte sich Framberger zwei Verwarnungen eingehandelt. „Wir wollten nicht wieder in die Situation kommen, dass wir in Unterzahl spielen. Mir war das Risiko zu groß“, betonte Herrlich.

Gumny war im Sommer für eine überlieferte Ablösesumme von zwei Millionen Euro von Lech Posen zum FCA gewechselt. Gegen Freiburg hatte er zum zweiten Mal in der laufenden Saison in der Startformation des FCA gestanden. Im Verein macht der Profi Fortschritte, ebenso in der Nationalmannschaft. Gumny ist nicht nur Kapitän der polnischen U21, jüngst debütierte er in der A-Nationalmannschaft seines Landes. Beim 2:0-Testspielerfolg gegen die Ukraine stand er 78 Minuten auf dem Platz. Allerdings kam er von der Länderspielreise angeschlagen zurück.

Heiko Herrlich über Robert Gumny: "Können froh sein, dass wir ihn haben"

Herrlichs Fazit nach ein paar Monaten Zusammenarbeit fällt positiv aus. „Wir können froh sein, dass wir ihn haben. Er hat in den Spielen gezeigt, über welches Talent er verfügt.“ Unter dem Eindruck, den Gumny gegen Freiburg hinterlassen hatte, fügte der 48-Jährige hinzu. „Aber natürlich muss er sich noch weiterentwickeln.“

Dass Gumny gegen die TSG Hoffenheim spielt (Montag, 20.30 Uhr/DAZN) scheint nach dem Auftritt gegen Freiburg eher unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte Raphael Framberger zum Zug kommen, der nach Ablauf seiner Sperre wieder spielberechtigt ist.

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