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FC Augsburg

27.08.2019

Niederlechner wünscht sich einen Partner im Sturm

Nach dem Unentschieden gegen Union Berlin wirkte Florian Niederlechner enttäuscht. Mit seiner persönlichen Bilanz kann der 28-Jährige bisher zufrieden sein.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Mit einem Treffer und einer Vorlage erfüllt der Neuzugang des FC Augsburg bisher die Erwartungen. Was er sich für das Spielsystem wünscht.

Dieser Tage freut sich Florian Niederlechner, wenn er in fremden Betten schlafen darf. Mit einem Schmunzeln merkt der Profi des FC Augsburg an: „Zum Glück sind wir einen Tag vor jedem Spiel im Hotel, das tut gut.“ Ganz ernst gemeint sind diese Worte nicht, unruhigen Schlaf im eigenen Zuhause nimmt der 28-Jährige bereitwillig in Kauf. Vor rund drei Wochen ist Niederlechner erstmals Vater geworden, für ihn und seine Frau Melanie sind die ersten Tage mit dem kleinen Felix aufregend und emotional.

Außerdem scheint ihn der Alltag in einer kleinen Familie eher zu beflügeln als zu hemmen. Im Gegensatz zu manchem Mitspieler wirkte der Angreifer in den ersten beiden Bundesligaspielen ausgeschlafen. In Dortmund erzielte er nach 32 Sekunden die Führung, gegen Union Berlin bereitete er das 1:0 durch Ruben Vargas vor. Auf seine typische Art: durchsetzungsstark, mit Körpereinsatz und viel Wille. Einen eigenen Treffer verpasste Niederlechner, obwohl er eine Viertelstunde vor Schluss das wohl entscheidende 2:0 auf dem Fuß hatte. „Dass man solche Szenen als Stürmer hat, das ist wichtig. Trotzdem: Im nächsten Spiel muss ich so eine Chance machen“, betont Niederlechner.

Niederlechner war erster Neuzugang des FC Augsburg

Mit seiner offenen, freundlichen Art ist Niederlechner schnell in Augsburg angekommen. Familiäres Glück und persönliche Erfolgserlebnisse auf dem Spielfeld haben die Eingewöhnung zusätzlich erleichtert. Vom ersten Tag an habe er das Vertrauen in ihn gespürt, erzählt Niederlechner. „Es tut einem gut, wenn man geschätzt wird“, sagt er auf Oberbayerisch. Profistationen in Heidenheim, Mainz und Freiburg haben nichts an der Spracheinfärbung des gebürtigen Ebersbergers geändert.

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Wenn am Montag die Transferperiode endet, steht endgültig jener Kader fest, mit dem der FCA die Vorrunde bestreiten wird. Niederlechner war der erste Zugang im Sommer, frühzeitig hat er sich für Augsburg entschieden. Während er die komplette Vorbereitung mit dem Team bestritt, stießen weitere Neuzugänge tröpfchenweise hinzu, zuletzt Tin Jedvaj und Stephan Lichtsteiner. Dass sich die Mannschaft noch finden muss, war in Pokal und Liga nicht zu übersehen.

Niederlechner sieht Gründe dafür in der Vorbereitung, etliche Akteure wie Khedira, Max oder eben Jedvaj und Lichtsteiner verpassten die Hinführung auf die Saison teilweise oder komplett. Jetzt stehen sie in der Startelf. Die um einen Tag verlängerte Trainingswoche vor dem Bremen-Spiel und die anschließende Länderspielpause sollen die Entwicklung der Mannschaft vorantreiben. Verletzte und angeschlagene Spieler können zurückkehren, Abstimmungsprobleme behoben werden. Niederlechner betont: „Jetzt müssen wir uns einspielen.“

Der Konkurrenzkampf in der Offensive des FCA nimmt zu

Trainer Martin Schmidts Kader nimmt Formen an. Als am Dienstagvormittag trainiert wird, fehlen lediglich der Brasilianer Iago, Felix Götze und Jan Moravek auf dem Rasen. Unter anderem absolvierte Jeffrey Gouweleeuw individuelles Training auf dem Platz.

Mit den Rekonvaleszenten wächst der Konkurrenzkampf. Niederlechner dürfte diesen in naher Zukunft zu spüren bekommen. Er streitet sich mit Sergio Cordóva, Julian Schieber und Alfred Finnbogason um den Platz im Sturmzentrum. Niederlechner beurteilt das interne Wetteifern unaufgeregt, als Bundesligaprofi stellt dies für ihn eine gewohnte Situation dar. „Jeder will sich anbieten, am Ende entscheidet der Trainer.“

Niederlechner würde gerne mit Finnbogason spielen

Wobei Niederlechner begrüßen würde, wenn er Unterstützung in Form eines zweiten Angreifers erhalten würde. Der 28-Jährige macht sich für eine Umstellung auf ein Spielsystem stark, das er aus Freiburger Zeiten kennt. Als Partner wünscht er Finnbogason neben sich. „Alfred ist ein überragender Stürmer, seine Torquote ist unfassbar. Ich würde mich freuen, wenn wir so oft wie möglich zusammenspielen würden.“

Denkbar ist eine solche Konstellation bereits in Bremen (Sonntag, 15.30 Uhr). Als wahrscheinlicher gilt, dass einmal mehr Niederlechner als alleiniger Stoßstürmer beginnen wird. Sein Ziel: Mit einem Erfolg und damit einem guten Gefühl in die Liga-Unterbrechung gehen. Für den Kopf wäre das bedeutsam, meint er. Denn, so Niederlechner: „Als Fußballer ist Selbstvertrauen das Wichtigste.“

Lust auf noch mehr Fußball? Dann hören Sie sich hier unseren Podcast mit FCA-Kapitän Daniel Baier an:

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27.08.2019

"Niederlechner spricht sich für eine Umstellung des Spielsystems aus" Eindeutiger kann von einem neuen Spieler im Kader die Kritik nicht ausfallen. Für das Spielsystem ist der Trainer zuständig.

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