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Anton Kade: Das ist der Held des Spiels Bremen – Augsburg

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„Toni-Doppelpack“ – Anton Kade steht für den Augsburger Weg

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    Anton Kade hat geliefert und ließ sich in Bremen für einen Doppelpack feiern.
    Anton Kade hat geliefert und ließ sich in Bremen für einen Doppelpack feiern. Foto: Carmen Jaspersen, dpa

    Da stand er also und wartete. Die TV-Interviews waren vorbei, vor vielen Kameras hatte Anton Kade schon gesprochen. Seine letzte Station war bei den schreibenden Journalisten, die allerdings noch den Worten von Michael Gregoritsch lauschten. Kade also stand wenige Meter daneben und hörte aufmerksam zu.

    Sein Offensivkollege lobte ihn überschwänglich. Sprach davon, wie Kade seine Stärken immer besser nutze. Wie die beiden perfekt hamonierten. Und gab dem 22-Jährigen gleich einen neuen Spitznamen: „Toni-Doppelpack“. Kade freute sich wenige Meter daneben: „Das ist ein cooler Name, den genieße ich.“

    Für Kade war es der erste Tor-Doppelpack in der Bundesliga. Ein besonderer Moment. „Das fühlt sich unfassbar an“, sagte der 22-Jährige, der vom FC Basel im Sommer nach Augsburg gekommen war. Und der gerade sinnbildlich für den Augsburger Weg stehe, wie Trainer Manuel Baum hinterher betonte. Für die Entwicklung von jungen Spielern also. „Die Strategie, die wir mit Spielern haben, ist klar“, sagte Baum.

    Kade war im Sommer aus Basel zum FCA gekommen

    Im Idealfall kommen die aus dem eigenen Nachwuchs, wie Offensivspieler Mert Kömür oder Innenverteidiger Noahkai Banks. Die beiden aber liefen am Samstag mit versteinerten Mienen durchs Bremer Stadion. Sie hatten keine Einsatzzeit bekommen. Schwierige Momente für die Youngster. Baum aber kann derzeit aus einem voll besetzten Kader wählen, was schwierige Entscheidungen zur Folge hat. Derzeit sieht er andere Akteure im Vorteil.

    In der Offensive vor allem Anton Kade. „Ein großes Lob an die Scouting-Abteilung und die Sportdirektion, die ihn in Basel ausgegraben haben“, sagte Baum am Samstag. Und natürlich an Kade selbst, der sich immer mehr steigert und eine enorme Entwicklung zeige. „Für die Entwicklung ist immer der Spieler selbst verantwortlich. Wir geben ein bisschen die Rahmenbedingungen“, betonte Baum.

    Kade hatte bereits vor einer Woche gegen Eintracht Frankfurt getroffen, nun legte er mit einem Doppelpack nach. Zunächst mit dem Fuß, später mit dem Kopf. Vor dem 1:0 profitierte er von einem starken Pass seines Offensivpartners Gregoritsch. Nach dem Zuspiel des Österreichers stand der 22-Jährige alleine vor Werders Torwart Mio Backhaus und spitzelte den Ball an ihm vorbei. Später trafen sich die beiden in den Katakomben der Arena. Sie sprachen kurz über den Moment, der Augsburg in Führung gebracht hatte.

    Bei seinem zweiten Treffer war auch etwas Glück dabei. Vom Kopf sprang der Ball auf die Brust und von dort ins Tor. „Ich muss mir die Szene nochmal anschauen“, sagte Kade. Ob so gewollt oder nicht – egal. „Der Ball sollte auf jeden Fall ins Tor“, meinte Kade und lachte. Das war ihm gelungen.

    Damit war der Grundstein für die fünfte Partie in Folge ohne Niederlage gelegt. „Wir alle haben eine gute Entwicklung gemacht“, meinte Kade. Für ein persönliches Fazit aber sei es ihm noch zu früh. „Das ziehe ich erst am Ende der Saison“, sagte er. Nach den zwei ausstehenden Partien gegen Mönchengladbach und bei Union Berlin also. Wenn die Augsburger wirklich wissen, wo sie gelandet sind.

    Dass es eine der besten Runden ihrer Erstligazugehörigkeit wird, ist bereits klar. Im Idealfall könnten sie sich sogar noch für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren. Daran aber wollte Kade noch nicht denken. Er sagte lediglich: „Es ist eine Supersaison, die wir bisher spielen.“

    Mit Gregoritsch hat Kade eine besondere Verbindung

    Auch er persönlich. Weil er sich immer weiterentwickelt. Weil er von Spiel zu Spiel lernt. Er habe immer mehr verinnerlicht, in welche Räume er laufen müsse, um Bälle zu bekommen. Seien sie flach gespielt oder durch Flanken. Gregoritsch helfe ihm da sehr. „Wir haben eine gute Verbindung und verstehen uns auch neben dem Platz sehr gut“, sagte Kade. Auch mit Trainer Manuel Baum habe er einen sehr guten Austausch. Auch deshalb könne er sich gut vorstellen, dass Baum über den Sommer hinaus Chefcoach bleibe.

    Die Augsburger haben es geschafft, die Spannung hochzuhalten. Weil alle Spieler fit sind, was einen extremen Konkurrenzkampf bedeutet. Der wirke sich positiv auf die Stimmung aus. „Das tut einer Mannschaft gut, wir haben eine starke Energie im Team“, sagte Kade. So würden nicht nur Tore bejubelt, sondern auch starke Abwehraktionen. „Wir geben gerade ein gutes Bild ab“, urteilte der 22-Jährige.

    Es läuft also beim FCA. Und bei Kade, der sogar noch einen dritten Treffer hätte erzielen können. Nach einem Zuspiel von Kristijan Jakic aber war er vor dem Torabschluss kurz weggerutscht. So blieb es bei den zwei Toren. Ob er nun etwas ausgeben müsse nach diesem Doppelpack? „Nein“, beschied Routinier Gregoritsch. Sein Kollege solle sich einfach feiern lassen. „Wenn er so weiterspielt, macht er uns eh am glücklichsten“, sagte Gregoritsch.

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