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FC Augsburg

28.06.2020

Wieder auf der Bank: Welche Rolle spielt FCA-Kapitän Baier künftig?

Daniel Baier sieht wenig begeistert aus. Gegen Leipzig durfte er nur zuschauen, Trainer Heiko Herrlich zog andere Spieler ihm vor.
Bild: Ulrich Wagner

Plus Daniel Baier erlebt auch die letzten 90 Minuten der Saison auf der Bank. Trainer Heiko Herrlich gibt Reece Oxford bei der Einwechslung den Vorzug - ein Zeichen?

Für Daniel Baier war es kein schöner Nachmittag. Mal wieder. Nun gibt es zwar unbequemere Sitzplätze als die auf der Haupttribüne der WWK-Arena, auf der die Auswechselspieler in Corona-Zeiten die Partie verfolgen müssen. Baier aber ist der Kapitän des FC Augsburg. Und als solcher trägt er das Selbstverständnis mit sich herum, eingesetzt zu werden. Beim Saisonabschluss gegen RB Leipzig aber stand er weder in der Startelf noch wurde er später eingewechselt. Eine Aufstellung mit Symbolcharakter für die Zukunft?

Heiko Herrlich wollte nach der Partie nicht groß auf die Personalie Baier eingehen. Er erklärte vielmehr, weshalb er Reece Oxford bei der Einwechslung den Vorzug gab. Wegen dessen Kopfballstärke und als Belohnung für die tadellosen Trainingsleistungen. Heißt das, Herrlich war mit Baier im Training nicht zufrieden? Wohl eine gewagte These, die Herrlich so auch nicht bestätigte. Er sagte nur: "Ich muss nach Leistung entscheiden, und wer dem Team am meisten hilft."

Erst im Winter hat Daniel Baier seinen Vertrag beim FC Augsburg verlängert

Der Trainer betonte aber ein weiteres Mal die Wichtigkeit Baiers für den FCA. Die scheint aber in der Vergangenheit zu liegen und weniger für die Zukunft zu gelten. "Er muss sich mit Leistung zeigen, wie alle Spieler", sagte Manager Stefan Reuter. Die Personalie Daniel Baier könnte also durchaus spannend werden. Erst im Winter hat der 36-Jährige seinen Vertrag um eine weitere Saison verlängert.

Nach wie vor große Probleme auf der Suche nach seiner Form hat Alfred Finnbogason. Er trug am Samstag die Kapitänsbinde durch Baiers Fehlen. Auftrieb gab das dem Stürmer nicht. Er sprach von "einer durchwachsenen Saison, dennoch waren einige Highlights dabei, wie zum Beispiel das Unentschieden gegen Bayern oder die Siegesserie im Dezember. In der kommenden Saison wollen wir wieder angreifen. Wir sind hungrig nach mehr", sagte der Isländer. Ist das auch Tomas Koubek?

Die FCA-Reporter Florian Eisele (links) und Marco Scheinhof besprechen die Lage beim FC Augsburg.
Video: AZ

Bei  Tomas Koubek ist laut Trainer Herrlich "alles offen"

Der Torwart hatte seinen Stammplatz verloren und kam nur wegen Andreas Luthes Verletzung noch einmal zu einem Einsatz. Einen wirklich souveränen Eindruck machte der Tscheche auch am Samstag nicht, auch wenn ihm Herrlich eine ordentliche Leistung bescheinigte. "Ich habe ihn heute zum ersten Mal im Wettkampf gesehen. Im Training hat er immer hart weiter gearbeitet und sich nicht hängen lassen. Jetzt muss man schauen, wie er sich entwickelt, dann ist alles offen", meinte der FCA-Trainer. Aber ist es das wirklich? Durch die Verpflichtung von Rafal Gikiewicz scheint eine neue Nummer eins nach Augsburg zu kommen. Koubek hat noch vier Jahre Vertrag, aber ob er die erfüllt, scheint fraglich. Schon in weiten Teilen der Rückrunde war er nur die Nummer zwei hinter Luthe. Nun droht gar die Tribüne.

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28.06.2020

Luthe muss Nr. 1 bleiben. Seine Leistungen haben für sich gesprochen. Giekiewicz ist zwar nicht schlecht, kann da jedoch nicht ganz mithalten (Siehe Kicker-Noten). Koubek ist in seinen Leistungen komplett unterlegen und dieser Transfer war einfach inkompetent.
Herrlich scheint mit Leuten, die eine Meinung haben, nicht klarzukommen. Nicht nur bei Daniel Baier.

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29.06.2020

Richtig...Andreas Luthe ist für mich das Musterbeispiel dafür, dass Herr Reuter und wohl auch die von ihm verpflichteten (Torwart)Trainer, Spieler mit eigener fundierter Meinung und sozialer Kompetenz eher nicht nach sportlicher Leistung beurteilt bzw. beurteilen läßt.

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