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FC Augsburg

05.03.2020

Warum Daniel Baier beim Spiel in München eine Schlüsselrolle einnimmt

Daniel Baier (rechts) gestikuliert im Training, neben ihm hört André Hahn zu. Baier hat zuletzt wegen einer Sperre gefehlt, am Sonntag in München aber sollte er wieder in der Startelf sein. Schon alleine wegen seiner Routine und der Erfahrung, schon oft gegen Bayern gespielt zu haben.
Bild: Klaus Rainer Krieger

Plus Der Kapitän soll nach seiner Sperre wieder in der Startelf des FC Augsburg stehen. Gerade gegen die Bayern wird er auch dringend gebraucht.

Der Wind pfeift eisig. Und doch haben die Schüler beste Laune. Um kurz nach halb elf kommen sie auf dem Trainingsgelände des FC Augsburg an. Viele von ihnen tragen Trikots des Bundesligisten. Jeder Spieler, der den Platz nach der Trainingseinheit verlässt, wird gleich umstellt. Wie beim knallharten Gegenpressing auf den Bundesligaspielfeldern. Der Erste, dem das passiert, ist Eduard Löwen. "Leicht angeschlagen“, wie er sagt, muss er den Platz verlassen.

Die Schüler freuen sich. Autogramme und ein gemeinsames Klassenfoto bekommen sie vom FCA-Profi. Die Laune ist gut. Auch auf dem Platz. Mit verschiedenen Spielformen bereitet Martin Schmidt seine Mannschaft auf die besondere Aufgabe vor. Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) geht es zum FC Bayern München. Kein Spiel wie jedes andere.

"Von außen ist der Hype um dieses Spiel groß. Schon im eigenen Familien- und Bekanntenkreis ist der Fokus auf dieses Spiel viel größer“, sagt der Trainer des FC Augsburg. Er versucht deshalb mit seinem Trainerteam alles, um diesen Hype rund um das Team so klein wie möglich zu halten. "Wir arbeiten ganz normal. Wir versuchen möglichst viele Übungen zu machen, die Vertrauen geben“, erklärt Schmidt. Damit die Spieler mit einem guten Gefühl aus der Trainingswoche rausgehen. Mit einem guten Gefühl nach München fahren. Die Nervosität kommt noch früh genug.

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FCA-Trainer Schmidt will so viel Normalität wie möglich vermitteln

Ein Auftritt in der Allianz-Arena ist immer etwas Spezielles. Der Gegner scheint übermächtig, man selbst schrumpft im schlimmsten Fall immer mehr zusammen, je näher man dem Rasen kommt. Dem gilt es entgegenzuwirken. "Die Fokussierung und Konzentration ist immer einen Tick höher oder angespannter“, sagt Schmidt. Also gehe es darum, so viel Normalität wie möglich zu vermitteln. Und nicht auch noch durch besondere Maßnahmen im Training die Außergewöhnlichkeit dieses Spiels herauszustreichen. Also keine Übungen, die "zu kompliziert“ sind, so Schmidt. Und damit auch mit keiner Taktik am Sonntag, die den Spielern völlig fremd ist. "Die Spieler gehen in die Partie ohnehin schon mit einem Tick mehr Verteidiger-Gen“, sagt Schmidt. Also lieber erst mal das eigene Tor anständig verteidigen, statt zu forsch die Bayern zu attackieren.

Es gibt Mannschaften, die bei Spielen gegen die Bayern ihre taktischen Vorgaben im Vergleich zu anderen Spielen völlig ändern. Davon hält der Schweizer aber nichts. "Wenn man zu viel Kompliziertes macht, sind plötzlich Spieler auf einer Position, die sie nicht kennen. Solange du frisch bist, geht das. Aber wenn du müde wirst, fällt man in Automatismen rein“, sagt Schmidt. Und die fehlen in neuen Spielsystemen. Auf eine Taktik hat sich Schmidt mit seinem Team noch nicht festgelegt. Vierer- oder Fünferkette in der Abwehr, diese Entscheidung ist auch noch nicht gefallen. Die Fünferkette haben die Augsburger allerdings in Leverkusen einem Härtetest unterzogen. Mit Abstrichen ist der gelungen. Auch für Sonntag ist dieser Abwehrriegel eine Option. "Es drückt einen ein bisschen tiefer rein, weil man vorne einen Spieler weniger zum Anlaufen hat. Es gibt aber Sicherheit in der eigenen Zone“, sagt Schmidt. Und den Münchnern vor allem wenig Raum. Dass sie das nicht mögen, war am Dienstagabend beim knappen 1:0-Sieg im Pokal beim FC Schalke 04 zu erkennen.

Daniel Baier, der Kapitän des FC Augsburg, wirkt frisch und beweglich

Riesige personelle Veränderungen sind beim FC Augsburg nicht zu erwarten. Daniel Baier dürfte nach seiner Gelb-Sperre in die Mannschaft zurückkehren. Das stellt ihm Schmidt zumindest in Aussicht. Einsatzgarantieren gebe er zwar grundsätzlich keine, aber wegen einer Sperre verliere ein Spieler bei ihm normalerweise seinen Stammplatz nicht. Zumal die Pause dem Kapitän offenbar gutgetan hat. "Man hat im Training gesehen, dass er unheimlich frisch und beweglich ist. Das macht einen guten Eindruck für das Wochenende“, sagt Schmidt. Zumal Baier mit all seiner Erfahrung gerade am Sonntag ein wichtiger Faktor sein kann. "In München brauchen wir Spieler, die schon oft gegen die Bayern gespielt haben und bei denen die Nervosität schon weitgehend weg ist“, sagt der Trainer.

Für ihn stellt sich die Frage, wen er für den Kapitän aus dem Spiel nimmt. Carlos Gruezo hat auf der Position überzeugt, auch Eduard Löwen zeigte gegen Borussia Mönchengladbach ein gutes Debüt. Bei ihm hängt allerdings viel davon ab, wie sich seine Rückenprobleme entwickeln, wegen denen er das Training am Mittwoch vorzeitig beendet hatte. Der Winter-Neuzugang hatte schon die vergangenen Tage nur Reha gemacht, am Dienstag stand Athletiktraining auf dem Programm. Von heute an soll bei ihm der Umfang des Trainings wieder gesteigert werden.

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