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FC Augsburg

21.02.2017

Plätze bleiben leer: Die FCA-Arena ist nur noch selten ausverkauft

Freitagabend in der Augsburger Arena: Während auf dem Rasen die Fußballprofis agieren, sind Teile der Tribünen verwaist.
Bild: Ulrich Wagner

In der Bundesliga-Premierensaison strömten die Zuschauer in die Augsburger Arena. Inzwischen bleiben bei den Heimspielen wiederholt Plätze auf den Tribünen frei.

Gegen Leverkusen waren sie nicht zu übersehen: leere Ränge in der Augsburger Arena. Diese fasst 30.660 Zuschauer. Offiziell fehlten am Freitag rund 5600, gefühlt blieben weit mehr der Bundesligabegegnung fern. Und das nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Da wirkt der Zuschauerschnitt überraschend, mit aktuell 27.296 bewegt er sich im Bereich der vergangenen Spielzeiten. Aber: Die Arena ist nur noch selten ausverkauft ist.

Wintermonate sind nicht beliebt bei Stadiongängern, Minusgrade, Schnee und Eis schrecken ab. Der Jahresauftakt im Januar gegen Hoffenheim war die Begegnung mit der geringsten Resonanz dieser Spielzeit (24.515), gefolgt vom Auftritt gegen Leverkusen (25.510). Allerdings waren ebenso Vorrunden-Begegnungen schwach besucht, so kamen nur 26.172 Zuschauer zum Saisonauftakt gegen Wolfsburg.

Wer bei den Heimspielen ins weite Rund schaut, bezweifelt mitunter die veröffentlichte Zuschauerzahl. Sie wirkt zu hoch. Möglicher Grund für die ausgeprägten Lücken im Stadion sind Dauerkartenbesitzer, die einem Spiel fernbleiben. Gezählt werden die verkauften Tickets – nicht die tatsächliche Zahl der Besucher.

Plätze bleiben leer: Die FCA-Arena ist nur noch selten ausverkauft

Augsburgs Fußball-Arena ist oft nicht voll besetzt

Samstags um 15.30 Uhr ist der beliebte Bundesliga-Spieltag. Er kommt Familien entgegen, Auswärts- und Heimfans reisen untertags an und ab. Auf weniger Interesse stießen folglich die Freitagsspiele gegen Bremen und Leverkusen und die Sonntagsbegegnungen mit Mainz und Frankfurt.

Der Stadionbesuch hängt ein Stück weit vom Gegner ab. Zweimal war in dieser Spielzeit die Augsburger Arena ausverkauft: gegen den FC Bayern München und Schalke 04. Leverkusen war schon in der Vergangenheit kein Zuschauermagnet. Allerdings: Selbst gegen Traditionsvereine wie Bremen, Mönchengladbach oder Hertha BSC kamen keine 30.000.

Augsburgs Gästefanblock ist nur ganz selten ausverkauft. Womöglich interessierte sich der eine oder andere auswärtige Fan in der Premierensaison für eine Reise in den Süden der Republik. Inzwischen wissen sie, was Augsburg zu bieten hat. Spielen andere Vereine zu Hause gegen den FCA, ergeht es ihnen ähnlich. Ihr Stadion ist nicht ausverkauft, weil der FCA wenig Zuschauer mitbringt. In der vergangenen Saison waren es im Schnitt 1240, wobei Ausreißer wie München (7500) die Zahlen beschönigen. Wenig Auswärtsfahrer haben ebenso Wolfsburg, Mainz oder Leverkusen – Teams also, die der FCA in der laufenden Saison empfangen hat.

Im sechsten Jahr Bundesliga ist Euphorie Routine gewichen. Begegnungen mit Freiburg, Mainz oder Hoffenheim sind alltäglicher geworden. Die FCA-Verantwortlichen betonen zwar mantramäßig, wie außergewöhnlich dauerhaft Erstligafußball in Augsburg ist, Teile der Fans, die sich von Stimmungen beeinflussen lassen, denken indes anders. In der Premierensaison war das Stadion zehn Mal ausverkauft, in der laufenden Spielzeit zwei Mal.

FC Augsburg Fußballtraining auf dem Trainingsplatz an der WWK Arena. Fußball Training Sport SPO Ballsport
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Bild: Ulrich Wagner

Attraktive Spielweise des FCA wirkt sich nicht auf Zuschauerzahlen aus

Die Punktezahl lässt den FCA in der Tabelle ordentlich dastehen, der Vorsprung auf den Relegationsplatz gegen den Abstieg beträgt fünf Punkte. Wie der FCA über weite Strecken der Saison Zähler „ermauerte“, gefiel hingegen weniger. Unter Trainer Manuel Baum ist der FCA zu einer attraktiveren Spielweise zurückgekehrt, auf das Zuschauerinteresse hat sich dies bisher nicht positiv ausgewirkt.

Der FCA hat in der laufenden Runde von elf Heimspielen drei gewonnen, drei Mal trennte er sich unentschieden, fünf Mal verlor er. Mit diesen Erfolgsaussichten entscheidet sich womöglich manch Kurzentschlossener gegen einen Stadionbesuch.

Das Fußball-Angebot im Fernsehen ist reichlich, sogar Regionalligaspiele werden übertragen. Bei diesem Überschuss geht der Reiz am Besuch eines Bundesligaspiels zunehmend verloren. Zudem orientieren sich die Deutsche Fußballliga (DFL) und die Klubs gezielter an den Bedürfnissen der Fernsehsender, die hunderte Millionen Euro für Rechte zahlen. Folge: Spieltage werden künftig stärker zerstückelt und Anstoßzeiten verschoben, um möglichst viele Partien zeitlich versetzt stattfinden zu lassen.

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22.02.2017

In Augsburg wird man sich schon lange die Frage gestellt haben ,wo wollen wir hin und unter welchen Zielvorgaben.Die Spieler, die man einkaufte waren bis auf ganz wenige Ausnahmen Ergänzungsspieler oder gar noch weniger.

Die Guten wurden durch findige Manager anderer Vereine weggekauft und deren Qualität nicht nachgeführt. So kann man doch keine zielstrebige, gewinnträchtige Mannschaft aufbauen.Das dann die Ergebnisse ausbleiben und letztendlich auch die Zuschauer das Interesse verlieren darf doch bitte dann nicht mehr verwundern !

Ich mache es jetzt an einem Spieler Ji fest, der stürmte im Heimspiel letzte Woche gegen Schluss als Rechts Außen in den Strafraum auf den Verteidiger zu und überlegte dann wie e ram besten um diesen herum kommen kann. Ein ganz klägliches Bild von einem Bundesliga Spieler, wenn er das Denken anfängt zur falschen Zeit. Gilt das auch für die anderen Spieler , dass sie zuviel denken !??

In dieser Verfasssung hat die Mannschaft kein Erstliga Format.

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21.02.2017

Bei dem was der FCA bei den meisten Heimspielen den Zuschauern geboten hat, ist es nicht verwunderlich,das immer weniger Zuschauer ins Stadion kommen.Die Heimschwäche ist schon sehr eklatant.Da es die Vereinsführung nicht nötig, sah die Mannschaft,gerade offensiv zu verstärken und der FCA dadurch nicht gerade torgefährlich ist,verliert man fast jedes Heimspiel.Wer will das auf Dauer sehen?

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21.02.2017

Ich bin am 03.03.17 auf jeden Fall im Stadion und dann gewinnen wir. :-)

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21.02.2017

Freitagabend und dann gegen die Turbos von Leipzig. Ich schätze Verhaegh und Hinteregger werden am 5.3. immer noch schwindlig durch die Gegend rennen.

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21.02.2017

Das hat erstens damit zu tun, das die Hinrund echt fussballerisch gesehen schlecht war, viel hinten dranstehen und mauer, da geh ich lieber in die Kreisklasse. Zweitens ich glaub wir hatten in den letzten 1,5 Jahren nur 1 oder 2 mal gutes Wetter gehabt, wenn der FC A gespielt hat.

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21.02.2017

Sieht man von der spannenden Partie gegen Bremen ab,ist dem geneigten Zuschauer bzw,Fan in dieser Saison leider nur "Magerkost" geboten worden.Was soll die Leute da schon ins Stadion locken?Die Lösung liegt für mich auf dem Rasen !

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