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FC Augsburg

22.01.2019

Viele Ausfälle verschärfen die Krise beim FCA

FCA-Trainer Manuel Baum fehlen aktuell viele Spieler. Das erschwert den Abstiegskampf.
Bild: Tobias Hase, dpa (Archiv)

Plus Der FCA bekommt einfach nicht die Kurve - auch weil beim 1:2 gegen Düsseldorf die Ersatzbank mehr als ausgedünnt war. Doch Manager Reuter spielt auf Zeit.

Als am Samstag eine Stunde vor Spielbeginn in der WWK-Arena die Spielberichtsbögen verteilt wurden, da richtete sich das Hauptaugenmerk beim FC Augsburg nicht auf die Startelf, die gegen Fortuna Düsseldorf auflaufen würde. Die war so irgendwie erwartet worden. Was für Aufsehen sorgte, war die Augsburger Ersatzbank.

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Dort saßen neben Ersatztorhüter Andreas Luthe und den beiden Offensivleuten Sergio Cordova und Marco Richter der 34-jährige Jan-Ingwer Callsen-Bracker, der 33-jährige Christoph Janker, der 27-jährige Georg Teigl und der 19-jährige Jozo Stanic. Das Quartett hat in dieser Saison genau null Minuten gespielt. Stanic stand zum ersten Mal überhaupt in einem Bundesliga-Kader. Teigl, Janker und Callsen-Bracker galten zuletzt nur noch als Standby-Bundesligaprofis.

Viele Ausfälle beim FCA: Caiuby fehlt immer noch

Es war das letzte Aufgebot des FC Augsburg, nachdem der FCA mit dem absenten Caiuby, dem Gelb-gesperrten Rani Khedira, den südkoreanischen Asien-Cup-Spielern Dong-Won Ji und Ja-Cheol Koo und den angeschlagenen Jeffrey Gouweleeuw, Felix Götze (beide Adduktoren), Julian Schieber (Oberschenkel) und Konstantinos Stafylidis (muskuläre Probleme) gleich auf acht Spieler verzichten musste.

Viele Ausfälle verschärfen die Krise beim FCA

So gab es zum Beispiel auch für den derzeit formschwachen Michael Gregoritsch keine adäquate Alternative im offensiven Mittelfeld. Fakt war am Samstag aber auch: Der FCA hatte für die Defensive keinen Akteur mit Wettkampfpraxis in der Hinterhand. Das hatte auch Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel erkannt. Er wechselte im Laufe der Partie nach dem zwischenzeitlichen 1:1 mit Benito Raman, Aymen Barkok und Rouwen Hennings drei Offensivspieler ein.

Und so bekam Düsseldorf in der Schlussphase immer mehr Oberwasser gegen eine am Ende zusammengewürfelte FCA-Elf, deren Abläufe (zwangsläufig) gerade in der Rückwärtsbewegung nicht mehr passten. Wenn man Gregoritsch durch Cordova, Moravek durch Richter und Max durch Callsen-Bracker ersetzen muss, ist damit zu rechnen, dass die Abstimmung nicht mehr reibungslos funktioniert. Hinzu kommt, dass die FCA-Viererkette, die beim 1:2 auf dem Platz stand (Framberger, Danso, Callsen-Bracker, Hinteregger), so noch nie zusammengespielt hatte.

Die Folge: Düsseldorf konterte den FCA in der 89. Minute kinderleicht aus. Raman durfte nach einem Ballverlust von Cordova und einem Stellungsfehler von Kevin Danso ganz alleine auf Neu-FCA-Torhüter Gregor Kobel zulaufen und besiegelte die vierte Heimniederlage(bei neun Heimspielen) in dieser Saison.

FC Augsburg: Reuter bittet um Geduld

Trotzdem will sich Stefan Reuter, Geschäftsführer Sport, auch nach neun sieglosen Spielen in Folge auf dem Transfermarkt (die Wechselperiode endet am 31. Januar) weiter zurückhalten. Bisher hat er nur Torhüter-Talent Kobel, 21, von der TSG 1899 Hoffenheim bis zum Saisonende ausgeliehen. Er vertraut dem Kader, den er zusammen mit dem Technischen Direktor Stephan Schwarz und Trainer Baum zusammengestellt hat.

Reuter versucht Ruhe auszustrahlen und bittet um Geduld: „Es haben heute einige gefehlt, die aber genauso zeitnah zurückkommen werden wie Ji und Koo vom Asien-Cup. Von daher sind wir nach wie vor überzeugt, dass wir mit diesem Kader unser Ziel erreichen können, die Klasse zu halten.“

Hier lesen Sie unseren aktuellen Kommentar: So ist der Klassenerhalt des FCA ernsthaft in Gefahr.

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