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So wie in Frankfurt darf sich der FCA nicht präsentieren

So wie in Frankfurt darf sich der FCA nicht präsentieren
Kommentar Von Marco Scheinhof
09.02.2020

Plus Beim 0:5 in Frankfurt präsentiert sich der FCA desaströs. Es fehlt nicht an der Qualität, sondern an der nötigen Einstellung. Unser Kommentar.

Keine Frage: So wie in der zweiten Halbzeit in Frankfurt darf sich kein Fußball-Bundesligist präsentieren. Das war ein Armutszeugnis, was die Spieler des FC Augsburg da abgeliefert haben. Besorgniserregend ist vor allem, dass einige Spieler den Ernst der Lage offenbar nicht erkannt haben.

Sie schienen nach dem überzeugenden Herbst und dem Heimsieg gegen Bremen vor einer Woche tatsächlich schon überzeugt, dass der Klassenerhalt so gut wie perfekt ist. Wenn sie sich da mal nicht grundlegend täuschen. Mit ihrer zu lässigen Herangehensweise in Hälfte zwei haben sie viel von dem zerstört, was sie sich im Laufe der Saison mühsam aufgebaut hatten. Die Qualität im Augsburger Kader für den Klassenerhalt ist zweifelsfrei vorhanden. Aber nur, wenn jeder mit der nötigen Einstellung die Aufgaben angeht.

FC Augsburg: Trainer Martin Schmidt kritisiert erstmals seine Mannschaft

Trainer Martin Schmidt und seinem Team gelang es allerdings ein weiteres Mal nicht, in einer prekären Situation angemessen von außen auf die Spieler einzuwirken. Zwar versuchte er, mit seinen Wechseln die Defensive zu stärken, seine Botschaft aber kam offenbar nicht an. Ähnlich wie beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund, als zu forsches Angreifen nach einer zweimaligen Führung in eine 3:5-Niederlage mündete. Von einer Katastrophe sprach Schmidt hinterher, von der schlechtesten Halbzeit in der Rückrunde. Und was neu war: Er stellte sich diesmal nicht vor die Mannschaft, sondern kritisierte sie mit scharfen Worten. Ob das auf einen Bruch im Team hindeutet? Ganz aus der Verantwortung kann sich der Trainer freilich nicht stehlen.

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Tomas Koubek ist beim FC Augsburg nicht mehr unumstrittener Stammspieler

Noch ist nichts verloren. Noch besteht kein Grund zur Panik. Zumal bei Schmidt offenbar auch ein Umdenken in der Torhüter-Thematik stattfindet. Er rückt langsam von der Treue zu Tomas Koubek ab. War der Torwart beim 0:2 doch wieder maßgeblich an einem Gegentor beteiligt. Da helfen die guten Paraden zuvor und danach auch nicht. In der Trainingswoche muss die Analyse nun schonungslos sein. Offene Worte sind gefordert. Solche 45 Minuten wie in Halbzeit zwei dürfen sich auf jeden Fall nicht mehr wiederholen.

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10.02.2020

Macht er aber immer wieder ??
Was ist mit 3:0 führen und 5:3 verlieren ???

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10.02.2020

Jedenfalls laut Kicker war an dem Spieltag der FCA der Verein, der am wenigsten Laufleistung brachte. Also ein erbärmlicher Einsatz der gesamten Mannschaft.
Und nach zu "Nobby Die Stimme der Rosenau": die Kommentare sind meist sehr differenziert. Kompliment! Da könnte der FCA manchmal anrufen und sich ein paar Tipps holen.

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10.02.2020

Ein sehr guter Kommentar, der die Probleme klar offenlegt. Wenn nur mal die Verantwortlichen sich auch mal so klar und transparent artikulieren würden.

Nobby Die Stimme der Rosenau

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