In diesen Tagen nehmen die Kader vieler Länder für die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko Gestalt an. Auch beim FC Augsburg wird deshalb genau hingeschaut. Welche Profis dürfen auf die große Bühne und für wen platzt der WM-Traum? Für Cédric Zesiger gibt es nun Gewissheit – und sie ist bitter. Der Innenverteidiger steht nicht im Schweizer WM-Kader – obwohl es zuletzt noch konkrete Hoffnung gab.
Cédric Zesiger verpasst Schweizer WM-Kader
Der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin hat sein 26-köpfiges Aufgebot für das Turnier in Nordamerika bekannt gegeben. Zesiger hat es nicht in den Kader geschafft. Für den 27-Jährigen ist das wohl eine große Enttäuschung, gerade weil die WM-Teilnahme in den vergangenen Wochen weit mehr als abstraktes Wunschdenken war. Der FCA-Verteidiger hatte zuletzt noch offen formuliert, dass die WM für ihn ein „sehr, sehr großes Ziel“ ist.
Dass dieser Traum nun doch geplatzt ist, ist für Zesiger auch deshalb bitter, weil er sich beim FCA nach einem schwierigen Saisonverlauf mit Startschwierigkeiten wieder deutlich stabilisiert hatte. In der Hinrunde kam der Schweizer nur unregelmäßig zum Zug – seit Jahreswechsel war er wieder fester Bestandteil der Dreierkette der Fuggerstädter. Zesiger sprach davon, dass er sich nur über konstante Leistungen in Augsburg empfehlen könne. Genau das hatte er in der Rückrunde immer wieder getan.
Am Ende reichte es trotzdem nicht. Die Konkurrenz in der Schweizer Defensive war zu groß. Yakin setzt unter anderem auf Manuel Akanji (Inter Mailand), Nico Elvedi (Gladbach), Ricardo Rodriguez (Betis Sevilla) und Silvan Widmer (Mainz). Auch Aurèle Amenda (Frankfurt), Eray Cömert (Valencia), Luca Jaquez (Stuttgart) und Miro Muheim (Hamburg) stehen im Aufgebot. Für Zesiger blieb kein Platz mehr.
Fabian Rieder fährt für die Schweiz zur WM – Rubén Vargas ist auch dabei
Eine gemeinsame WM mit seinem Augsburger Teamkollegen Fabian Rieder wird es für Zesiger also auch nicht geben. Der Verteidiger hatte es als „echtes Highlight“ bezeichnet, wenn zwei FCA-Spieler für ein Land bei einer WM auflaufen würden. Nun steht aber nur Rieder im Schweizer Aufgebot. Dafür hat es mit Rubén Vargas noch ein ehemaliger Augsburger in den Schweizer WM-Kader geschafft: Der Flügelstürmer war Anfang 2025 vom FCA zum FC Sevilla gewechselt.
Doch nicht nur bei der Schweiz gibt es aus Augsburger Sicht WM-Bezüge. Auch andere Länder haben FCA-Profis für das Turnier nominiert: Routinier Michael Gregoritsch sitzt im österreichischen WM-Aufgebot fest im Sattel. Der Angreifer war im Januar als Leihspieler für die Rückrunde aus der dänischen Superliga nach Augsburg zurückgekehrt und hatte in der Qualifikation selbst einen beträchtlichen Anteil daran, dass Österreich erstmals seit 1998 wieder bei einer Weltmeisterschaft vertreten ist.
Diese Profis vom FC Augsburg haben ihr Ticket für die Weltmeisterschaft
Auch Ismaël Gharbi darf auf die große Bühne. Der Augsburger Offensivspieler wurde für Tunesien nominiert – ebenso wie Elias Saad, der bis zuletzt aber an Hannover 96 ausgeliehen war. Dazu kommt jetzt noch Nathanaël Mbuku. Der 24-Jährige ist aktuell vom FCA an Montpellier HSC verliehen und wurde in den WM-Kader der Demokratischen Republik Kongo berufen. Kristijan Jakić steht nach jetzigem Stand zudem im kroatischen WM-Aufgebot. Damit ist der FCA bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika nach derzeitigem Stand mit sechs Spielern vertreten.
Für Zesiger bleibt erst einmal nur die Enttäuschung. Er hatte sich beim FCA zurückgekämpft, seine Chance gesucht und war mit seinem WM-Traum offen umgegangen. Am Ende entschied sich Nationaltrainer Yakin für andere Optionen in der Schweizer Verteidigung. Der FC Augsburg wird bei der Weltmeisterschaft trotzdem stark vertreten sein.
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