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Sieg gegen Mainz zeigt, wie effektiv der FC Augsburg immer spielen müsste

Kommentar Von Robert Götz
01.03.2021

Plus Mit dem Sieg gegen Mainz nimmt Heiko Herrlich seinen Kritikern den Wind aus den Segeln - vorerst. Nach Berlin kann der FCA entspannter reisen.

Bessere Steilvorlagen hätte die Konkurrenz am 23. Spieltag der Bundesliga dem FC Augsburg nicht liefern können. Schalke und Köln holten sich mit jeweils 1:5 beim VfB Stuttgart beziehungsweise FC Bayern München deftige Klatschen ab, Bielefeld verlor 0:3 in Dortmund und auch die Hertha aus Berlin blieb beim 0:2 in Wolfsburg ohne Punkte.

Die Partie in Mainz zeigt, mit wie viel Leidenschaft und Kampf der FCA agiert

Mit einem Sieg seiner Mannschaft hätte FCA-Trainer Heiko Herrlich nicht nur mehr Distanz zu den oben genannten Nachzüglern gebracht, sondern auch das Punktepolster auf den ersten direkten Abstiegsplatz – dort stand Mainz schon vor der Partie – auf neun Zähler ausgebaut.

Und es ist ihm gelungen. Er hat damit auch den durchaus vorhandenen Kritikern erst einmal den Wind aus den Segeln genommen – auch wenn man in den Schlussminuten gegen Mainz wieder ziemlich zittern musste, bis der 1:0-Erfolg schließlich feststand.

Das goldene Tor: FCA-Spieler André Hahn traf wie schon im Hinspiel gegen den FSV Mainz 05.
Foto: Torsten Silz, dpa

Schon in der Vorrunde hatte der 49-jährige gebürtige Mannheimer, der in der Bundesliga für Leverkusen, Mönchengladbach und Dortmund in 258 Spielen 74 Tore erzielt hatte, seiner Mannschaft eine durchaus bemerkenswerte Effektivität vor dem gegnerischen Tor beigebracht, was besonders bei den Siegen gegen Bielefeld oder Köln zu sehen war. Die Partie in Mainz war eine Blaupause und zeigte auch mit wie viel Leidenschaft und Kampf das Team agiert, auch für den Trainer. Dass das Spielerische weiter zu kurz kommt, war diesmal auch den Platzverhältnissen geschuldet.

Der FC Augsburg hat mit dem knappen 1:0-Sieg die Aufholjagd von Mainz jäh gestoppt

Mit diesem Sieg hat sich der FCA ein gutes Stück von der steil abfallenden Klippe am Rande der Abstiegszone entfernt. Die Vereinsführung, und da vor allem Stefan Reuter, kann erst einmal durchatmen. Schließlich ist er als Sport-Geschäftsführer federführend bei der Trainersuche und der Kaderzusammenstellung, auch wenn die Entscheidungen nur in Absprache mit dem Vereinschef Klaus Hofmann und dem Finanz-Geschäftsführer Michael Ströll getroffen werden.

MITTELFELD: László Bénes wechselte bis Sommer 2021 auf Leihbasis von Borussia Mönchengladbach zum FC Augsburg.
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Das ist der FCA-Kader für die Saison 2020/21
Foto: Ulrich Wagner

Der FCA hat mit dem knappen 1:0-Sieg die Aufholjagd des Tabellenvorletzten jäh gestoppt und kann nun entspannter am nächsten Sonntag ins nächste Krisengebiet der Liga reisen: zur Hertha nach Berlin.

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01.03.2021

Was ist Herrlich "gelungen"? Dem Mainzer Torwart ist es "gelungen", dem FCA einen Sieg zu schenken! So schauts aus! Das war garantiert kein Verdienst Heiko Herrlich's, sonst hätte dieser Sieg weitaus höher ausfallen müssen.

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01.03.2021

Noch zwei Siege und zwei Unentschieden müssten reichen. Das wären dann 34 Punkte. Das müsste doch zu schaffen sein. Ich bin (inzwischen) wieder optimistisch. Zumal Kampfgeist und Siegeswille erwacht sind. Jetzt noch etwas mehr Spiel MIT dem Ball, dann könnte der alte FCA wieder aufblitzen.

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01.03.2021

Alles schön und gut, aber vergessen wir nicht, dass die letzten 3 Punkte auf Grund schwerer Torwartfehler der Gegner entstanden. Tore aus dem Spiel erzielen, Mangelware!

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01.03.2021

Es ist eine einfache Rechnung: Der FCA darf gegen die 12 besseren immer verlieren muss aber gegen die 5 schlechteren in der Tabelle immer gewinnen. Also im Schnitt muss der FCA ca. 42% aller Spiele gewinnen. Ein Relegationsspiel würde die Mannschaft wahrscheinlich nicht als 1. Bundeslegist überleben. Klassenerhalt ist die Hoffnung, dass es mindestens 3 bis 5 Mannschaften gibt, die noch schlechter spielen.

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01.03.2021

Ich glaube langsam, das ist das Szenario der FCA Führung von Beginn an einer jeden Saison, sich immer auszurechnen, wie viel Punkte man benötigt, um nicht absteigen zu müssen. Das "vermittelt" man anscheinend auch der Mannschaft: Sobald man ein kleines (Punkte-) Polster hat, beginnt der Schlendrian.

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