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FC Augsburg

26.11.2019

Nach Krisengespräch: FCA-Manager Reuter begnadigt Gregoritsch

Darf ab sofort wieder mitspielen beim FCA: Michael Gregoritsch
Bild: Ulrich Wagner

Nach seiner Suspendierung zeigt sich der Österreicher Michael Gregoritsch einsichtig und darf ab sofort wieder am Mannschaftstraining des FC Augsburg teilnehmen.

Nach den vereinsschädigenden Äußerungen von Michael Gregoritsch während der Länderspielreise mit der österreichischen Nationalelf hat die Vereinsführung des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg das Thema gemeinsam mit dem 25-Jährigen erörtert. In einer Pressemitteilung schreibt der FCA von "guten Gesprächen", in denen man die Sache "aus der Welt geräumt" hätte. Das Ergebnis dieser Gespräche ist, dass Nationalspieler Gregoritsch ab Mittwoch wieder am Trainingsbetrieb des FCA als vollwertiges Mitglied teilnehmen wird.

FC Augsburg: Michael Gregoritsch entschuldigt sich für sein Verhalten

„Ich möchte mich beim FCA, der Mannschaft und auch den Fans entschuldigen für meine Äußerungen und vor allem für die Art und Weise, wie ich vorgegangen bin“, ließ sich Gregoritsch in der Vereinsmitteilung zitieren. „Ich hätte meinem Ärger über meine persönliche Situation nicht über die Öffentlichkeit Luft verschaffen dürfen, sondern hätte dies intern ansprechen müssen. Das bedauere ich sehr, zumal ich schon im Sommer sehr gute Gespräche mit der FCA-Vereinsführung hatte, in denen sich der FCA immer sauber und korrekt verhalten hat." Der Österreicher erklärte, er werde nun den Blick nach vorne richten, um sich sportlich anzubieten und alles für den Erfolg der Mannschaft zu tun.

Sportgeschäftsführer Stefan Reuter hatte vor dem Gespräch eine klare Ansage gemacht, unter anderem forderte er von Spielern, die nicht auf dem Platz stehen, ihren Status als Ersatzspielern öffentlich klaglos hinzunehmen. Außerdem hatte er Einsicht von Gregoritsch erwartet. Zugleich hatte Reuter dem Profi im übertragenen Sinn die Hand gereicht und die Qualität des Spielers hervorgehoben. Nun wirkt Reuter zufrieden, wenn er mitteilt: „Die Gespräche mit Michael Gregoritsch waren offen und ehrlich. Wir sind zur Überzeugung gelangt, dass Michael sein Vorgehen bereut. Er hat sich dafür entschuldigt, so dass wir keinen Grund sehen, ihn nicht wieder ins Team aufzunehmen."

Am Samstag könnte Michael Gregoritsch wieder zum FCA-Kader gehören

Gregoritsch wisse, dass sein Verhalten in einem Mannschaftssport nicht richtig gewesen sei, so Reuter weiter. "Daher werden wir ihm die Chance geben, eine sportliche Antwort auf dem Rasen zu geben.“ Bereits im Spiel gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) könnte Gregoritsch zum Kader des FCA gehören. (AZ)

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29.11.2019

Folgendes Szenario für das WE fällt mir hierzu ein. Der FCA wird aller Voraussicht nach deutlich in Köln untergehen. Am Ende wird man wie immer auf der Mannschaft und allem erdenklich möglichem kritisieren. Jämmerlich.
Fakt ist doch aber trotzdem als Herr G. suspendiert war gewann man hoch und verdient. Ergo, ist Herr G. vielleicht der treibende Unruheherd in der Mannschaft?
Herrgott, lasst ihn ziehen und dann ist Ruhe!

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27.11.2019

Denke, die gestrige "Aktion" ist als momentaner Burgfrieden zu sehen und die Wege von Gregoritsch und dem FCA werden sich im Winter, allerspätestens zu Ende dieser Saison trennen. Aber es war nun einfach wichtig....hiermit haben alle Beteiligten das Gesicht gewahrt, vergleichbar mit der Vorgehensweise in der Politik.....aktuell, wo wir auf einem etwas besseren Weg sind und ein kleines Pflänzchen der Besserung probiert von Spieltag zu Spieltag kräftiger zu wachsen...Ruhe reinzubringen. In diesem Sinne also ok, auch wenn es am Ende des Tages oberflächlich bleiben wird. Es zählt nur das große Ganze und nun vor allem das extrem wichtige Gastspiel kommenden Samstag am Rhein.

Nobby Die Stimme der Rosenau

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27.11.2019

Sicher, ich sehe das auch so, dass G wohl nach den Hinrunde gehen wird. Nur, das hätte man früher und einfacher haben können. Auch ist es spitze, dass die Wende so gut zu klappen scheint. Dennoch nervt mich diese Art der Berichterstattung. Ich denke, gerade die lokale Presse hätte mit mehr Objektivität und konstruktiver Kritik viel Unheil verhindern können.

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27.11.2019

Wie Alfred W und Wolfgang S frage ich mich auch, was diese Wortwahl und damit verbundene Verdrehung der Fakten soll: Hintegger wollte weg, so auch Gregoritsch. Statt ihn einfach ziehen zu lassen, veranstaltet die Vereinsführung einen Eiertanz, der niemandem nützt und die AZ ist bei dieser Propagandaaktion wie immer behilflich. Man muss leider die "Süddeutsche" (zb vom 23.11.) lesen, um etwas von den Fehlern der FCA-Führung zu hören.

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27.11.2019

Was hätten Sie wohl wieder zu Reuter gewusst, hätte der Gregoritsch im Sommer unter Wert ziehen lassen?

Mein Eindruck ist, dass die FCA-Führung machen kann was sie will - sie werden immer alles bekritteln, ihr Unfähigkeit vorwerfen und über sie herziehen. Ich sehe bei Reuter ja durchaus auch Fehler. Aber wer macht schon keine? Und wenn man Ihre Tiraden liest, dann ist man geneigt ihn zu verteidigen.

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27.11.2019

Tolle Überschrift, ist aber auch im Sinne von Herrn Reuter die "Begnadigung". Bei einem möglichen Abgang in der Winterpause bringt das mehr Geld in die Kasse (Ablöse, Leihe) .

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26.11.2019

Verzeihung, aber muss eine derartige Überschrift sein?
Hier wird ein bedeutender Grossakt suggeriert der, wenn mann dann die offizielle Verlautbarung liest, zum kümmerlichen schön gefärbten Friede-Freude-Eierkuchen mutiert.

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