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16.09.2019

Niederlechner im Duett mit Finnbogason: "Haben brutale Power entwickelt"

Florian Niederlechner, Alfred Finnbogason, Marco Richter und Rani Khedira (von links) freuen sich über den 2:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt.
Bild: Ulrich Wagner

Trainer Schmidt setzte gegen Frankfurt auf die Doppelspitze Niederlechner und Finnbogason. Eine erfolgreiche taktische Variante, die aber keine Dauerlösung ist.

In der Mixed-Zone hatten die Hauptdarsteller in der Offensive des FC Augsburg fast genauso viel Schwerstarbeit zu leisten wie zuvor beim wichtigen 2:1(2:0)-Sieg gegen Eintracht Frankfurt auf dem Platz. Die Torschützen Marco Richter und Florian Niederlechner wurden genauso wie Vorbereiter Alfred Finnbogason zuerst von Fernsehteam zu Fernsehteam gereicht und standen dann auch noch den Print- und Radio-Journalisten Rede und Antwort.

Eine Frage wurde dem Isländer und dem Neuzugang aus Oberbayern (Niederlechner ist in Ebersberg geboren) immer wieder gestellt: Wie war das mit der Doppelspitze? Die hatten die beiden im in Augsburg ungewohnten 4-4-2-System gebildet.

Damit hatte FCA-Trainer Martin Schmidt nicht nur die Zuschauer, sondern auch seinen Frankfurter Kollegen Adi Hütter überrascht. "Wir wussten, dass Finnbogason Eindruck auf den Gegner macht. Mit ihm haben sie überhaupt nicht gerechnet. Wir haben sie heute überrascht", freute sich Schmidt über seinen taktischen Kniff. Konter ohne Schnörkel, Spiel über die Flügel und leidenschaftliches Verteidigen – seine Handschrift war diesmal deutlich zu sehen. Auf jeden Fall eine Halbzeit. "Das ist der Fußball, den wir uns vorstellen."

Schmidt: "Da haben wir noch Verbesserungspotenzial"

Dass es nach dem Wechsel kaum mehr Entlastung gab, gefiel Schmidt zwar nicht, doch hatte er dafür auch eine Erklärung: "Sie war unschöner, weil wir einfach zu tief hinten drin standen. Da sind wir müde geworden, auch weil wir zwei, drei Spieler drin hatten, die praktisch von der Tribüne in die Startelf gekommen sind mit Jan Moravek, Finn und Raphael Framberger." Er habe auch aufgrund von kleineren Verletzungen nicht so wechseln können, wie er sich das vorgestellt hatte. Schmidt selbstkritisch: "Da haben wir noch Verbesserungspotenzial."

Doch nach dem ersten Saisonsieg gegen eine starke Frankfurter Mannschaft sprach er lieber über die positiven Dinge. Dass zum Beispiel sein "Matchplan" genügend lange aufgegangen war. Mit den beiden Stürmern hatte er die Frankfurter Dreierkette im Zentrum gebunden und damit Räume für die beiden Außenstürmer Ruben Vargas und Marco Richter geschaffen.

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Der machte an diesem Samstag, das, was er am liebsten tut – gegen die Eintracht Tore schießen. Zwei erzielte er beim 3:1-Sieg in Frankfurt im April, diesmal war sein 1:0 (35.) der Türöffner. "Frankfurt ist mein Lieblingsgegner. Vier meiner sechs Bundesligatore gegen Frankfurt – das ist einfach ein geiles Gefühl", erzählte Richter. Er und Vargas waren die Nutznießer der Doppelspitze. "Wie geil die Bälle ablegen. Diese Klatschbälle sind für die Sechser- und Zehner-Position wichtig. Aber auch für uns ist es ideal, wenn wir von außen nach innen den Ball führen können."

Niederlechner ist ein ernst zu nehmender Herausforder für Finnbogason

Niederlechner war vom Duett mit Finnbogason angetan. "Gerade in der ersten Halbzeit haben wir schon brutale Power entwickelt." Der Neuzugang ist der Gewinner der noch kurzen Saison. Sein Traumtor (43.) zum 2:0 ("Ich übe es oft im Training. Aber dass er so einschlägt, ist mir bisher nicht gelungen und wird mir nicht mehr so oft gelungen") war schon sein vierter Scorerpunkt im vierten Spiel. Damit hat er sich als ernst zu nehmender Herausforderer für Finnbogason gezeigt.

Der analysierte etwas nüchterner: "Wenn du zwei gut funktionierende Stürmer hast, bist du auch in der Pflicht, die spielen zu lassen. Es hat gut funktioniert." Erstmals seit April stand Finnbogason nach seiner langwierigen Wadenverletzung wieder in der Startelf. Dafür hatte er sogar auf die Länderspiele mit Island verzichtet und lieber in Augsburg trainiert. Trotzdem muss der Platzhirsch jetzt feststellen, dass er nicht mehr automatisch spielt, wenn er fit ist. Er muss sich dem Konkurrenzkampf stellen. Denn die Doppelspitze wird keine ständige Einrichtung. "Was wir heute gemacht haben, ist auf die Dauer zu leicht auszurechnen", sagt Schmidt.

Er freut sich über die taktischen Wechselmöglichkeiten. Schon am nächsten Samstag in Freiburg könnte es auf eine Sturmspitze hinauslaufen. Wer das sein könnte? Finnbogason meinte dazu: "Die Kopfschmerzen überlasse ich lieber dem Trainer."

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16.09.2019

Sehr gut Männers, das war der FCA am Samstag den wir seihen wollen, einer für alle und alle für einen! Und Niederlechner hatte letztens ja schon erwähnt, dass er sich einen Sturmpartner wünscht an seiner Seite ... und? Die Option ging voll auf!
Schon klar, dass es nicht immer so klappt, aber diesmal hat im Gegensatz zu den vorherigen Spielen alles gestimmt, und lieber in der zweiten Halbzeit die Bälle unschön raus hinten, als rumhampeln, Ballverluste und dann doch noch ein Tor kassieren!
Gegen Freiburg braucht es mindestens genauso eine Leistung am Samstag, da haben die Jungs noch was gutzumachen!
Aufgeht´s Augsburg, kämpfen und siegen!

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