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FC Augsburg

11.03.2019

Wegen Verletztenmisere: FCA verpflichtet Kult-Physio des FC Bayern

Fredi Binder im Einsatz mit Bastian Schweinsteiger (links) und Arjen Robben.
Bild: Witters

Die Verletztenmisere trifft den FC Augsburg mit voller Wucht. Nun soll Fredi Binder, langjähriger Physiotherapeut des FC Bayern, bis Saisonende helfen.

Er kümmerte sich schon um die Waden von Arjen Robben, Lothar Matthäus oder Klaus Augenthaler: Insgesamt 36 Jahre lang arbeitete Fredi Binder als Physiotherapeut beim FC Bayern. Der 60-Jährige, der in Großhadern eine Praxis hat, war ein fester Bestandteil des Betreuerstabs beim Rekordmeister und arbeitete dabei mit Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt zusammen.

Nun soll Binder den von Verletzungen geplagten Kickern des FC Augsburg dabei helfen, wieder fit zu werden. Der FC Augsburg hat den Kult-Physiotherapeuten bis Saisonende verpflichtet.

FCA-Manager Stefan Reuter begründet das Vorgehen wie folgt: "Er ist extrem erfahren, was Muskelgeschichten angeht. Das ist genau das, was uns drückt." Tatsächlich sind es vor allem Muskelverletzungen, an denen die meisten FCA-Spieler leiden. Bei der Auswärtspartie in Leipzig am Samstag fehlten insgesamt zehn Profis, sechs davon haben muskuläre Probleme.

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Binder kennt Stefan Reuter noch aus seiner Zeit als FC-Bayern-Spieler

Vor allem die Ausfälle von Topstürmer Alfred Finnbogason (Wadenprobleme) und Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw (Adduktoren) bereiten dem FC Augsburg große Sorgen. Einen annähernd gleichwertigen Einsatz gibt es im Kader schlichtweg nicht.

Seite an Seite mit den FCB-Stars David Alaba und Holger Badstuber, so wie hier im Jahr 2012: Binder war jahrzehntelang fester Bestandteil des Bayern-Ensembles.
Bild: Witters

Fredi Binder bringt die Erfahrung und das Know-how von fast vier Jahrzehnten beim FC Bayern mit. Der 60-Jährige hatte sogar noch Stefan Reuter während dessen Zeit beim FC Bayern unter seinen Fittichen (1988 - 1991). Erst im Jahr 2015 beendete Binder nach wiederholten Differenzen mit dem damaligen Trainer Pep Guardiola die Zusammenarbeit mit dem deutschen Rekordmeister. In der Branche ist er aber eines der bekanntesten Gesichter - und soll seine Erfahrung nun in Augsburg einbringen.

Beim FC Augsburg versucht man seit Monaten, die Gründe für die Verletztenwelle herauszufinden. Stefan Reuter betonte nach Abpfiff des Spiels in Leipzig, dass man im Verein derzeit alles hinterfragen wolle. Auf der Suche nach Erklärungen für die vielen Verletzungen sind auch die FCA-Spieler ratlos. Philipp Max sagte vor einigen Wochen dazu: "Unsere Spiele sind sehr intensiv, weil wir sehr viel Pressing spielen. Aber das ist auch keine Erklärung." (eisl)

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