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FC Augsburg

18.12.2012

Sio für vier Spiele gesperrt - Keine Zukunft mehr in Augsburg

Giovanni Sio kann wohl seine Sachen packen. Für den FC Augsburg wird die Leihgabe des VfL Wolfsburg auf jeden Fall nicht mehr spielen.
Bild: Ulrich Wagner

Der FC Augsburg und Giovanni Sio gehen getrennte Wege. Trainer Markus Weinzierl legt keinen Wert mehr auf die Wolfsburger Leihgabe. Die wurde jetzt noch für vier Spiele gesperrt.

Der FC Augsburg müsste für vier Spiele auf Giovanni Sio verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sperrte den Offensivmann wegen rohen Spiels und unsportlichen Verhaltens, wie der Verband am Dienstag mitteilte. Der 23-Jährige war am vergangenen Samstag beim 1:1 im Bayernderby bei Greuther Fürth kurz vor Schluss vom Platz gestellt worden. Trainer Markus Weinzierl hatte daraufhin erklärt, nicht mehr mit dem Leihspieler vom VfL Wolfsburg zu planen.

"Sio wird nicht mehr für den FCA spielen"

"Sio wird nicht mehr für den FCA spielen", teilte Weinzierl mit. Die Gründe liegen auf der Hand. Bereits vier Minuten nach seiner Einwechslung sah der Franzose in Fürth die Rote Karte und verabschiedete sich auf dem Weg in die Kabine von den Zuschauern mit dem gestreckten Mittelfinger.

Es war ein Abgang wie trauriger er hätte nicht sein können. Eine obszöne Geste, die gut auf den Fernsehbildern zu sehen war und die dem Fußball-Profi des FC Augsburg mächtig Ärger einbringen wird. Vereinsintern wird er um eine Geldstrafe nicht herumkommen.

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Sio zeigte zu selten sein Talent

Warum Sio aber die Nerven verlor, wollte beim FCA erstmal aber keiner wissen. Sein neuer Berater Dr. Cyrille Timwo Monthe aber schon. "Er ist von einigen Fans auf der Haupttribüne provoziert worden. Sie haben ihm den Stinkefinger gezeigt. Er hat dann darauf reagiert. Das hätte er nicht tun dürfen, er muss sich eigentlich in so einer Situation beherrschen.“

Doch das Nervenkostüm des jungen Franzosen, dessen familiären Wurzeln in der Elfenbeinküste liegen, ist derzeit mehr als angespannt. Als er im Sommer vom VfL Wolfsburg zum FCA ausgeliehen wurde, kam Sio mit großen Hoffnungen nach Augsburg. Hier wollte er zeigen, dass er gut genug für die Bundesliga ist; dass die geschätzten sechs Millionen Euro Ablösesumme, die Wolfsburg an den Schweizer Erstligisten FC Sion vor einem Jahr überwiesen hatte, gut angelegt waren. Und hier wollte er die Vorurteile, er sei ein schwieriger Charakter, widerlegen.

Es kam aber ganz anders. Sportlich enttäuschte Sio sich und auch den FCA. Dabei bescheinigen ihm alle ein Riesentalent. Doch beim FCA zeigte er dies nie. (ötz/oll)

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