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FC Augsburg

10.07.2019

Nach erstem Test: Nicht nur ein FCA-Spieler macht Werbung in eigener Sache

„Es reicht mir, wenn ich merke, dass ich in der Verlosung bin.“Georg Teigl (rechts) bediente Florian Niederlechner bei dessen beiden Toren maßgerecht.
Bild: Christian Kolbert

Plus Beim ersten Testspiel überzeugen ein Neuzugang und einer, der schon abgeschrieben war. Die Schlagzeilen bestimmen aber andere. Zum Beispiel der Torwart des FC Basel.

Die frisch gewaschenen roten Auswärtstrikots des FC Augsburg waren am Mittwoch nach ihrem ersten Einsatz beim 6:0-Sieg gegen den FC Gundelfingen noch gar nicht ganz getrocknet, da war das erste Testspiel des Bundesligisten gegen den Landesligisten FC Gundelfingen schon wieder Nebensache.

Transfergerüchte bestimmten gleich wieder die Schlagzeilen. Wie die letzten Tage auch. So scheint der Gregoritsch-Wechsel von Augsburg nach Bremen weiter entfernt denn je. Der FCA fordert dem Vernehmen nach 15 Millionen Euro, Werder kann wohl nur zehn Millionen bieten. "Ich habe vor ein paar Wochen schon gesagt, dass ein Transfer in dieser Größenordnung unabhängig von Namen für uns komplett unrealistisch ist.

Da muss man nur eins und eins zusammenzählen können – und wollen", wird Werders Sport-Geschäftsführer Frank Baumann vom Weser-Kurier zitiert. Die Zeitung hatte auch berichtet, dass es noch keine Einigung zwischen Gregoritsch und Bremen gebe.

Der FCA pokert mit dem FC Basel um Keeper Jonas Omlin

Aber auch der FCA scheint bei seinen Transferbemühungen auf Widerstand zu stoßen. Wie von unserer Redaktion bereits vor einer Woche berichtet, ist der FCA an Jonas Omlin, dem Torhüter des FC Basel, interessiert. Jetzt schreibt die Boulevard-Zeitung Blick, dass der FCA ein erstes Angebot von fünf Millionen Franken (4,5 Millionen Euro) für den 25-jährigen Schweizer abgegeben hat, Basel aber das Doppelte plus eine Beteiligung an einem möglichen Weiterverkauf fordert.

FCA-Trainer Martin Schmidt will sich an gar keinen Transfer-Spekulationen beteiligen. "Ich beschäftige mich mit den Spielern, die da sind", sagte er nach dem ersten Auftritt seiner Mannschaft.

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Bild: Witters

Dass Martin Hinteregger und Gregoritsch nicht dabei waren, habe einen einfachen Grund: Sie seien später ins Training eingestiegen. "Gregerl müsste am Samstag schon so weit sein", erklärte Schmidt. Dann spielt der FCA ein Turnier in Heimstetten bei München. Gegner im Halbfinale ist Zweitligist Fürth. Im anderen Spiel stehen sich Gladbach und 1860 München gegenüber. Für Hinteregger kommt das Kurzturnier zu früh. Er hat nach seinem Rippenbruch noch Zweikampfverbot. Schmidt: "Der Heilungsverlauf liegt bei vier bis sechs Wochen, er ist jetzt in der vierten."

Florian Niederlechner hat mit seiner Frau ein Haus bezogen

Dafür machten zwei andere Spieler vor über 2000 Zuschauern Werbung in eigener Sache. Georg Teigl bereitete alle drei Treffer in Durchgang eins vor, Neuzugang Florian Niederlechner (Freiburg) erzielte zwei davon. "Tore sind für einen Stürmer immer wichtig, denn man braucht Selbstvertrauen", erklärte Niederlechner, nachdem er gefühlte hunderte von Autogrammen geschrieben hatte.

Der 28-jährige Oberbayer hat sich schon eingewöhnt und mit seiner schwangeren Frau Melanie bereits ihr Haus in Augsburg bezogen. "Ich kann mich jetzt voll auf den Fußball konzentrieren." Trainer Schmidt, der Niederlechner einst nach Mainz holte, sieht es mit Freude: "Er ist jetzt griffiger und im Kopf viel weiter als in Mainz. Damals ging ihm alles zu wenig schnell, jetzt ist er in der Bundesliga angekommen."

Auch für Georg Teigl hatte Schmidt lobende Worte: "Wenn ich ihn auf der Außenbahn habe, wo er in die Tiefe reingehen kann, ist er gefährlich. Das ist seine Stärke. Je nach Gegner kann das sehr gut passen." Und die "Assists lassen ihn sicher nicht kleiner werden. Es ist eine gute Antwort auf seine Vertragsverlängerung". Ende Juni hatte der 26-jährige Österreicher seinen ursprünglichen Vertrag (2020) bis 2022 verlängert . Dabei stand die Liaison Teigl und FCA seit seinem Wechsel 2016 von RB Leipzig unter einem schlechten Stern.

Georg Teigl: "Das hat mich schon fertiggemacht"

Weder unter Dirk Schuster noch unter Manuel Baum konnte sich der Rechtsfuß durchsetzen. Zwischendurch war er von Januar bis Juni 2018 sogar an Eintracht Braunschweig ausgeliehen. "Ich war bisher in einer Situation, in der ich gar nicht zum Spielen kommen durfte, warum auch immer. Wo es nicht wirklich nach Leistung gegangen ist. Das hat mich schon fertiggemacht", spricht Teigl Klartext.

Doch seit Martin Schmidt das Sagen hat, hat sich die Situation für Teigl um 180 Grad gedreht. "Er redet mit mir. Es reicht mir, wenn ich merke, dass ich in der Verlosung bin." Deshalb habe er seinen Vertrag auch verlängert. "Ich habe Signale vom Trainerteam bekommen, dass ich in diesem Jahr meine Chance bekomme." Die will er nützen. Drei Vorlagen in 45 Minuten sind da schon mal kein schlechter Anfang.

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