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22.06.2007

Tauziehen um Vaclav Drobny

Seine letzten Urlaubstage verbringt Rainer Hörgl im heimischen Neukirchen in Oberbayern. Am Samstag kommt er nach Augsburg zurück, am Montag startet der Fußball-Trainer mit dem FC Augsburg in die neue Saison.

Vaclav Drobny (26) wird da sicher noch nicht dabei sein, denn der tschechische Nationalverteidiger steht mindestens noch bis zum 30. Juni bei Sparta Prag unter Vertrag.

Das soll sich aber schnell ändern, hofft Trainer Hörgl. In dessen Planungen spielt Drobny eine tragende Rolle. "Er kann bei uns auf der Position von Sören Dreßler oder Ingo Hertzsch spielen."

Wie Drobnys berufliche Zukunft aussehen wird, da gehen die Meinungen des tschechischen Profis und von Sparta Prag weit auseinander. Prag hat eine einseitige Option auf eine Vertragsverlängerung gezogen. Wohl nicht um den Spieler zu halten, sondern um eine Ablösesumme heraus zu schlagen. Drobny erkennt die Option aber nicht an und will zum FCA wechseln.

Da bekommt er volle Unterstützung. "Wir sind uns mit dem Spieler einig und wir tragen seine Auffassung, dass er ablösefrei wechseln kann. Wir haben schon einige fundierte Meinungen eingeholt und die bestätigen uns", erklärt FCA-Manager Andreas Rettig. Notfalls will der FCA den Fall der Fifa vorlegen. Der Fußball-Weltverband ist bei Transferstreitigkeiten zuständig.

Doch soweit will es der FCA nicht kommen lassen. "Wir haben Sparta Prag einen Kompromiss vorgeschlagen. Jetzt ist Sparta am Zug", sagt Rettig. Denn wenn der Fall vor die Sportgerichte kommt, ist ein Ausgang nicht vorhersehbar. Zwar könnte der Spieler schnell eine provisorische Spielgenehmigung erhalten, doch wie der endgültige Richterspruch aussehen würde, kann niemand sagen. Und dieses Risiko würde der FCA gerne vermeiden. Sollte sich der Wechsel von Drobny erfüllen, dann hat Hörgl "19 gestandene Spieler und einige hoffnungsvolle Talente" im Kader. Da sei noch Platz.

"So üppig ist der Kader nicht besetzt." Das sieht der Vorstands-Vorsitzende Walther Seinsch zwar etwas anders, doch auf der Wunschliste von Rainer Hörgl steht noch ein Spieler für die linke Außenbahn. Dort verrichtet zwar Lars Müller zuverlässig seine Dienste, doch fehlt hier ein adäquater Ersatz. Zwar könnten Elton Da Costa oder Benjamin Kern an der Außenlinie spielen, doch eine richtige Konkurrenz gibt es für Müller noch nicht. Hörgl: "Wir haben keine Not und es wird keinen Schnellschuss geben, aber wir werden Augen und Ohren offen halten."

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