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FC Augsburg

03.09.2019

Schmidt über Vargas: "Wenn ein Spieler so einschlägt, ist man froh"

Ruben Vargas ist bisher die positive Überraschung der bisherigen Saison des FC Augsburg. Der junge Schweizer hat bereits drei Tore erzielt.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Ruben Vargas Start in die Bundesligasaison ist sensationell - gegen Bremen traf er sogar doppelt. Doch der FCA-Neuzugang aus der Schweiz hat ein Problem.

Manchmal genügt ein einziger Treffer, um zum gefeierten Helden zu werden. Ruben Vargas hatte gegen Werder Bremen gar zwei Tore erzielt, ihn feiern wollte allerdings niemand. Schließlich hatten Vargas und der FC Augsburg trotz ansehnlicher Leistung im Weserstadion nichts Zählbares erreicht. Natürlich täten ihm persönliche Erfolgserlebnisse gut, meint er. Ehe er artig hinzufügt: „Aber die Mannschaft steht im Vordergrund.“

Als Vargas den Medienvertretern nach Spielschluss Auskünfte erteilt, wirkt er beinahe schüchtern. Zurückhaltend äußert er sich, seine drei Tore in den ersten drei Bundesligaspielen kommentiert der Neuzugang des FC Luzern bescheiden. Eher beiläufig meint er, Tore zu erzielen und vorzubereiten gehöre zu seinen Aufgaben als Flügelspieler.

Ruben Vargas: Ein Spieler vom Typ "Straßenfußballer"

Gegensätzlich wirkt sein Auftreten auf dem Rasen. Gegenüber Gegenspielern zeigt der Schweizer U21-Nationalspieler keinerlei Respekt, nach Marco Richter hat der FCA nun einen weiteren Spieler des Typs „Straßenfußballer“ in seinen Reihen. Vargas sucht offensive Zweikämpfe, scheut kein Dribbling, ist schnell und wendig. FCA-Trainer Martin Schmidt beschreibt Vargas als einen, der gerne „zockt“, auch in engen Räumen. „Wenn ein Spieler Form hat, so einschlägt und trifft, ist man natürlich froh. Er reißt momentan in der Offensive alle mit.“

Schmidt über Vargas: "Wenn ein Spieler so einschlägt, ist man froh"

Für Schmidts Taktik, beruhend auf einer kompakten Defensive, Balleroberungen und schnellen Gegenangriffen, stellt Vargas eine ideale Spielfigur da. Zu beobachten war dies beim zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich, als Vargas allen Bremer Gegenspielern davonlief und den Querpass von Florian Niederlechner ins leere Tor drückte. Drei der bisherigen vier Augsburger Treffer hat somit Vargas erzielt. Dass er in Bremen auch per Kopfball erfolgreich war, ist Ausdruck seiner Unberechenbarkeit vor des Gegners Gehäuse. Die Eingewöhnung in einer der besten Ligen Europas ist ihm reibungslos gelungen. Vargas: „Dass es so schnell klappt, hätte ich nicht erwartet. Das freut mich persönlich.“

In der Defensive fehlt dem FC Augsburg die Stabilität

Als Mannschaft besteht Nachholbedarf. Der Umbruch ist gewaltig, Während in der Offensive gewünschte Effekte erzielt werden, fehlt in der Defensive Stabilität.

Dafür sorgen soll unter anderem der erfahrene Stephan Lichtsteiner. Gegen Bremen hatte er wegen eines Gerangels sowie eines Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen. Vargas und Lichtsteiner sind im gleichen Dorf geboren, in Adlingenswil im Kanton Luzern. Bilder zeigen Vargas und Lichtsteiner bei einem Treffen mit Nachwuchsfußballern. Vargas als Bub, Lichtsteiner als Fußballprofi. Geradezu ehrfurchtsvoll spricht Vargas über den 35-Jährigen: „In der Schweiz ist er eine große Persönlichkeit.“

Lichtsteiner blickt auf eine lange Karriere zurück, spielte für internationale Topklubs wie Juventus Turin oder Arsenal London. Eines seiner Ziele ist, Rekordnationalspieler seines Landes zu werden. 13 Partien im Nationaltrikot werden Lichtsteiner auch nach der jetzigen Länderspielpause fehlen, er wurde nicht berufen.

Nach der Länderspielpause trifft Augsburg auf Frankfurt

Vargas steht noch am Anfang, vorerst reist er zur U21-Auswahl. In einer Woche steht in einem Nachbarschaftsduell das EM-Qualifikationsspiel gegen Liechtenstein an. Man hätte große Ziele, erklärt Vargas. Erneut hebt er die Bedeutung der Mannschaft hervor.

Nach der Rückkehr beginnt die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr). Dass der Erfolgsdruck wächst, davon will sich Vargas nicht beirren lassen. „Wir werden nicht nervös, werden weiterarbeiten.“

Ein Sieg mit dem FCA – das fehlt Vargas noch.

Lesen Sie dazu auch: Warum dem FCA ausgerechnet die Niederlage in Bremen Mut macht

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