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FC Augsburg

21.07.2020

Wie sieht der Kader des FC Augsburg nächste Saison aus?

Noch ist nicht gewiss, welcher Profi aufs Mannschaftsfoto darf. Der FC Augsburg arbeitet am Kader für die kommende Spielzeit in der Fußballbundesliga.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Plus Die Verantwortlichen des FC Augsburg arbeiten am künftigen Kader. Eine Analyse, wo Verstärkungen notwendig sind.

Während sich die Fußballprofis des FC Augsburg urlaubend von den Strapazen einer ungewöhnlichen Bundesligasaison erholen, werkelt die Sportliche Leitung am künftigen Kader. Bis 5. Oktober sind diesmal Transfers möglich, neben den bisherigen Neuzugängen wird es Veränderungen geben. Eine Analyse, warum sich der FCA verschlanken und verstärken muss.

Torhüter

Auch nach der Verpflichtung des Tschechen Tomas Koubek mangelt es im Tor an Konstanz. Die Verantwortlichen griffen in ihrer Not auf Ersatztorhüter Andreas Luthe zurück. Ob er den Platz behalten darf, bleibt fraglich. Mit Rafal Gikiewicz hat Sportchef Stefan Reuter den nächsten potenziellen Stammkeeper verpflichtet. Derzeit würden sich mit Gikiewicz, Koubek, Luthe und Fabian Giefer vier Spieler um eine Position streiten.

Fazit Handlungsbedarf. Vier Torhüter sind einer zu viel. Koubek und Giefer gelten als Wechselkandidaten, womöglich auf Leihbasis. Luthe wird wohl einmal mehr den verlässlichen Ersatzmann geben.

Torhüter Rafal Gikiewicz gilt als Favorit auf die Position des Stammtorhüters.
Bild: Maja Hitij/Getty Images Europe/Pool, dpa (Archiv)

Innenverteidiger

Vor einem Jahr baute der FCA seine Abwehr um, als Innenverteidiger kamen Felix Uduokhai, Tin Jedvaj (beide Leihe) und Marek Suchy. Gänzlich überzeugt hat Uduokhai, mit Abstrichen Jedvaj. Hinter den Erwartungen blieb der Tscheche Suchy. Er ist ebenso Ergänzungsspieler wie der Engländer Reece Oxford. Der fest verpflichtete Uduokhai soll eine Säule im Mannschaftsgerüst werden. Im Verbund mit dem besonnenen Jeffrey Gouweleeuw verfügt der FCA über eine leistungsstarke Innenverteidigung.

Fazit Handlungsbedarf. Fällt Stammpersonal aus, geht das zulasten der defensiven Stabilität. Oxford könnte verliehen werden, England-Rückkehrer Kevin Danso wird den FCA wohl erneut verlassen, weil er sich als Stammspieler sieht und Spielpraxis benötigt.

Außenverteidiger

Auf der linken Seite ist Philipp Max gesetzt. Wertvoll machen den soliden Verteidiger seine Torbeteiligungen. Als Alternativen stehen der Brasilianer Iago und der Däne Mads Pedersen parat. Weil Stephan Lichtsteiners Vertrag nicht verlängert wurde, verfügt der FCA mit Raphael Framberger derzeit über einen Rechtsverteidiger. Neuzugang Daniel Caligiuri kann auf der rechten Seite verteidigen, spielt allerdings in der Regel eine Position offensiver.

Fazit Hoher Handlungsbedarf. Der FCA braucht einen gestandenen Rechtsverteidiger mit Stammplatzpotenzial. Sich allein auf den verletzungsanfälligen Framberger zu verlassen, wäre fahrlässig. Auf der linken Abwehrseite hingegen könnte ein Profi abgegeben werden.

Raphael Framberger überzeugt, wenn er spielt. Genau das ist aber das Problem des verletzungsanfälligen Rechtsverteidigers.
Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Defensives Mittelfeld

Daniel Baier hat seinen Vertrag um ein Jahr verlängert, seine Tage in der Stammelf scheinen aber gezählt. Spielerisch bleibt er wertvoll, ihm fehlt jedoch Tempo. Gesucht ist eine zentrale Figur neben Dauerläufer Rani Khedira. Als Kandidaten gelten Neuzugang Tobias Strobl und Carlos Gruezo. Felix Götze und Jan Moravek werfen häufig Verletzungen zurück.

Fazit Handlungsbedarf. Nominell genügt das Angebot in diesem Mannschaftsteil, allerdings ähneln sich die Akteure in ihrem Stil. Was fehlt, ist ein gestaltender „Sechser“, der als Taktgeber fungiert und Spielzüge inszeniert.

Daniel Baier fand sich diese Saison mehrfach auf der Bank wieder. Nächste Saison wird er sich beweisen müssen.
Bild: Ulrich Wagner

Offensives Mittelfeld

Zuletzt bekleidete Eduard Löwen diese Position, alternativ rückte Marco Richter von außen ins Zentrum. Fredrik Jensen stand in der Rückrunde kaum noch im Kader. Ob Schalke-Rückkehrer Michael Gregoritsch nochmals eine Chance erhält, ist ungewiss.

Fazit Kein Handlungsbedarf. Der klassische „Zehner“ findet im FCA-Spielsystem selten Platz, weil oft mit einer hängenden Spitze agiert wird.

Offensive Außenbahn

In seiner ersten Bundesligasaison hat Ruben Vargas mit Tempo und Technik positiv überrascht. Auf der rechten Angriffsseite deutete Noah Sarenren Bazee gegen Ende der Saison an, dass er das Offensivspiel bereichern kann. Richter kann im Angriff beinahe überall agieren, auch Caligiuri ist flexibel. Rätsel gibt André Hahn auf, der bislang nicht an seine erste Zeit im FCA-Trikot anknüpfen konnte. Zu hoch ist die Ausfallzeit des Finnen Jensen.

Fazit Kein Handlungsbedarf. Die Positionen sind mehrfach besetzt. Wenn Hahn und Jensen fit und in Form sind, ist ausreichend Konkurrenz im Kader vorhanden.

André Hahn (rechts) konnte seit seinem Comeback bislang nicht gänzlich überzeugen.
Bild: Ulrich Wagner (Archiv)

Angriff

Florian Niederlechner überragte als Torschütze, Vorlagengeber und Gegenspieler nervender Anläufer. Neben dem 29-jährigen Stoßstürmer blieben die übrigen Angreifer blass. Ob Alfred Finnbogason, Sergio Cordova oder Julian Schieber – alle Alternativen waren häufig verletzt oder außer Form.

Fazit Handlungsbedarf. Sich allein auf Niederlechner zu verlassen, birgt ein Risiko. Bei Finnbogason weiß man nie, ob er dauerhaft spielen kann; und Cordova wartet seit drei Jahren auf den Durchbruch.

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21.07.2020

Bleibt das derzeitige Stammpersonal, kann man sich auf die Verpflichtung von zwei Spielern konzentrieren. Ein Rechtsverteidiger mit gehobenem Niveau und einem offensiven MF-Spieler der als Spielmacher agieren kann. Diese Position ist ein Muss, denn davon haben wir aktuell keinen, außer Löwen macht den Quantensprung.

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