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FC Augsburg

03.12.2019

Schmidt schenkt Glühwein aus – und verrät, was er an Mainz 05 bewundert

Das Trainerteam von links: Tobias Zellner (Co-Trainer), Zdenko Miletic (Torwarttrainer), Stefan Sartori (Co-Trainer), Martin Schmidt (Cheftrainer) und Benjamin Brust (Videoanalyst).
Bild: Klaus Rainer Krieger

Martin Schmidt und seine Kollegen schenken auf dem Christkindlesmarkt aus. Der Trainer erzählt, warum die Partie am Samstag besonders wird.

Der Cheftrainer kommt leicht verspätet. Seine Kollegen warten bereits im Stand, da eilt Martin Schmidt heran. Noch ein paar Fotos mit Fans, Autogramme schreiben, dann steht aber auch der Schweizer dort, wo er an diesem Abend hin soll: in der Almhütte auf dem Augsburger Christkindlesmarkt. Glühwein ausschenken. Am Montagabend waren bereits die Spieler Rani Khedira und Marco Richter da, am Dienstag sind die Trainer an der Reihe.

"Es ist schön, sich mal hier zu treffen. Der Kontakt zu den Menschen und der Stadt ist wichtig", sagt Martin Schmidt. Er selbst wohnt nur wenige Minuten vom Rathausplatz entfernt. "Ich bin oft auf dem Platz, kaufe hier gegenüber auch ein. Heute Morgen erst war ich einen Kaffee hier trinken", sagt der Schweizer, der sich die Wohnung in der Stadtmitte ganz bewusst ausgesucht hat. "Ich wollte das Gefühl der Stadt hier aufnehmen", sagt Schmidt. Fügt aber schmunzelnd an: "Zu oft darf ich hier nicht auftauchen, sonst denken die Leute, ich hätte nichts zu tun."

Arbeit hat Martin Schmidt genug. Sein FC Augsburg steht trotz guter Spiele und Ergebnisse zuletzt weiter in einer prekären Tabellensituation, die sich am kommenden Wochenende allerdings deutlich bessern könnte. Ein Heimsieg am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz 05 vorausgesetzt. Geht die Partie verloren, droht im schlimmsten Fall allerdings das Abrutschen auf den Relegationsplatz. Es geht also mal wieder um richtig viel für die Augsburger. Und das ausgerechnet gegen Mainz 05.

Schmidt schenkt Glühwein aus – und verrät, was er an Mainz 05 bewundert

Schmidt über Partie gegen Mainz: "Da ist viel Emotionalität drin"

Nach dem Trainerwechsel hat das Team zweimal gewonnen. Zuletzt am Montagabend gegen Eintracht Frankfurt. Co-Trainer Stefan Sartori war live im Stadion dabei, um den kommenden Gegner genau zu analysieren. "Im Stadion sieht man einfach mehr. Wie coacht der Trainer, auf was achtet er, was korrigiert er", erklärt Martin Schmidt. Er selbst hat sich die Partie im Fernsehen angeschaut. Vor allem die mentale Stärke der Mainzer hat ihm imponiert. Der Trainerwechsel von Sandro Schwarz zu Achim Beierlorzer scheint sich auszuzahlen. "Am Samstag treffen zwei Teams aufeinander, die beide gerade in Form sind und ihren Trend verfolgen wollen", sagt Martin Schmidt.

Für den Trainer wird es eine ganz besondere Partie. Acht Jahre hat er in Mainz gelebt. Viereinhalb Jahre war er Trainer der U23, danach zweieinhalb Saisons Cheftrainer der Profis. Das ist eine lange Zeit, die prägt. "Da ist natürlich noch viel Emotionalität drin", sagt Schmidt. Wenngleich er anmerkt: "Mit dem Herzen und allem bin ich jetzt natürlich in Augsburg." Immerhin ist er ja auch bereits seit zweieinhalb Jahren weg aus Mainz. Er freut sich aber auf eine Partie, bei der er viele Bekannte wiedertreffen wird. Ehemalige Trainerkollegen, den Sportchef, oft gibt es die Gelegenheit nicht, sich im hektischen Bundesligageschäft zu begegnen. Vor dem Spiel aber gibt es keinen Kontakt. "Da ist jeder auf sich konzentriert."

Auf welche Spieler muss der FC Augsburg gegen Mainz verzichten?

Mit der Trainingseinheit am Dienstag sind die Augsburger in die Woche gestartet. Schmidt hat viel am Ballbesitz und der Spielkontrolle gearbeitet. Gefehlt haben Sergio Cordova und Raphael Framberger. Der Verteidiger hat sich beim 1:1 am Samstag in Köln eine muskuläre Verletzung zugezogen. Die Untersuchungen dauern noch an, Schmidt aber geht davon aus, dass Framberger mindestens zwei Wochen fehlen wird. "Wir hoffen, dass er in der englischen Woche wieder einsteigen kann." Das wäre zu den beiden letzten Spielen zu Hause gegen Düsseldorf und kurz vor Weihnachten in Leipzig. Cordova musste am Dienstag wegen einer Erkältung aussetzen. Schon seit Sonntag liegt er krank im Bett. Schmidt hofft, dass er bis Samstag wieder einsatzbereit ist.

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